Hohenwisch

Flutbrack Hohenwisch

02. September 2003

Zahlreiche Bracks in der Elbmarsch zeugen von früheren Deichbrüchen. Das jüngste dieser Bracks ist das Flutbrack in Hohenwisch.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft
Flutbrack Hohenwisch, Winterlandschaft
Ehlers

Bemerkungen/Kurzbeschreibung

Die besondere Bedeutung dieses Bracks liegt darin, daß seine Entstehung und seine ursprüngliche Form genau dokumentiert worden sind. Das Brack ist in der Sturmflut am 17. Februar 1962 entstanden. Der Deich wurde auf einer Breite von 80 m zerstört. Der Untergrund besteht aus Sand, der von etwa 3 m Torf und Klei überlagert wird. Das Ausmaß der Zerstörung wurde im März 1962 durch eine Arbeitsgruppe des Instituts für Geographie der Universität Hamburg kartiert. Durch den Deichbruch war ein 10,7 m tiefer Kolk entstanden, aus dem insgesamt 26.900 m³ Bodenmaterial erodiert worden waren. Der größte Teil des Sediments wurde in einem 800 m langen und 400 m breiten Schwemmfächer abgelagert. Große Torfbrocken waren noch hundert Meter über den Rand des Schwemmfächers hinaus verfrachtet worden.

Grafik Flutbrack Hohenwisch
Ehlers

Lage

Karte

Daten und Fakten

Objekt-Nr.:

10

Ortsbezeichnung:

Hohenwisch

Bundesland:

Hamburg

TK 25-Nr.:

2525 Harburg

Rechts- u. Hochwert:

R 35 583, H 59 304

Geländehöhe:

NN + 2 m

Geotoptyp:

wassererfüllte Auskolkung durch Deichbruch im Uferbereich der Süderelbe

Regionalgeologische
Zuordnung:

Landschaftsform des Elbtals

Stratigraphische Stellung
(geologische Einheit):

Gegenwart

Petrographische
Beschreibung:

Die Auskolkung hat im Zuge des jeweiligen Sturmflutgeschehens auch die holozänen Elbsande erfaßt. Deshalb besteht die Basisfläche der Kolke aus diesen holozänen Sanden.

Genese:

Das Brack ist in der Sturmflut am 17. Februar 1962 entstanden. Der Deich wurde auf einer Breite von 80 m zerstört. Es entstand ein 10,7 m tiefer Kolk, aus dem insgesamt 26.900 Kubikmeter Bodenmaterial erodiert wurden. Der größte Teil des Sediments wurde in einem 800 m langen und 400 m breiten Schwemmfächer akkumuliert.

Aufschlussart:

historisch entstandene Landschaftsform

Größe des Objekts:

0,7 ha

Erreichbarkeit:

Das Brack liegt direkt an der Straße.

Nutzung:

Park

Zustand des
Objektes:

gut

Schutzstatus:

keiner

Literatur

  • Kolb, A., 1962: Sturmflut 17. Februar 1962 - Morphologie der Deich- und Flurbeschädigungen zwischen Moorburg und Cranz. - Hamburger Geographische Studien 16.
  • Röper, C., 1988: Bilder und Nachrichten aus dem Alten Land und seiner Umgebung, Band 3. Jork.

Autor: Dr. J. Ehlers

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