Die Gewässersedimente des Äußeren Veringkanals waren in Folge von Kriegsschäden stark mit Schadstoffen, u.a. mit Mineralölen, PAK, BTEX und Chlorbenzolen belastet und erforderten dringend eine aufwändige Sanierung. Gemeinsam mit der Hamburg Port Authority (HPA) und den angrenzenden Gewerbebetrieben wurde eine Lösung für das Umweltproblem gefunden.
2012 wurde der Äußere Veringkanal nach umfangreichen Kampfmitteluntersuchungen mit einer Spundwand in einen westlichen und einen östlichen Abschnitt aufgeteilt. Zeitgleich mit dem Bau der Spundwand entstand eine ökologisch wertvolle Flachwasserzone zum Ausgleich für die beabsichtigte Verfüllung des Gewässerteils. Anschließend wurden belastete Gewässersedimente aus dem verbleibenden westlichen Teil des Äußeren Veringkanals in den nunmehr abgesperrten östlichen Teil eingebaut. Dies war möglich, da der östliche Teil des Äußeren Veringkanals für die Schifffahrt nicht mehr benötigt wird.
Im nach wie vor von der Schifffahrt genutzten westlichen Teil erfolgte der Einbau von Leitdalben zur sicheren Einfahrt in die historische Schleusenanlage zwischen dem Äußeren und Inneren Veringkanal.
In einem weiteren Schritt wurden dann 2019 die Gewässersedimente am Grund des Äußeren Veringkanals mit einem in Finnland entwickelten Spezialverfahren verfestigt. Das eingesetzte Verfahren der Massenstabilisierung ist in Deutschland erstmals zur Anwendung gekommen. Das Verfahren ermöglichte im Jahr 2020 den anschließenden Einbau von Sandböden aus Baumaßnahmen der HPA, die damit einer nachhaltigen Verwertung zugeführt wurden.
Das Projekt wurde von der Behörde für Umwelt und Energie, Altlastensanierung mit Beteiligung der HPA durchgeführt.