Was ist die Aufgabe?
Der diesjährige Wettbewerb richtet den Blick auf die äußere Stadt Hamburgs – konkret auf die rund 220 Hektar große Schnelsener Feldmark im Bezirk Eimsbüttel. Der Raum steht exemplarisch für landwirtschaftlich geprägte Räume, die durch ihre unmittelbare Nähe zur bebauten Stadt hohe Potentiale für die Transformation in neue Parklandschaften haben. Diese Räume sollen für zukunftsweisende, landwirtschaftliche Nutzungen und als biodiverse Lebensräume erlebbar gemacht werden und einen neuen und produktiven Typus von Park hervorbringen. Es ist eine Herausforderung, diese Freiflächen mit der Überlagerung von Erholungsnutzungen, Biodiversität und Landwirtschaft in wachsenden Städten in den Blick zu nehmen. Gesucht werden mutige und zukunftsweisende Konzepte, die zeigen, wie aus einem landwirtschaftlich geprägten Raum ein vielschichtiger, lebendiger „Feldpark“ entstehen kann, der sich in das bestehende Stadtgefüge integriert. Wie lässt sich die Eigenart der Kulturlandschaft bewahren? Wie lässt sich eine ökologisch sensible Freiraumentwicklung und Landschaftsästhetik mit neuen Formen von Erholungsangeboten und urbaner Landwirtschaft zusammendenken?
Die Studierenden sind aufgerufen, eine innovative Neuprogrammierung des Raums zu entwerfen, die das Potenzial des Ortes stärkt und als Modell für andere Landschaftsräume der äußeren Stadt dienen kann. Von den Teilnehmenden wird in der ersten Phase erwartet, ein ganzheitliches, strategisch-räumliches Konzept für einen neuen Parktypus zu entwickeln und dieses anhand von Vertiefungsräumen auszuarbeiten. In der zweiten Phase rücken dann die Konkretisierung der Ideen und die Umsetzungsperspektiven in den Fokus. Gemeinsam mit den Expert:innen vor Ort sollen realistische Zukunftsbilder für den Schnelsener Feldpark entstehen – zwischen Acker, Artenvielfalt und Alltag.
Wer kann teilnehmen?
Der Otto Linne Preis ist ein internationaler Ideenpreis zur urbanen Freiraumplanung und richtet sich insbesondere an Studierende und junge Absolvent:innen der Fachrichtung Landschaftsarchitektur. Andere Fakultäten sind zugelassen, wenn an der Hochschule ein Lehrstuhl Landschaftsarchitektur/ Landschaftsplanung/ Freiraumplanung eingerichtet ist. Ein Nachweis über die Betreuung durch eine:n Professor:in ist erforderlich. Interdisziplinäre Teams sind ausdrücklich gewünscht – etwa mit architektonischen, soziologischen, ökologischen oder künstlerischen Perspektiven. Der Abschluss der Absolvent:innen darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen. Die Wettbewerbsaufgabe eignet sich als Semesterarbeit oder Studienprojekt. Für die Teilnahme ist eine kostenlose Registrierung notwendig.
Welche Leistungen werden erwartet?
Die Arbeiten sind auf zwei DIN A0-Hochformat-Plakaten zusammenfassend darzustellen. Wir freuen uns darüber hinaus über andere Darstellungsformen, wie z.B. Modelle, Comic, von Storyboard über Zeitung und Film bis zur Kunstinstallation. Wichtig ist ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen Inhalt und Form: Das gewählte Medium sollte die Idee inhaltlich unterstützen. Die Arbeiten müssen im Rahmen der Jurysitzung präsentierbar und bewertbar sein.
Preise
Preisgeld plus Reisekostenzuschüsse nach Hamburg für Sommerwerkstatt und Preisverleihung.
1. Preis: 5.000 Euro
2. Preis: 3.000 Euro
3. Preis: 2.000 Euro
Zwei Ankäufe: 2.000 Euro