Für welche Gebäude kauft die Hamburger Umwelt- und Energiebehörde Erdgas und Strom ein?
Die Behörde organisiert die Lieferung von Erdgas und Strom für den Bereich der Kernverwaltung, also für Behörden und Bezirksämter, sowie für Hochschulen, Schulen, Polizei- und Feuerwachen und für Landesbetriebe.
Warum wird der Einkauf zentral organisiert?
Die Behörde bündelt das notwendige fachliche Spezialwissen. So kann sie alle vertraglichen Details umfassend, nach einheitlichen Standards und „auf Augenhöhe“ mit den jeweiligen Versorgungsunternehmen vorgeben bzw. festlegen.
Wie organisiert die Behörde die Stromversorgung der öffentlichen Gebäude Hamburgs?
Als öffentlicher Auftraggeber hat die Freie und Hansestadt Hamburg bei der Durchführung des Energieeinkaufs der dem Wettbewerb unterworfenen Energieträger das Vergaberecht zu beachten. Die Lieferung von Strom wird daher für den Bereich der Kernverwaltung (Behörden und Bezirksämter), der Hochschulen und der Landesbetriebe zentral von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) in Zusammenarbeit mit der Finanzbehörde europaweit ausgeschrieben. Dabei gilt die Bedingung: Geliefert wird 100 Prozent Ökostrom.
Wird Gas nach demselben Prinzip eingekauft?
Die Versorgung der öffentlichen Gebäude Hamburgs mit Erdgas wird ebenfalls in regelmäßigen Abständen europaweit ausgeschrieben. Als klimapolitisches Zeichen ersetzt die BUKEA beim Einkauf einen kleinen Teil des Erdgasbedarfes der öffentlichen Gebäude der Stadt durch Biomethan.
Wer liefert Fernwärme für die öffentlichen Gebäude?
Die stadteigene Hamburger Energiewerke GmbH (HEnW) ist der größte Wärmeversorger der Stadt und versorgt einer Großteil der öffentlichen Gebäude der Stadt mit Fernwärme. Daneben gibt es mit HanseWerk Natur, Innogy, Getec, enercity, E.ON Energy Solutions, BEW Energy Solutions und Vattenfall Energy Solutions mehrere kleine sogenannte Inselversorger, die lediglich für kleine Stadtgebiete verantwortlich sind.
Ist die Fernwärme ökologisch?
Ein mit Fernwärme beheiztes Gebäude emittiert deutlich weniger CO2 als ein konventionell mit Erdgas beheiztes Gebäude. In den kommenden Jahren sollen vermehrt erneuerbare Energien und industrielle Abwärme eingesetzt werden. Das senkt die CO2-Emissionen der Fernwärme noch einmal deutlich.