Doppelter Boden

Regosol-Gley

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Sand dieses Bereichs der Boberger Düne abgetragen und vor allem für die hochwassersichere Aufhöhung von Hammerbrook verwendet. Man grub den Sand gerade so tief ab, dass die Fuhrwerke nicht im nassen Sand stecken blieben.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft
Regosol-Gley
Bodenlehrpfad Boberg Günter Miehlich


Zurück blieb der Dünensockel, den wir heute unterhalb 25 Zentimeter Tiefe finden. Das Grundwasser beginnt in 80 Zentimeter Tiefe (Gr). Oberhalb liegt der Schwankungsbereich des Grundwassers (Go). Nach der Abtragung des Sandes hat die Vegetation das Gebiet erobert und Humus im Boden hinterlassen (fAh). Dieser Bodenhorizont ist stark gestört, so dass man annehmen muss, dass der Mensch Humus entnommen hat.

Später hat der Wind eine circa 25 Zentimeter starke Sandschicht aufgeweht, in der die Bodenbildung erneut eingesetzt hat (O, Aeh). Darunter folgt in 10 bis 25 Zentimeter Tiefe der weitgehend unveränderte Sand (Cv).

Wir haben es hier mit einer Kombination aus zwei Böden zu tun, die als Regosol-Gley bezeichnet wird.

Kooperation

Universität Hamburg

Universität Hamburg Kooperation

Der Bodenlehrpfad ist entstanden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg, Frau Prof. Dr. Eva-Maria Pfeiffer und dem Büro BGW Dr. Thomas Vollmer.