Bemerkungen/Kurzbeschreibung
Während die östlich anschließenden Täler in Neugraben und Hausbruch jeweils durch Besiedlung und Straßen (Falkenbergsweg, Ehestorfer Heuweg) stark verändert worden sind, ist die Oberflächengestalt des Fischbeker Trockentales und seiner Seitentäler annähernd in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Auf Grund der sich ausbreitenden Bewaldung ist im Gelände allerdings nur noch schwer ein Überblick zu gewinnen. Während die Hochfläche um den Segelflugplatz einigermaßen baumfrei gehalten ist, ist das angrenzende Trockental weitgehend durch Kiefern bewachsen.
Am Rande des Fischbektales ist früher Sand und Kies abgebaut worden. Eine der Gruben ist im Gelände noch gut erkennbar; die unbewachsenen Steilhänge bieten Einblick in den Aufbau des Untergrundes, der hier ausschließlich aus kiesigem Sand besteht. Sie sind in der Saale-Eiszeit aufgeschüttet worden, als das Elbtal vom Eis blockiert war, so daß die Entwässerung des Eisrandes über die Weser erfolgen mußte. Gewöhnlich fließt in diesen Trockentälern kein Wasser. Bei extremen Starkniederschlägen kann es jedoch auf unbewachsenen Hängen zu Abspülung kommen (vgl. Ehlers, 1978).
Lage
Daten und Fakten
Literatur
- Ehlers, J. (1978): Die quartäre Morphogenese der Harburger Berge und ihrer Umgebung. - Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Hamburg 68: 181 S.
- Ehlers, J. (1987): Geologische Karte von Hamburg 1:25.000, Erläuterungen zu Blatt Nr. 2525 Harburg. - Hamburg: Geologisches Landesamt. 120 S.
- Ehlers, J. (1990): Untersuchungen zur Morphodynamik der Vereisungen Norddeutschlands unter Berücksichtigung benachbarter Gebiete. - Bremer Beiträge zur Geographie und Raumplanung 19: 166 S.
- Köpke, A., Möller, I., Pump, K., Seeger, K. & Thannheiser, D. (1996): Das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide. – In: Köpke, A., Möller, I., Pump, K., Seeger, K. & Thannheiser, D. (Hrsg.): Grüne Oasen in Hamburg. Ausgewählte Naturschutzgebiete Hamburgs (Teil 1): 49-62.
Autor: Dr. J. Ehlers