Kosten reduzieren und Rohstoffe sichern

Circular Economy

Weltweit werden Rohstoffe knapper und immer wertvoller. Corona-Pandemie und vielfältige aktuelle geopolitische Konflikte zeigen darüber hinaus die Anfälligkeit globaler Lieferketten und machen deutlich, dass Deutschland es sich nicht leisten kann, wertvolle Ressourcen zu verschwenden. Auch sind die effiziente Nutzung und Wiederverwendung von Ressourcen ein relevanter Hebel zur Einsparung von Kosten. Mit nachhaltigen und effizienten Prozessen und Produkten stärken Unternehmen ihre Marktposition. Die Lösung heißt Circular Economy.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft

Was ist Circular Economy?

Das Konzept der zirkulären Wirtschaft (engl. Circular Economy) beschreibt ein nachhaltiges System, in dem Rohstoffe so sparsam und so lange wie möglich genutzt werden. 

Damit steht die Circular Economy im Gegensatz zum aktuell dominierenden „linearen“ Wirtschaftssystem, bei dem der Lebenszyklus von Produkten aus Rohstoffgewinnung, Verarbeitung und Verbrauch sowie einer oftmals unzureichenden Entsorgung, Deponierung oder rein energetischen Verwertung besteht (take-make-waste).

In einer Circular Economy basiert ein Lebenszyklus auf den sogenannten R-Strategien:

Infografik zur R-Strategien
Quelle: Prosperkolleg-Projekt 2022 / Legende der Grafik wurde angepasst


In einer Circular Economy werden Produkte (Güter und Dienstleistungen), Verfahren, Geschäftsmodelle, Konsum und gesellschaftliche Handlungsweisen ganzheitlich betrachtet. Durch Berücksichtigung von Circular Design-Kriterien werden Produkte von vornherein so gestaltet, dass ein Minimum an Primärressourcen eingesetzt wird und eine effektivere und bessere Nutzung durch Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit, Modularität und Wiedernutzung möglich ist; außerdem wird gleich mitgedacht, was passiert, wenn Güter nicht mehr gebraucht werden.

Was hat eine Stadt wie Hamburg mit Circular Economy zu tun?

Obwohl Städte nur 2 % der weltweiten Landmasse einnehmen, sind sie verantwortlich für einen Großteil negativer Umweltwirkungen: Heute entfallen 75 % des Verbrauchs natürlicher Ressourcen, 75 % der Treibhausgasemissionen und 50 % des globalen Abfalls auf Städte. Städte verfügen aber auch über eine hohe Konzentration an Ressourcen, Kapital, Daten und Talenten, die über ein relativ kleines geografisches Gebiet verteilt sind, und sind Innovationszentren. Aufgrund dieser Kombination sind sie einzigartig positioniert, den globalen Übergang zu einer Circular Economy voranzutreiben und bestimmte zirkuläre Geschäftsmodelle und Wiederverwendungssysteme zu unterstützen.

Städte als Orte der Produktion und des Konsums bieten also ideale Räume für die Circular Economy und werden dafür auch bereits vielfältig genutzt. 

Die BUKEA als Vernetzerin, Unterstützerin und Förderin

Im Auftrag der BUKEA wurde das Potenzial von Circular Economy für Hamburg in einer Studie untersucht. Diese hat gezeigt, dass es in Hamburg bereits eine Vielzahl an Akteur:innen und Aktivitäten für den Aufbau einer zirkulären Wirtschaft gibt. Wichtig ist es, diese zu vernetzen und zu unterstützen. Dies machen wir, sei es durch die regelmäßigen Fachkreise für Circular Economy und zirkuläre Textilien, die Finanzierung der monatlichen „Circular Talks“ des Fab City e.V. oder diverse Einzelprojekte.

Die UmweltPartnerschaft hilft darüber hinaus Unternehmen bei der Verbesserung der Material- und Ressourceneffizienz im Betrieb durch diverse Förderprogramme und Beratungsangebote.

Im Rahmen des Programms Unternehmen für Ressourcenschutz (UfR)wird ein effizienterer Einsatz von Material, Rohstoffen und Wasser gefördert.
Im Förderprogramm PROFI Umwelt / PROFI Umwelt Transfer werden Einzel- und Kooperationsprojekte zur Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen unterstützt.

Ansprechpersonen: 
Dominik Franke
dominik.franke@bukea.hamburg.de

Claudia Eggert-Köster
claudia.eggert-koester@bukea.hamburg.de

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