Deutschlandweit wurden und werden systematische Suchen nach Auffälligkeiten und Verdachtspunkten hinsichtlich unterschiedlichster Schadstoffe im Boden und im Grundwasser durchgeführt. Dies beinhaltet unter anderem die Auswertung historischer Karten, Luftbilder und Adressbücher. Für den Dioxinschadensfall in der Boberger Niederung deuteten bis zum Schadensfund keine Hinweise auf eine Bodenbelastung durch Dioxin hin. Nach dem Dioxinfund wurde das Gebiet anhand dieser neuen Erkenntnisse daher weiträumig hinsichtlich weiterer Verfüllungen, die aus demselben Zeitraum wie der Dioxinschaden stammen könnten, überprüft. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Bodenumlagerungen oder verfüllte Bombentrichter. Bei anschließenden Bodenuntersuchungen konnten bislang keine Hinweise für weitere Dioxinverunreinigungen ermittelt werden. In Hamburg werden bereits seit 1979 altlastverdächtige Flächen erfasst, untersucht und wenn nötig saniert. Im Altlasthinweiskataster sind Informationen über Flächen registriert, für die Hinweise auf Verunreinigungen vorliegen oder Verunreinigungen oberhalb der Gefahrenschwelle nach Bundes-Bodenschutzgesetz festgestellt wurden.