Das HU hat diese Veranstaltung bereits 2025 ins Leben gerufen, um den Austausch der Fachleute zu fördern und gemeinsam Neuerungen zu beleuchten: Der Bereich Hygiene und Infektionsprävention entwickelt sich ständig weiter und bringt neue Herausforderungen, nicht nur durch neue Krankheitserreger, sondern auch durch veränderte Bedingungen in medizinischen und sozialen Einrichtungen oder auch durch die Anpassung gesetzlicher Vorgaben. Beim zweiten Netzwerk-Treffen kam nun rund 40 Fachkräfte zusammen, die ihre Fachfortbildung überwiegend in den vergangenen Jahren am HU absolviert haben.
Ein Mitglied der KRINKO (Kommission für Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen und in Einrichtungen und Unternehmen der Pflege und Eingliederungshilfe) berichtete über aktuelle Veröffentlichungen und Empfehlungen der Kommission, die sich in Überarbeitung befinden. Weitere Vortragsthemen waren am Vormittag die Phagentherapie in der Medizin, die bei bakteriellen Infektionen und hier insbesondere bei antibiotikaresistenten Bakterienstämmen eingesetzt wird, sowie der Umgang mit Sepsis im klinischen Alltag. Auch der Vortrag „Überlassen wir im Schockraum die Hautdesinfektion dem Zufall?“ regte die Teilnehmenden zu Gesprächen an.
Nach der gemeinsamen Mittagspause wurden die hygienischen Herausforderungen im Fall eines Ausbruchs mit multiresistenten Erregern im Krankenhaus diskutiert. Weitere Themen waren das Management von Bettwanzenbefall im klinischen Alltag sowie (Ab-)Wasser- und sonstige Schäden in medizinischen Einrichtungen. Der direkte Praxisbezug der Vorträge machte die Veranstaltung für die anwesenden Hygienefachkräfte zu einem vollen Erfolg. Das „Update“ bot ihnen kompakte Informationen und eine wertvolle Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Das HU dankt allen Vortragenden und Teilnehmenden für ihre Beiträge.
Hier finden Sie weitere Informationen zu allen Weiterbildungen in Hygienefachberufen des HU.