Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Schnelsen ist ein attraktiver Stadtteil, der wächst. Entsprechend müssen auch die sozialen und freizeitbezogenen Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner mitwachsen. Ich freue mich deshalb sehr, dass unser Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) die Aufwertung des Von-Herslo-Parks umfangreich unterstützen konnte. Hier wurden attraktive, naturnahe Grünflächen sowie Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsangebote für alle Altersgruppen und besonders Kinder und Familien geschaffen. Damit konnte ein wichtiger Beitrag für mehr Lebensqualität im Quartier geleistet werden.“
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Die Neugestaltung des Von-Herslo-Parks zeigt, wie moderne Stadtentwicklung und Förderung von Biodiversität Hand in Hand gehen. Die Verbindung von naturnahen Grünflächen, innovativen Spielangeboten und inklusiven Spielgeräten fördert nicht nur die wildlebende Tiere und Pflanzen, sondern schafft auch einen lebendigen Begegnungsraum für alle Generationen. Besonders freut mich, dass durch die Integration von Wildblumenwiesen, Pflanzinseln und einer Insektenburg der ökologische Wert des Parks deutlich gestärkt wurde. So leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag für ein grüneres und lebenswertes Hamburg.“
Sonja Böseler, stellv. Bezirksamtsleiterin: „Im Von-Herslo-Park berücksichtigen wir die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, von Menschen, die sich über Grün und Erholung in der Stadt freuen sowie von Hundehalterinnen und Hundehaltern. Mit der klimafreundlichen und inklusiven Gestaltung hat der in die Jahre gekommene Park eine wirklich tolle Frischzellenkur erhalten und ist nun fit für die Zukunft. Wir setzen aber nicht nur ein Zeichen für Inklusion, Teilhabe und Biodiversität. Hier haben wir auch ein gutes Beispiel dafür, wie Verwaltung und Anwohnerinnen und Anwohner aller Generationen zusammenarbeiten können – als gemeinschaftliches und gewinnbringendes Projekt für den Stadtteil.“
Neugestaltung des Spielplatzes
Im Zentrum der Spielfläche steht das Spielhaus mit Wetterschutz, einer breiten Rutsche und „Verkaufskiosk“. Ein Balancierparcours erstreckt sich über den gesamten Spielplatz. Kletter- und Balanciermöglichkeiten, Sandbagger, Schaukeln, Klang-, Farb- und Tastelemente sowie Slacklines in unterschiedlichen Schwierigkeiten regen die Fantasie der Kinder zum Spielen und Erkunden an, in der Hängematte und im Kletternetz darf sich ausgeruht werden. Für die Eltern wurden am Spielplatz zahlreiche Bänke, Sitzmauern sowie zwei Picknicktische aufgebaut. Der Bolzplatz blieb erhalten, wurde saniert und mit neuen Fußballtoren ausgestattet. Gestalterisch wird die Fläche durch bunte Torzählanzeiger in das Spielplatzthema eingebunden.
Zwei Aspekte sind auf der Spielfläche besonders: Die Spielelemente wurden individuell für diesen Park entwickelt und hergestellt. Zudem wurden zum Beispiel mit Wippe, Schaukel und Sandbacktisch inklusive Elemente eingebaut. Niedrigschwellige Angebote sollen Kinder mit Einschränkungen dazu ermutigen, die Spiel- und Bewegungsangebote für sich zu entdecken, zu nutzen und am gemeinsamen Spiel teilzunehmen. Damit setzt die Neugestaltung ein klares Zeichen für Inklusion und Teilhabe.
Naturerlebnisflächen
Angrenzend an die erneuerte Wildblumenwiese sind Pflanzinseln mit Duft- und Naschsträuchern entstanden. In der Wiese ist eine vom Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) betreute Insektenburg integriert. Eine kleine Wetterstation macht Temperatur, Sonnenstand, Wind und Niederschlag sichtbar. Hierdurch wird Biodiversität und Klima im Park und Stadtteil gefördert und erlebbar. Die Pflanzungen dienen Insekten und Vögeln ganzjährig als Nahrungsquelle.
Hundeauslaufzone
Die Hundeauslaufzone ist vollständig umzäunt und mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet. Zur Holsteiner Chaussee und Von-Herslo-Weg sind selbstschließende Tore gebaut. Bäume wurden gepflegt und aufgeastet und teilweise Rasen neu angelegt. Neben der Hundeauslaufzone wurde ein Weg außerhalb des Zaunes gebaut, so dass die bestehende Wegeverbindung erhalten bleibt.
Denkmalbereich
Die Parkfläche um das bestehende Denkmal wurde gärtnerisch verschönert und mit zwei Tischtennisplatten ausgestattet. Bänke wurden gereinigt und neue Fahrradanlehnbügel aufgestellt. Darüber hinaus ist die baumüberstandene, ruhige Parkzone in ihrer Qualität unverändert.
Beteiligung und Kosten
Vor der Neugestaltung wurden eine Anwohnerbeteiligung sowie eine Kinder- und Jugendbeteiligung durchgeführt, um möglichst viele Wünsche und Anregungen von den Expertinnen und Experten vor Ort umsetzen zu können. Zudem wurde die Neugestaltung mit dem Inklusionsbeirat abgestimmt. Die Gesamtkosten betragen rd. 930.000 Euro. Die Finanzmittel wurden von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) mit rd. 460.000 Euro sowie von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) mit rd. 470.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Eröffnung
Das Bezirksamt Eimsbüttel möchte den Spielplatz allen beteiligten und interessierten Kindern und Jugendlichen, deren Eltern, Großeltern sowie Anwohnenden zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern feierlich übergeben. Die Eröffnungsfeier mit Kinderprogramm und Imbiss wird heute von 14:00 bis 15:30 Uhr stattfinden.
Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)
Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert.
Hamburg hat derzeit 24 RISE-Quartiere ausgewiesen, die in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 26 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.
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