Wie sich die Bodenversiegelung in Hamburg entwickelt, wird seit 1984 erfasst. In der Vergangenheit wurde anhand der Biotoptypenkartierung der Versiegelungsgrad für das Stadtgebiet insgesamt geschätzt. Nun nutzt die Umweltbehörde eine innovative KI-gestützte Methode: Mit einem Datensatz aus räumlich hochaufgelösten Luftbildern und einem digitalen Oberflächenmodell erfasst die neue Methode die Bodenbedeckung in Hamburg mit einer Genauigkeit von zehn Zentimetern und unterteilt sie in „versiegelte Flächen“ und „Gebäude“ und die unversiegelten Klassen „niedrige Vegetation“, „hohe Vegetation“, „offener Boden“ und „Gewässer“.
Zunächst wurde das Modell mit Daten des Jahres 2020 und mit acht jeweils einen Quadratkilometer großen Flächen trainiert. Für eine übersichtliche Darstellung der Versiegelung wurden Raster mit einer Auflösung bis zu zehn Metern erstellt. Für jede Rasterzelle wurde die Versiegelung durch Berechnung des Anteils der als versiegelt eingestuften Fläche ermittelt. Jede Rasterfläche konnte dann einer Versiegelungskategorie von null bis zehn Prozent, zehn bis zwanzig Prozent und so weiter zugeordnet werden. In den Versiegelungskarten sind diese Klassen als farbige Rasterzellen erkennbar.
Über das Geoportal Hamburg ist unter der Bezeichnung „Bodenversiegelung und Bodenbedeckung Hamburg“ eine Zeitreihe mit der Versiegelungskarte sowie der Bodenbedeckungskarte ab dem Jahr 2020 verfügbar. Dies ermöglicht einen direkten Vergleich der Datensätze.
Ziel ist es, das KI-Modell jährlich anzuwenden, um die Entwicklung der Versiegelung abbilden zu können. Derzeit liegen die Ergebnisse von 2020 und 2022 vor. Die versiegelte Fläche in Hamburg ist von 31,0 Prozent im Jahr 2020 auf 31,2 Prozent im Jahr 2022 angestiegen.
Im Downloadbereich finden Sie den aktuellen Bericht.