Altengamme / Borghorst

Borghorster Brack

03. November 2009

Die Vier- und Marschlande wurden wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert eingedeicht. Im Jahre 1482 dämmten die Hamburger und Lübecker gemeinsam die Dove-Elbe zwischen Neuengamme und Altengamme ab, und 1491 wurde auch die Gose-Elbe beim Krauel und der Riepenburg abgedämmt.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft

Trotz der Deiche war das Land nicht vollständig vor Überflutungen sicher. Immer wieder kam es zu größeren und kleineren Deichbrüchen. Die dabei durch das einströmende Wasser hervorgerufenen tiefen Auskolkungen werden als Bracks bezeichnet. Eines der größten dieser Bracks ist das Borghorster Brack. Sein genaues Alter ist unbekannt. Auf einer Karte von 1771 ist das Brack bereits verzeichnet.

Lage

Karte

Daten und Fakten

Objekt-Nr.:

5

Ortsbezeichnung:

Altengamme/Borghorst

Bundesland:

Hamburg

TK 25-Nr.:

2527 Bergedorf

Rechts- u. Hochwert:

R 35 859 - 35 862, H 59 229 - 59 233

Geländehöhe:

NN + 2,5 m

Geotoptyp:

wassererfüllte Auskolkung durch Deichbruch im Uferbereich der Stromelbe

Regionalgeologische
Zuordnung:

Landschaftsform des Elbtals

Stratigraphische Stellung
(geologische Einheit):

historische Zeit bis Gegenwart

Petrographische
Beschreibung:

Die Auskolkung hat im Zuge des jeweiligen Sturmflutgeschehens auch die holozänen Elbsande erfaßt. Deshalb besteht die Basisfläche der Kolke aus diesen holozänen Sanden.

Genese:

Das Borghorster Brack ist eine durch einen Deichbruch im Zuge einer Sturmflut entstandene tiefe Auskolkung.

Aufschlussart:

historisch entstandene Landschaftsform

Größe des Objekts:

26 ha

Erreichbarkeit:

Das Brack ist vom Deich her einsehbar, sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Nutzung:

Teich

Zustand des
Objektes:

gut

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet

Literatur

keine

Autor: Dr. J. Ehlers

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