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Grünerdeich / Riepenburg
Carlsbrack
20. August 2009
Die Vier- und Marschlande wurden wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert eingedeicht. Im Jahre 1482 dämmten die Hamburger und Lübecker gemeinsam die Dove-Elbe zwischen Neuengamme und Altengamme ab, und 1491 wurde auch die Gose-Elbe beim Krauel und der Riepenburg abgedämmt.
Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft
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Trotz der Deiche war das Land nicht vollständig vor Überflutungen sicher. Immer wieder kam es zu größeren und kleineren Deichbrüchen. Die dabei durch das einströmende Wasser hervorgerufenen tiefen Auskolkungen werden als Bracks bezeichnet. Eines der größten dieser Bracks ist das Borghorster Brack. Sein genaues Alter ist unbekannt. Auf einer Karte von 1771 ist das Brack bereits verzeichnet.
wassererfüllte Auskolkung durch Deichbruch im Uferbereich der Stromelbe
Regionalgeologische Zuordnung:
Landschaftsform des Elbtals
Stratigraphische Stellung (geologische Einheit):
historische Zeit bis Gegenwart
Petrographische Beschreibung:
Die Auskolkung hat im Zuge des jeweiligen Sturmflutgeschehens auch die holozänen Elbsande erfaßt. Deshalb besteht die Basisfläche der Kolke aus diesen holozänen Sanden.
Genese:
Das Brack ist - wie das benachbarte kleinere Riepenburger Brack - durch Auskolkung infolge eines Deichbruchs entstanden.
Aufschlussart:
historisch entstandene Landschaftsform
Größe des Objekts:
ca. 2 ha
Erreichbarkeit:
gut
Nutzung:
keine
Zustand des Objektes:
gut
Schutzstatus:
Teil des Naturschutzgebietes Zollenspieker; NSG seit 1988.
Bemerkungen/Kurzbeschreibung
Bracks sind durch Deichbrüche im Zuge von Sturmfluten entstandene tiefe Auskolkungen an den Rändern der Stromelbe.
Literatur
Köpke, A., Pump, K. & Sommer, B. (1999): Das Naturschutzgebiet Zollenspieker. – In: Köpke, A. & Thannheiser, D. (Hrsg.): Grüne Oasen in Hamburg. Ausgewählte Naturschutzgebiete Hamburgs (Teil 2): 75-79.