Hamburger Landeslabor veröffentlicht Jahresbericht 2024

Wachsamer Blick auf Umwelt, Gesundheits- und Verbraucherschutz

22. April 2025 Pressemitteilung

Das Institut für Hygiene und Umwelt (HU) stellt an ausgewählten Beispielen in den Bereichen Umweltüberwachung, Lebensmittelsicherheit, Tiergesundheit und Infektionsmedizin seinen jährlichen Tätigkeitsbericht vor. Die Untersuchungen des HU helfen den Behörden, kritische Situationen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf zeitnah und proaktiv notwendige Maßnahmen zu ergreifen.

  • Institut für Hygiene und Umwelt

Umweltsenator Jens Kerstan: „Das HU leistet durch seine Expertise, seine wissenschaftlichen Analysen und den Betrieb von Mess-Systemen in der ganzen Stadt einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherstellung des Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutzes in Hamburg. Diese drei Disziplinen sind stark miteinander verwoben, und die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Fachleute im HU trägt dazu bei, kritische Lagen frühzeitig zu erkennen. Dadurch ist der Senat in der Lage, schnell und situationsangemessen zu reagieren und gegenzusteuern. Das HU ist mit seinem One-Health-Ansatz ein wichtiger Baustein für die Krisenfestigkeit der FHH.“

Im Bereich der Umweltüberwachung wird unter anderem von Maßnahmen zur Erkennung von Schadstoffeinträgen bei Hochwasser und über das Projekt CyBER zur einfacheren Identifizierung von Blaualgen in Badegewässern berichtet. In der Lebensmittelsicherheit wird über Gesundheitsgefahren durch Schimmelpilzgifte informiert und das Thema Lebensmittelbetrug durch mögliche Manipulationen von Fisch- und Fischerzeugnissen zur Profitsteigerung beleuchtet. Aus dem Gesundheitsbereich gibt es interessante Beiträge, die vom Infektionsschutz im Hamburger Hafen bis zur Rückkehr von längst besiegt geglaubten Krankheiten wie Masern reichen.

Ein spannendes neues Analysengebiet, über das hier berichtet wird, ist zudem das Abwasser. Gestartet zu Zeiten der Coronapandemie zur Abschätzung von Infektionszahlen wird es seit dem Frühjahr 2024 auch regelmäßig auf Drogenrückstände untersucht. Die Ergebnisse sollen langfristig zur Einschätzung des Drogenkonsums verwendet werden, was nach der Legalisierung von Cannabis im letzten Jahr von großem Interesse ist.

Dem Jahresbericht 2024 des Instituts sind nähere Informationen zu diesen und weiteren Themen zu entnehmen. Er steht als e-Paper auf der Institutswebseite unter „Veröffentlichungen/Jahresberichte“ zur Verfügung.

Über das Institut für Hygiene und Umwelt (HU)

Das Institut für Hygiene und Umwelt ist das Landeslabor der Freien und Hansestadt Hamburg. Zu seinen Kernaufgaben gehören insbesondere die amtliche Untersuchung und Begutachtung von Lebens- und Futtermitteln, die Städte- und Krankenhaushygiene, human- und veterinär­medizini­sche Diagnostik sowie Umweltanalytik und Umweltüberwachung. Das HU ist ein Landes­betrieb der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft. In den drei Fach­bereichen des Instituts – Lebensmittelsicherheit und Zoonosen, Hygiene und Infektionsmedizin sowie Umwelt­untersuchungen – setzen sich rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür ein, die Verbraucher vor mangelhaften Produkten zu schützen, die Gesundheit der Bevölkerung zu bewahren und den Zustand der Umwelt zu überwachen.

Rückfragen der Medien

Institut für Hygiene und Umwelt

Pressestelle

Sinje Lehmann
Telefon: 040 42845-7304
E-Mail: pressestelle@hu.hamburg.de

Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Pressestelle
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: pressestelle@bukea.hamburg.de

Zum Weiterlesen

Tigermücke mit charakteristisch schwarz-weiß gestreiftem Korper
AdobeStock/Gordon Zammit

Hamburgweite Umfrage gestartet Was wissen Sie über die Tigermücke?

Durch die Erwärmung des Klimas verändern sich die Lebensräume vieler Tiere. Wärmere Temperaturen ermöglichen es neuen Arten, sich in Deutschland und auch in Hamburg anzusiedeln. Dazu gehört zum Beispiel auch die Asiatische Tigermücke, die ursprünglich aus tropischen und subtropischen Gebieten...

15. Mai 2025 Pressemitteilung
Fragezeichen aus Ketchup
Institut für Hygiene und Umwelt

Datenerhebung und Ursachensuche Alternaria-Schimmelpilzgifte in verarbeiteten Lebensmitteln

Das Hamburger Landeslabor hat Alternaria-Toxine in den Jahren 2023 und 2024 bei einer Vielzahl der untersuchten Lebensmittel nachgewiesen. Teilweise lagen die Gehalte über den EU-Richtwerten.

16. September 2024 Pressemitteilung
Collage von Wildtieren: Fuchs, Waschbär, Gans, Taube, Wildschwein
Institut für Hygiene und Umwelt

Welt-Zoonose-Tag am 6. Juli Hamburg hat Ausweitung der „Geflügelpest“ auf Säugetiere im Blick

Der morgige Welt-Zoonose-Tag weist auf das Risiko hin, dass manche Infektionen zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können. Hamburg ist sich dieses Risikos bewusst und weitet das bewährte Tiergesundheitsmonitoring vorsorglich aus.

05. Juli 2024 Pressemitteilung