Der Hamburger Preis für Grüne Bauten würdigt Bauprojekte, die zeigen, wie Architektur, Begrünung und Klimaanpassung in Hamburg erfolgreich zusammenspielen. Ausgezeichnet werden beispielhafte Gebäude mit begrünten Dächern und Fassaden, die einen Beitrag zu einem besseren Stadtklima, mehr Biodiversität und hoher Aufenthaltsqualität leisten.
Hamburger Preis für Grüne Bauten
Einordnung
Der Hamburger Preis für Grüne Bauten ist ein Wettbewerb, mit dem herausragende Begrünungsprojekte an Gebäuden in Hamburg und den angrenzenden Landkreisen gewürdigt werden. Er wird von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) ausgelobt und richtet sich an private, gewerbliche und öffentliche Bauprojekte mit begrünten Dächern, Fassaden oder auch Innenraumbegrünungen. Der Preis wurde erstmals 2017 vergeben und wird seither in unregelmäßigen Abständen wieder ausgeschrieben – zuletzt 2022 und erneut in 2025. Eine fachkundige Jury bewertet die eingereichten Projekte anhand ihrer gestalterischen Qualität, ökologischen Leistungen und des Nutzens für Stadtklima und Bewohnende. Die ausgezeichneten Beispiele werden anschließend öffentlich in Ausstellungen an verschiedenen Orten in der Stadt präsentiert. Der Preis verfolgt das Ziel, Best-Practice-Beispiele sichtbarer zu machen und zur weiteren Verbreitung von Gebäudebegrünungen zu motivieren. Begrünte Dächer und Fassaden tragen nicht nur zur Verbesserung des Stadtklimas bei, sondern schaffen auch Lebensräume für Pflanzen und Tiere, erhöhen die Aufenthaltsqualität und unterstützen die städtische Klimaanpassungsstrategie.
Hamburger Preis für Grüne Bauten 2025
Der Hamburger Preis für Grüne Bauten fand 2025 zum dritten Mal statt – als wichtiges Schaufenster für Klimaschutz und -anpassung in der Architektur und der Begrünung in Hamburg und den angrenzenden Landkreisen. Insgesamt wurden 39 Projekte eingereicht, die sich in vielfältiger Art und Weise mit begrünten Dächern, Fassaden und Innenraumbegrünungen beschäftigten und dabei ökologische, gestalterische und soziale Mehrwerte für Stadtklima und Lebensqualität schaffen. Die feierliche Preisverleihung und Ausstellungseröffnung fand am 14. Oktober 2025 mit Umweltsenatorin Katharina Fegebank im ArchitekturSalon Hamburg statt. Erster Preisträger war der Erweiterungsbau des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) auf dem DESY Campus in der Science City Hamburg-Bahrenfeld: Sein rund 2.400 m² großer Dachgarten verbindet Forschung und Natur und schafft ein lebendiges Ökosystem, das nicht nur zur Kühlung des Gebäudes beiträgt, sondern auch Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten bietet sowie eine hohe Aufenthaltsqualität für die Mitarbeitenden des DESY Campus bietet. Den zweiten Platz belegte der Neubau der Wohnanlage Trenknerhöfe in Hamburg-Altona, der mit seiner vielfältigen Begrünung und einem durchdachten Umgang mit Regenwasser überzeugte. Das gesammelte Wasser speist einen Teich auf einer Tiefgarage. Beim dritten Platz gab es in diesem Jahr gleich zwei Auszeichnungen: für die Begrünung der Villa Viva und für die neue Mensa der Schule auf der Veddel, die durch naturnahe Gestaltung und zusätzliche Erlebnisflächen im urbanen Kontext punkteten. Neben den Preisträgerprojekten wurden sieben weitere Projekte ausgezeichnet, darunter der Grüne Bunker St. Pauli, die U-Bahnstation Kiwittsmoor und die Kita Baakenhafen, was die Bandbreite des Wettbewerbs eindrucksvoll widerspiegelt. Hervorzuheben ist für den Preis in 2025 die hohe Anzahl an Projekteinreichungen und die Vielfalt der realisierten Begrünungsansätze und deren praktischer Bezug zur täglichen Nutzung und zum urbanen Umfeld. Die Preisträger- und ausgezeichneten Projekte verdeutlichen, wie grüne Architektur städtisches Leben, Stadtklima und Biodiversität bereichert – vom Schulhof bis zum Forschungscampus. Zusätzlich wurden die Projekte im Rahmen einer öffentlich zugänglichen Ausstellung im ArchitekturSalon Hamburg präsentiert, die das Thema für ein breites Publikum erlebbar machte. Vom 07. April bis zum 04. Mai 2026 können Sie im Rathaus die aktuelle Ausstellung zum Hamburger Preis für Grüne Bauten 2025 besichten. Einige Einblicke erhalten Sie außerdem in der folgenden Galerie:
Der Hamburger Preis für Grüne Bauten 2025 zeigte eindrucksvoll: Begrünte Dächer und Fassaden sind mehr als gestalterische Elemente – sie sind aktive Beiträge zu einer klimaresilienten und lebenswerten Stadt. Vertiefte Einblicke erhalten Sie in der Dokumentation.
