Hummelsbüttel

Hüsermoor

06. Oktober 2009

Das Hüsermoor ist eine kleine, vermoorte Senke auf einer Sanderfläche der Saale-Eiszeit. Die abflusslose Hohlform dürfte durch Sackung über Toteis entstanden sein. Das Moor liegt im Quellbereich der Susebek.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft

Benachbarte geschlossene Hohlformen wie das Ohlkuhlenmoor (r 35 698, h 59 491) das Wildemoor (r 35 686, h 59 489) oder das Raakmoor (r 35 686, h 59 483) dürften auf ähnliche Weise entstanden sein. Derartige von Toteislöchern übersäte Sanderflächen werden in der englischsprachigen Literatur als „pitted outwash plain“ bezeichnet.

Bemerkungen/Kurzbeschreibung

Die vergleichsweise verwaschenen Oberflächenformen sind darauf zurückzuführen, dass es sich um Bildungen der Saale-Eiszeit handelt, die in der letzten Eiszeit unter dem Einfluß des Periglazialklimas stark eingeebnet worden sind.

Lage

Karte

Daten und Fakten

Objekt-Nr.:

13

Ortsbezeichnung:

Hummelsbüttel

Bundesland:

Hamburg

TK 25-Nr.:

2326 Fuhlsbüttel

Rechts- u. Hochwert:

R 35 693, H 59 486

Geländehöhe:

NN + 25,5 m

Geotoptyp:

Toteisloch

Regionalgeologische
Zuordnung:

Sanderfläche der Saale-Eiszeit

Stratigraphische Stellung
(geologische Einheit):

Saale-Eiszeit

Petrographische
Beschreibung:

Mudde, Torf

Genese:

Sackung von Bodenschichten über tauendem Toteis

Aufschlussart:

glazial geprägte Geländeform

Größe des Objekts:

ca. 0,7 ha

Erreichbarkeit:

Das Hüsermoor ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Nutzung:

keine

Zustand des
Objektes:

gut

Schutzstatus:

Seit 2008 Teil des Naturschutzgebiets Hummelsbütteler Moore

Literatur

keine

Autor: Dr. J. Ehlers

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