Derzeit wird die Messstation Seemannshöft neu gebaut. Wegen erheblichen Schimmelbefalls und Baufälligkeit des Containers musste die Messstation Ende April 2024 stillgelegt werden.
Nach der Erneuerung des Containers (siehe Foto) werden hier nun in einem ersten Schritt wieder die physikalischen und chemischen Grundparameter Wassertemperatur, gelöster Sauerstoff, pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit und Trübung in einem provisorischen Aufbau gemessen. Die Messdaten stehen hier und beim Hamburg Service ab sofort zum Abruf bereit.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Herbst 2026 abgeschlossen sein. Dann werden auch die Geräte des biologischen Frühwarnsystems (Algen- und ein Daphnientoximeter sowie ein automatischer Probenehmer) wieder in Betrieb gehen.
Die Station Seemannshöft wurde 1967 von HPA (damals noch Strom & Hafenbau) in Betrieb genommen, 1988 wurde sie in das Wassergütemessnetz übernommen. Sie liegt vor der Lotsenstation Seemannshöft auf einem Ponton am südlichen Elbufer westlich des Hamburger Hafens. Die Messstation Seemannshöft ist, wie auch die Messstation Schmilka in Sachsen an der Grenze zu Tschechien, seit 1994 Wächtermessstelle der IKSE.
Die Messstation (und auch wöchentliche Messstelle, die sich hier befindet) dient zur Erfassung der Einflüsse auf die Elbe, die u.A. aus Einleitungen aus dem Ballungsraum Hamburg oder aus dem Oberlauf der stammen können.
Auch die anderen Messsysteme werden wieder in Betrieb gehen. Ein Spektrofotometer misst die UV-Absorption, um das Maß an gelösten organischen Stoffen zu bestimmen. An diesem Gerät wird derzeit auch die Messung von verschiedenen Nährstoffkenngrößen erprobt.
Ergänzt werden die Messsysteme durch einige Probenehmer, z.B. das Sedimentationsbecken, das schwebstoffbürtige Sedimente sammelt. Dieses Becken sammelt über einen Monat Schwebstoffe, die in diesem Zeitraum in der Elbe transportiert werden. Auch für die Überwachung von Radioaktivität wird ein Probenehmer installiert.
Die schwimmende Messstation erhält ihr Probewasser über eine Tauchpumpe, die aus ca. 1 Meter unter der Wasseroberfläche das Probewasser in die Messstation zu den Messgeräten fördert.
Das Umweltbundesamt sammelt in einer Sedimentfalle hier Proben für das Langzeit-Monitoring. Diese werden nach Entnahme eingefroren und später für zukünftige Fragestellungen eingelagert. Solche Proben sollen analysiert werden, wenn es neue Methoden und Fragestellungen gibt. Sie können dann für heute noch nicht beobachtete Stoffe einen Überblick über mögliche Belastungen und deren zeitlicher Entwicklung geben.
Standort Seemannshöft:
Hier finden Sie eine genaue Standortbeschreibung der Messstation Seemannshöft