Hamburger Preis für Grüne Bauten 2022
Im Jahr 2022 wurde der Hamburger Preis für Grüne Bauten zum zweiten Mal ausgelobt – als Anerkennung für besonders gelungene Gebäudebegrünungsprojekte im Hamburger Stadtgebiet und den angrenzenden Kreisen. Der Wettbewerb ist ein zentrales Element der Hamburger Gründachstrategie und der Hamburger Strategie für Grüne Fassaden und informiert die gesamte Stadtgesellschaft über hochwertige, funktionale und stadtklimatisch wirksame Begrünungen. Insgesamt wurden 24 Projekte eingereicht und die Beiträge zeigten eine hohe Bandbreite an Dach- und Fassadenbegrünungen – von gemeinschaftlich genutzten Dachlandschaften über großflächige Gewerbegründächer bis hin zu kreativen Nutzungskonzepten auf Bestandsbauten. Die Preisverleihung fand im September 2022 im Rahmen der Ausstellung EINFACH GRÜN – Greening the City des deutschen Architekturmuseums im ArchitekturSalon Hamburg statt. Die Ausstellung präsentierte nicht nur die prämierten Projekte, sondern setzte sie in den Kontext internationaler und nationaler Beispiele der Gebäudebegrünung.
Zu den Gewinnerprojekten gehörten unter anderem:
- Dachgarten Frieda in Hamburg-Ottensen – eine gemeinschaftlich genutzte Dachlandschaft auf einem ehemaligen Bunker, die als Erholungsraum und Treffpunkt für die Nachbarschaft dient.
- Recyclinghof Wilma-Witte-Stieg in Hamburg-Wandsbek – großflächige Gründächer auf Gewerbegebäuden, die Regenwasser speichern und mikroklimatische Vorteile schaffen.
- Grüne Oase in Alt-Wandsbek – ein Beispiel für die Begrünung eines Bestandsgebäudes, das mit einer vielfältigen Pflanzenwelt Lebensraum für Insekten bietet.
- Dachlandschaft Dock 71 in der HafenCity – eine barrierefreie, gemeinschaftlich nutzbare Dachfläche mit Hochbeeten und Aufenthaltsbereichen.
Daneben wurden weitere Projekte mit Auszeichnungen gewürdigt, etwa der Stadtgarten Rothenburgsort mit urbaner Lebensmittelproduktion oder experimentelle Retentionsgründächer in Hamburg-Ohlsdorf, die neue Wege in der Starkregenvorsorge gingen. In der Dokumentation können Sie sich umfassend über die Preisträger:innen informieren. Einige Einblicke erhalten Sie außerdem in der folgenden Galerie.
Hamburger Preis für Grüne Bauten 2017
Im Jahr 2017 wurde der Hamburger Preis für Grüne Bauten zum ersten Mal von der Umweltbehörde der Stadt Hamburg ausgelobt – als sichtbares Zeichen für mehr Begrünung in der Stadt und Teil der Hamburger Gründachstrategie. Ziel des Wettbewerbs war es, innovative, bereits realisierte Dach- und Fassadenbegrünungen in Hamburg und den umliegenden Kreisen auszuzeichnen und so neue Impulse für Klimaschutz- und -anpassung in der Architektur zu setzen. Insgesamt wurden 36 Projekte eingereicht und die Beispiele präsentierten lebendige Dachlandschaften, vielfältige Fassadenbegrünungen und kreative Nutzungskonzepte, die Stadtnatur und soziale Funktionen miteinander verbinden. Eine fachkundige Jury bewertete die Beiträge nach gestalterischer Qualität, klimaökologischer Wirkung und Nutzungsqualität für die Gebäudenutzenden und die unmittelbaren Nachbarschaften.
Zu den Hauptpreisträgern gehörten:
- Demenzgarten auf dem KerVita Senioren-Zentrum „Am Inselpark“ in Hamburg-Wilhelmsburg – ein über 400 m² großer Dachgarten, der nicht nur ökologische Funktionen erfüllt, sondern als therapeutischer Außenraum für Bewohner:innen dient.
- Firmendach der Meyle AG – ein begrüntes Gewerbedach, das ökologische und klimatische Vorteile mit architektonischer Gestaltung verbindet.
- Neubau des Betriebshofs Inselpark – ein öffentliches Gebäude mit großflächiger Dachbegrünung, das mikroklimatische Effekte und ökologische Vielfalt fördert.
Darüber hinaus wurden Sonderpreise für herausragende Projekte vergeben. Das Gründach der Dreifeld-Sporthalle Loogestraße in Eppendorf und ein begrünter Fahrradschuppen in der Klimaschutzsiedlung in Hamburg-Klein Borstel fanden eine besondere Auszeichnung in den Kategorien Schulbau und Engagement. Nähere Informationen zum Hamburger Preis für Grüne Bauten 2017 finden Sie in der Dokumentation. Einige Einblicke erhalten Sie außerdem in der folgenden Galerie.