Neuengamme / Ost-Krauel

Kiebitzbrack

07. Oktober 2009

Das Naturschutzgebiet Kiebitzbrack umfasst eine Gruppe von Bracks, die vermutlich zwischen Ende des 16. Jahrhunderts und Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden sind.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft
Kiebitzbrack see
Ehlers

Bemerkungen/Kurzbeschreibung

Bracks (wahrscheinlich abgeleitet von „brechen“) sind Auskolkungen durch rasch fließendes Wasser, die im Zuge von Deichbrüchen entstanden sind.

Kiebitzbrack Grafik
Kiebitzbrack Ehlers

Kiebitz- und Rundbrack weisen Wassertiefen bis zu 8 m auf; das Langenbrack ist bis zu 5 m tief; die restlichen Wasserflächen des Naturschutzgebietes weisen Tiefen zwischen 1,5 und 2 m auf.

Lage

Karte

Daten und Fakten

Objekt-Nr.:

14

Ortsbezeichnung:

Neuengamme/Ost-Krauel

Bundesland:

Hamburg

TK 25-Nr.:

2527 Bergedorf

Rechts- u. Hochwert:

R 35 822 - 35 828, H 59 198 - 59 205

Geländehöhe:

NN + 1,9 bis 3,1 m

Geotoptyp:

wassererfüllte Auskolkung durch Deichbruch im Uferbereich der Stromelbe

Regionalgeologische
Zuordnung:

Landschaftsform des Elbtals

Stratigraphische Stellung
(geologische Einheit):

historische Zeit bis Gegenwart

Petrographische
Beschreibung:

Die Auskolkung hat im Zuge des jeweiligen Sturmflutgeschehens auch die holozänen Elbsande erfaßt. Deshalb besteht die Basisfläche der Kolke aus diesen holozänen Sanden.

Genese:

Das Kiebitzbrack ist durch Auskolkung infolge eines Deichbruchs entstanden.

Aufschlussart:

historisch entstandene Landschaftsform

Größe des Objekts:

ca. 32 ha

Erreichbarkeit:

gut

Nutzung:

-

Zustand des
Objektes:

gut

Schutzstatus:

Naturschutzgebiet (seit 1985)

Literatur

  • Köpke, A., Pump, K. & Sommer, B. (1999): Das Naturschutzgebiet „Kiebitzbrack“. – In: Köpke, A. & Thannheiser, D. (Hrsg.): Grüne Oasen in Hamburg. Ausgewählte Naturschutzgebiete Hamburgs (Teil 2): 81-84.

Autor: Dr. J. Ehlers

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