Wohldorf

Wohldorfer Wald

02. September 2003

Nur an wenigen Stellen hat die Weichsel-Vereisung innerhalb Hamburgs deutlich ausgeprägte Endmoränen hinterlassen. Die Höhen des Wohldorfer Waldes sind eine der wenigen Ausnahmen. Sie sind vermutlich durch Gletscherstauchung entstanden.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft

Der Wohldorfer Wald ist Teil eines großen Endmoränenzuges, der sich über den Schübarg und den Bredenberg bis nach Groß-Hansdorf verfolgen lässt, und der sich in der Gegenrichtung über Tangstedt nach Nordwesten fortsetzt.

Dieser Endmoränenzug markiert nicht die äußerste Eisrandlage der Weichsel-Vereisung, sondern ein Rückzugsstadium, etwa 5 km von der Maximalposition entfernt. Geschlossene Hohlformen zeigen an, dass vermutlich bei der Gletscherstauchung auch größere Mengen Toteis mit erfasst worden sind. Als dieses schließlich auftaute, blieben wassergefüllte Senken zurück. Die Verlandungsablagerungen dieser Tümpel sind im Profilschnitt deutlich zu erkennen.

Lage

Karte

Daten und Fakten

Objekt-Nr.:

30

Ortsbezeichnung:

Wohldorf

Bundesland:

Hamburg

TK 25-Nr.:

2326 Fuhlsbüttel

Rechts- u. Hochwert:

R 35 741 - 35 768, H ...

Geländehöhe:

NN + 20 bis 32 m

Geotoptyp:

Endmoräne der Weichsel-Eiszeit

Regionalgeologische
Zuordnung:

Eisrandbildungen der Weichsel-Eiszeit

Stratigraphische Stellung
(geologische Einheit):

Quartär

Petrographische
Beschreibung:

Sand und Geschiebelehm/-mergel, in den Senken zum Teil auch Schluff und Mudde

Genese:

Endmoräne; an der Stirn eines vorrückenden Gletschers oder Inlandeises wallartig aufgeschobene Schichten (Stauchendmoräne)

Objektklasse:

Oberflächenform

Größe des Objekts:

346 ha

Erreichbarkeit:

gut

Nutzung:

Wald

Zustand des
Objektes:

gut

Schutzstatus:

der östliche Teil (135 ha) ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen; der Rest steht unter Landschaftsschutz

Bemerkungen/Kurzbeschreibung

Die Höhen des Wohldorfer Waldes sind Endmoränen, die vermutlich durch Gletscherstauchung vor dem Eisrand der Weichsel-Vereisung entstanden sind. Die Endmoräne ist Teil eines großen Endmoränenzuges, der sich von Groß-Hansdorf über den Bredenberg und den Schübarg bis nach Wohldorf verfolgen läßt, und der sich über Tangstedt nach Nordwesten fortsetzt. Dieser Endmoränenzug markiert nicht die äußerste Eisrandlage der Weichsel-Vereisung, sondern ein Rückzugsstadium.

Literatur

  • Möller, I. (1999): Das Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald. – In: Köpke, A. & Thannheiser, D. (Hrsg.): Grüne Oasen in Hamburg. Ausgewählte Naturschutzgebiete Hamburgs (Teil 2): 13-21.

Autor: Dr. J. Ehlers

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