Genprobe schafft Klarheit

Wolf für Schafsrisse in Hamburg-Marmstorf verantwortlich

02. Oktober 2025 Pressemitteilung

Mitte September sind im Hamburger Stadtteil Marmstorf zwei Schafe gerissen worden – nun sind die Hintergründe dazu aufgeklärt. Eine genetische Untersuchung hat bestätigt, dass ein Wolf für den Vorfall verantwortlich ist. Die Umweltbehörde hat die Tierhalter bereits über das Ergebnis der Genprobe informiert.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft

Die Tierhalter haben nun die Möglichkeit, eine sogenannte Billigkeitsleistung als Entschädigung zu beantragen.

Der nun bestätigte Schafsriss ist nach 2018 das zweite Rissereignis an Nutztieren in Hamburg. Die Wolfsnachweise in der Hansestadt hat die Umweltbehörde auf einer entsprechenden Internetseite zusammengetragen – dort gibt es auch Verhaltenstipps, sollte man einem Wolf begegnen.

Der Wolf ist seit dem ersten Wolfsnachweis in Hamburg-Bergedorf im Jahr 2013 ein wichtiges Thema für die Umweltbehörde. Dabei arbeitet die Behörde eng mit dem Schleswig-Holsteinischen Wolfsmanagement zusammen. Seit 2016 wurden zunächst vier, inzwischen sieben Wolfsbetreuerinnen und Wolfsbetreuer für Hamburg ausgebildet. Diese beraten Tierhalterinnen und Tierhalter und interessierte Bürgerinnen und Bürger zu Herdenschutzmaßnahmen und zum Verhalten bei Wolfsbegegnungen. Zudem protokollieren sie mutmaßliche Wolfsrisse, Sichtungen und weitere Hinweise. Die Wolfsbetreuerinnen und Wolfsbetreuer sind über die Kontakte auf der Internetseite und das Nottelefon in Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein jederzeit erreichbar.

Die Umweltbehörde weist darauf hin, dass spätestens seit 2013 immer damit gerechnet werden muss, dass umherwandernde Wölfe durch das Hamburger Stadtgebiet ziehen – auf der Suche nach neuen Lebensräumen, Partnern oder Nahrung. Die Gefahr, dass Wölfe versuchen, an Nutztiere heranzukommen, die nicht ausreichend geschützt sind, besteht bereits, seit sich Wölfe in Deutschland wieder etabliert haben.

Tierhalterinnen und Tierhalter, insbesondere Schafhalterinnen und Schafhalter, werden daher dringend gebeten, ihre Tiere wolfsabweisend einzuzäunen und sich bei Bedarf von den Wolfsbetreuerinnen und Wolfsbetreuern der Umweltbehörde beraten zu lassen. Seit 2024 gibt es zudem eine neue Richtlinie zum Herdenschutz, über die Tierhalterinnen und Tierhalter Fördermittel für eine wolfsabweisende Zäunung beantragen können. Bei mutmaßlichen Rissen, Begegnungen oder Sichtungen mit dem Wolf melden Sie sich bitte umgehend bei den Wolfsbetreuerinnen und Wolfsbetreuern über die Kontakte auf der Internetseite.

Rückfragen der Medien
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Mike Schlink | Pressestelle
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: pressestelle@bukea.hamburg.de

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