Frühwarnsystem

Daphnientoximeter

Beschreibung des Daphnientoximeter

  • Institut für Hygiene und Umwelt
    • Sie lesen den Originaltext

Zur Beurteilung toxischer Substanzen in einer Wasserprobe sind der statische Daphnientest nach DIN 38412-30 und einige kontinuierlich arbeitende Daphnientestssysteme bekannt. Grundlage für die Funktion der Daphnientoximeter ist die Sensitivität der Daphnien auf toxische Substanzen, deren Wirkung sich in spezifischen Verhaltensänderungen äußert.

Zur Bestimmung der Daphnientoxizität wird zum Beispiel beim Daphnientoximeter der Firma bbe eine Messkammer mit etwa 10 Testorganismen kontinuierlich mit Probewasser durchströmt und das Verhalten der Daphnien mit Hilfe einer Kamera aufgezeichnet. Das Schwimmverhalten in unbelastetem Wasser ist durch ein relativ gleichmäßiges Bewegungsmuster gekennzeichnet. Unter Einwirkung von Schadstoffen verändert sich je nach Art, Konzentration und Einwirkungszeit das Verhalten der Daphnien (Hypo- oder Hyperaktivität). Durch eine spezielle Software werden solche Abweichungen vom normalen Bewegungsmuster der Daphnien erkannt und führen bei plötzlichen Änderungen zur Auslösung eines Alarmes. Das Verhalten der Testtiere wird unter anderem mittels der Parameter Mittlere Geschwindigkeit, Geschwindigkeitsverteilung, Schwimmhöhe, Fraktale Dimension und Anzahl bewegungsfähiger Tiere erfasst und klassifiziert. Analog zum Alarmindex werden die Daten der einzelnen Messparameter durch verschiedene Auffälligkeitstest überprüft und diese Ergebnisse zu einem geräteinternen „Toxindex“ zusammengefasst.

Zum Weiterlesen

Hafenprofile
© HU
Kontinuierliche Messungen an Fließgewässern

Wassergütemessnetz Hamburg

Unser Institut betreibt ein Netz von 9 Messstationen an den Flüssen Elbe, Alster und Bille.

Daphnientoximeter
© HU
Wassergütemessnetz

Daphnientoximeter

Im Daphnientoximeter wird das Schwimmverhalten der Daphnien per Kamera beobachtet und mit Hilfe digitaler Bildauswertung hinsichtlich daphnientoxischer Substanzen bewertet.

Anordnung der Muscheln im Messbecken
Institut für Hygiene und Umwelt
Gewässergüte

Weitere Geräte aus Biologischen Frühwarn-Systemen

... neben den in Hamburg eingesetzten Geräten, werden an anderen Standorten auch Systeme mit anderen Organismen eingesetzt ...