Bürgersolaranlage

Die Energiewende selbst in die Hand nehmen

Sie möchten die Energiewende aktiv voranbringen? Dann können Sie sich an einer Bürgersolaranlage beteiligen. Das geht auch mit kleineren Beträgen.

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Viele Menschen formen mit ihren Handflächen einen Kreis. Im Hintergrund scheint die Sonne.
Gemeinsam die Energiewende voranbringen und das Klima schützen. Colourbox.de / Peopleimages.com

Auch wenn Sie kein eigenes Haus oder keine eigene Wohnung besitzen, können Sie sich an der Energiewende beteiligen. Bürgersolaranlagen betreiben mehrere Privatpersonen gemeinsam. Das geht schon mit überschaubaren Beträgen. Sie teilen sich die Investitionskosten und die Gewinne aus dem verkauften Strom. Mit welchem Betrag Sie sich an einer Bürgersolaranlage beteiligen, kommt auf das Projekt an. Üblich sind Beträge ab 500 Euro. Es gibt aber auch Projekte, bei denen Sie sich bereits mit 50 Euro beteiligen können.

Grundsätzlich kommen verschiedene Flächen für eine Bürgersolaranlage infrage. Eine Möglichkeit bietet natürlich die Dachfläche Ihres Wohnhauses, wenn Ihre Vermieterin oder Ihr Vermieter einverstanden ist. Auch Freiflächenanlagen oder Anlagen auf Gewerbehallen sind denkbar.

Eine klimafreundlichere Zukunft mitgestalten

Wenn Sie sich an einer Bürgersolaranlage beteiligen, unterstützen Sie die Produktion von sauberer Energie und bringen so den Klimaschutz aktiv mit voran. Die ortsnahe Erzeugung und Nutzung der Energie macht Sie unabhängiger von den Entwicklungen der Strompreise. Gemeinsam mit den anderen Beteiligten übernehmen Sie außerdem eine Vorbildfunktion. Ihre PV-Anlage kann andere dazu motivieren, ebenfalls eine Bürgersolaranlage zu starten. Auch wenn Sie eine nachhaltige Geldanlage suchen, kann die Investition in eine Bürgersolaranlage das Richtige für Sie sein.

So können Sie sich beteiligen

Es gibt viele Wege, wie Sie sich an einer Bürgersolaranlage beteiligen können. Wenn Sie sich einer bestehenden Anlage oder einem bereits geplanten Projekt anschließen möchten, können Sie sich bei Energiegenossenschaften oder Bürgerinitiativen informieren. Überlegen Sie vorab am besten, in welcher Form sie sich beteiligen möchten: Möchten Sie Anteile einer Anlage kaufen? Oder möchten Sie gemeinsam mit anderen in einer Genossenschaft die Energiewende vorantreiben? Prüfen Sie die Verträge, insbesondere bei Projekten, die Sie nicht mitinitiieren. Eine Beratung lohnt sich – insbesondere um die mit der Geldanlage verbundenen Risiken zu klären.

Mit Ihrem investierten Geld besitzen Sie einen Teil der Photovoltaikanlage oder einen Anteil an der Gesellschaft, die die Photovoltaikanlage besitzt. Damit sichern Sie sich einen Teil der Erträge, die die Anlage voraussichtlich erwirtschaften wird.

Welche Rechtsform eignet sich für eine Bürgersolaranlage?

Grundsätzlich sind unterschiedliche Rechtsformen möglich, in denen Bürgersolaranlagen organisiert werden können. Dazu zählen beispielsweise eine GmbH, eine GmbH & Co. KG oder eine GbR. Viele Bürgersolaranlagen werden von eingetragenen Vereinen (e.V.) oder Genossenschaften organisiert. Hier geht es meistens darum, sich mit anderen zusammenzuschließen, gemeinsam die Energiewende voranzubringen und gleichzeitig sinnvoll Geld zu investieren. Welche Rechtsform Sie wählen, beeinflusst auch die Risiken, die Sie als Investor:in tragen. Informieren Sie sich vorab, welche Risiken das Investment mit sich bringt.