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FAQs
Sie haben Fragen zur kommunalen Wärmeplanung oder unserem veröffentlichten Kartenmaterial? Hier finden Sie eine Übersicht mit häufig gestellten Fragen.
Eignungsprüfung
Die Eignungsprüfung steht am Anfang einer Wärmeplanungserstellung und soll Gebiete identifizieren, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für eine Versorgung durch ein Wärmenetz oder Wasserstoffnetz eignen. Gebäude in diesen Gebieten werden auch künftig voraussichtlich durch eigene Heizungsanlagen versorgt werden müssen. Die Eignungsprüfung bildet die Grundlage für die weiteren Untersuchungen im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung.
Die Eignungsprüfung basiert grundsätzlich auf den im Wärmeplanungsgesetz vorgegebenen Prüfkriterien.
Ob sich ein Gebiet mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für die Versorgung durch ein Wärmenetz eignet, wurde anhand der folgenden drei Kriterien bestimmt:
- Im vorliegenden Gebiet besteht derzeit kein Wärmenetz.
- Nach derzeitigem Planungsstand gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass örtlich nutzbare Potenziale für Wärme aus Erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme vorliegen.
- Aufgrund der Siedlungsstruktur und des daraus zu erwartenden Wärmebedarfs ist nicht davon auszugehen, dass eine Versorgung über ein Wärmenetz wirtschaftlich wäre.
Sind alle drei Prüfkriterien erfüllt, kann zum jetzigen Planungsstand davon ausgegangen werden, dass die zukünftige Versorgung des Gebiets durch ein Wärmenetz nicht wirtschaftlich sein wird.
Für die Prüfung der Wasserstoffnetzeignung war die Prämisse handlungsleitend, dass Wasserstoff in der Gebäudewärmeversorgung kaum eine Rolle spielen wird. Für die Dekarbonisierung der Industrie und Energiewirtschaft wird Wasserstoff hingegen eine wesentlich bedeutendere Rolle spielen.
Nach Wärmeplanungsgesetz wurde geprüft, ob sich ein Gebiet mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für die Versorgung durch ein Wasserstoffnetz eignet. Dies ist der Fall, wenn eine der folgenden drei Möglichkeiten zutrifft:
- Im jeweiligen Gebiet besteht derzeit kein Gasnetz und es liegen keine konkreten Anhaltspunkte für eine dezentrale Versorgung, Erzeugung, Speicherung und Nutzung durch ein Wasserstoffnetz vor.
- Im jeweiligen Gebiet besteht derzeit kein Gasnetz und die Versorgung eines künftigen Wasserstoffverteilnetzes über die darüberliegende Netzebene erscheint nicht sichergestellt.
- Im jeweiligen Gebiet besteht ein Gasnetz, allerdings ist aufgrund der räumlichen Lage, der Abnehmerstruktur und voraussichtlichen Wärmebedarfs nicht davon auszugehen, dass die künftige Versorgung über ein Wasserstoffnetz wirtschaftlich wäre.
Aufgrund der Tatsache, dass in Hamburg nahezu flächendeckend ein Gasnetz vorliegt und Hamburg an das bundesweite Wasserstoffkernnetz angeschlossen wird, sind die ersten beiden Prüfpunkte entbehrlich. Für die Eignungsprüfung wurden Gebiete mit potenziell hoher Wasserstoffnachfrage durch Industrie und Energiewirtschaft und potenziell geringen Netztransformationskosten für die Umrüstung der Gasnetze auf Wasserstoff identifiziert. Sowohl die Wasserstoffnachfrage als auch die Netztransformationskosten lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur grob abschätzen. Deshalb wurden das Hamburger Wasserstoffkernnetz sowie angrenzende und weitere Gas-Hauptversorgungsstränge, an denen zukünftig potenzielle Wasserstoffgroßabnehmer insbesondere aus Industrie und Energiewirtschaft angeschlossen werden könnten, für diese Analyse herangezogen. Unter der Annahme, dass in allen Gebieten außerhalb dieser Stränge ein wirtschaftlicher Betrieb nicht absehbar ist, eignen sich diese Gebiete mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für die Versorgung durch ein Wasserstoffnetz.
Die Karte zeigt Gebiete für die Dezentrale Wärmeversorgung, Bestehende Wärmenetzversorgung und Gebiete für die Fortlaufende Untersuchung im Rahmen der Wärmeplanung.
In Gebieten mit dezentraler Wärmeversorgung wird voraussichtlich auch künftig jedes Gebäude selbst dezentral mit Wärme versorgt werden müssen. Eine leitungsgebundene Wärmeversorgung über ein Wärmenetz oder ein Wasserstoffnetz ist sehr wahrscheinlich nicht wirtschaftlich.
In Gebieten mit bestehender Wärmenetzversorgung wird bereits mindestens ein Gebäude über ein bestehendes Wärmenetz versorgt. Eine dezentrale Versorgung, zum Beispiel über eine Wärmepumpe, ist in solchen Gebieten jedoch nicht ausgeschlossen.
Für die übrigen Gebiete liegen aktuell noch keine finalen Ergebnisse vor. Sie sind Teil der fortlaufenden Untersuchungen im Rahmen der Wärmeplanung.
Erste Zwischenergebnisse wurden mit der Wärmenetzeignungskarte sowie Wärmepumpenpotenzialkarte bereits veröffentlicht, sie liefern zusätzliche Orientierung und haben weiterhin Bestand.
Eine Gebietseinheit stellt die kleinste Ebene dar, auf der Daten im Rahmen der Wärmeplanung veröffentlicht werden. In einer Gebietseinheit befinden sich mindestens fünf Gebäude, die örtlich zusammenhängen und eine ähnliche Größe und Nutzung aufweisen. Die Zusammenführung der Ergebnisse auf der Ebene der Gebietseinheiten erfolgt, um Datenschutzvorgaben zu erfüllen und damit Rückschlüsse auf Einzelpersonen beziehungsweise einzelne Haushalte zu verhindern.
Nein, es werden im Rahmen der Wärmeplanung auch Umsetzungsmaßnahmen entwickelt, um die Gebäudeeigentümer:innen und Unternehmen bei der Umstellung auf eine erneuerbare dezentrale Wärmeversorgung zu unterstützen. Zudem werden wahrscheinlich noch weitere dezentrale Gebiete hinzukommen.
Nein, diese Gebiete werden fortlaufend untersucht. Allerdings ist die Einstufung als „Wärmenetzversorgungsgebiet" mit Abschluss der Untersuchung im Wärmeplan wahrscheinlich. Zudem werden für diese Gebiete auch Umsetzungsmaßnahmen entwickelt. Eine dezentrale Versorgung, zum Beispiel über eine Wärmepumpe, ist in diesen Gebieten nicht ausgeschlossen.
Die bereits veröffentlichten Ergebnisse der Wärmepumpenpotenzialanalyse zeigen, dass in Gebieten mit dezentraler Wärmeversorgung ein hohes Potenzial für Wärmepumpen besteht. Auf der Internetseite der Stadt Hamburg zum Thema Wärmepumpen steht Ihnen eine Vielzahl an Unterstützungsangeboten zur Verfügung.
Welche Optionen Sie darüber hinaus haben, erfahren Sie auf unserer Internetseite zu den möglichen Heizungssystemen.
Lassen Sie sich dazu auch gerne beraten. Die Hamburger Energielotsen helfen Ihnen mit einer kostenlosen Erstberatung.