Klövensteen

Dünen am Klövensteen

20. August 2009

Gegen Ende der Weichseleiszeit sind aus den trockenliegenden Sandflächen des Elbe-Urstromtales bis auf die Altmoränenflächen am Nordrand des Elbe-Urstromtales Dünen aufgeweht, die bis in die jüngste Zeit äolisch umgelagert wurden. Zu den auf diese Weise entstandenen Dünengebieten gehören neben den etwa 10 km weiter westnordwestlich gelegenen Holmer Sandbergen auch die Dünen am Klövensteen.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft
Dünen im Klövensteen Ehlers

Die ursprüngliche Form der Dünen ist am Klövensteen relativ gut erhalten. Das Dünengebiet ist bewaldet; durch den dichten Unterwuchs ist es vor Ort schwer, einen Überblick über die Oberflächenformen zu gewinnen. Das angrenzende Schnaakenmoor ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Für das Dünengebiet besteht Landschaftsschutz.

Schnittbild
Dünen im Klövensteen, Profil Ehlers

Genetisch bildet das „Moor“ mit dem hufeisenförmigen Dünengebiet eine Einheit. Die Bezeichnung "Moor" ist irreführend; nur an wenigen Stellen tritt Torf auf, der maximal etwa 0,5 m mächtig ist. Das „Moor“ ist kein Geotop. Es ist als Deflationswanne entstanden. Im Untergrund steht Geschiebemergel an, der im Bereich des „Moores“ von geringmächtigen Sanden überlagert wird. Im Dünengürtel sind die Sande zu bis zu etwa 5 m hohen Dünen aufgeweht.

Lage

Karte

Daten und Fakten

Objekt-Nr.:

7

Ortsbezeichnung:

Klövensteen

Bundesland:

Hamburg

TK 25-Nr.:

2324 Pinneberg

Rechts- u. Hochwert:

R 35 502 - 35 512; H 59 406 - 59 418

Geländehöhe:

NN +13 bis +20 m

Geotoptyp:

Düne

Regionalgeologische
Zuordnung:

Rand der weichselzeitlichen Vereisung in Verbindung mit dem Elbe-Urstromtal

Stratigraphische Stellung
(geologische Einheit):

Spätweichsel bis Frühholozän

Petrographische
Beschreibung:

Feinsand

Genese:

Gegen Ende der Weichseleiszeit aus den trockenliegenden Sandflächen des Elbe-Urstromtales bis auf die Höhen der Geest aufgewehte Dünen, die bis in die jüngste Zeit äolisch umgelagert wurden.

Aufschlussart:

bewachsene Dünen

Größe des Objekts:

49 ha

Erreichbarkeit:

gut ausgebautes Wegesystem

Nutzung:

überwiegend Staatsforst, von Reit- und Wanderwegen durchzogen.

Zustand des
Objektes:

Die Form der Dünen ist relativ gut erhalten. Das Dünengebiet ist bewaldet; durch den dichten Unterwuchs ist es vor Ort schwer, einen Überblick über die Oberflächenformen zu gewinnen.

Schutzstatus:

Für das Dünengebiet besteht Landschaftsschutz.

Bemerkungen/Kurzbeschreibung

Das hufeisenförmige Dünengebiet umschließt das benachbarte Schnakenmoor sichelförmig. Es ist als Deflationswanne entstanden. Im Untergrund steht Geschiebemergel an, der im Bereich des Schnakenmoores von geringmächtigen Sanden überlagert wird. Im Dünengürtel sind die Sande zu bis zu etwa 5 m hohen Dünen aufgeweht.

Literatur

  • Kieser, A. (1999): Das Naturschutzgebiet Schnakenmoor. – In: Köpke, A. & Thannheiser, D. (Hrsg.): Grüne Oasen in Hamburg. Ausgewählte Naturschutzgebiete Hamburgs (Teil 2): 139-155.

Autor: Dr. J. Ehlers

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