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mehr erfahren Gemeinschaftliche Freiraumentwicklung

Neugestaltung der St. Pauli Hafenkante

An der St. Pauli Hafenkante, zwischen Fischmarkt und Strand Pauli, entsteht ein neuer öffentlicher Freiraum. In einzigartiger Lage erweitert das Projekt den Antonipark bis ans Elbufer und schließt zugleich eine Lücke in der Landschaftsachse Elbe. Erfahren Sie im Folgenden mehr über die Planungen, die Hintergründe des Projekts und die Möglichkeiten zur Teilhabe.

Projektbeschreibung

Die Hafenkante, gelegen zwischen Wasser und Land, zwischen Park Fiction und Hafenpanorama, ist ein wichtiger Ort für Hamburg und insbesondere für St. Pauli. Die Nähe zur Elbe lädt zum Spazieren ein und jeden Sonntag sind die Marktstände des Fischmarktes aufgebaut.

Das im Projekt betrachtete Gebiet zieht sich von der Fischauktionshalle bis zu Strand-Pauli. Zu sehen ist der Blick von der Fußgängerbrücke auf Höhe des Antoniparks in Richtung Fischauktionshalle.
Miguel Ferraz

Bereits im Koalitionsvertrag von 2020 steht, dass der Antonipark am St. Pauli-Elbufer erweitert werden soll. An diese politischen Ziele und an die Wunschproduktion „Die Füße in die Elbe strecken” des Park Fiction Komitees, das sich aus der Initiative und dem Planungsteam rund um den bestehenden Antoni-Park entwickelt hat, knüpft das Projekt „Neugestaltung der St. Pauli Hafenkante“ an. Seit 2023 arbeitet die Umweltbehörde gemeinsam mit viel Unterstützung aus der Zivilgesellschaft, der Fachplanung und aus unterschiedlichsten Bereichen der Hamburger Verwaltung an der Qualifizierung der Hafenkante.

Nachdem im Februar 2026 in einem freiraumplanerischen Werkstattverfahren der Entwurf von Rabe Landschaften und White Arkitekter ausgewählt wurde, geht es in den kommenden Jahren darum, diesen Entwurf auch Wirklichkeit werden zu lassen. Denn dieser zentrale Ort bietet die Möglichkeit, einen Mehrwert für viele zu schaffen: einen Freiraum für die Nachbarschaft und ganz Hamburg mit hoher Aufenthaltsqualität, einer besseren Erreichbarkeit und einem verstärkten Erleben der Elbe.

Worum geht es in dem Projekt?

Die große, freie Fläche bleibt erhalten. 
Hier ist Platz für Sport und Bewegung, Durchatmen und die Weite genießen.

Mehr Nähe zum Wasser und mehr Grün.
Am Wasser sitzen und auf die Elbe gucken. Mehr Grün sorgt für Schatten und Abkühlung.

Kein Kommerz.
Niemand muss etwas kaufen, um hier willkommen zu sein.

Tradition bleibt erhalten. 
Der Fischmarkt und der Hafengeburtstag gehören weiter dazu.

Die St. Pauli Hafenkante wird von vielen gemacht. 
Angefangen mit der Wunschproduktion, ist und bleibt das Projekt weiterhin eng mit der Nachbarschaft und dem Engagement der Zivilgesellschaft verbunden.

Das Bild zeigt eine Holztafel, auf der die 6 Kernbotschaften der St. Pauli Hafenkante platziert sind. Die Holztafel steht auf der Hafenkante selbst.
Kernbotschaften an der St. Pauli Hafenkante BUKEA

Der freiraumplanerische Entwurf

Die Grafik gibt einen Einblick in die zukünftige Atmosphäre der St. Pauli Hafenkante.
Das "Grüne Ding" an der St. Pauli Hafenkante Rabe Landschaften und White Arkitekter

Die St. Pauli Hafenkante soll ein Freiraum für alle werden. Aber wie kann das konkret aussehen?

Dieser Frage gingen im Herbst 2025 drei ausgewählte Landschaftsarchitektur-Teams nach und erarbeiten ganz unterschiedliche Entwürfe für den neuen Freiraum an der Elbe. Im Februar 2026 hat ein vielfältig besetztes Entscheidungsgremium den Entwurf „Das Grüne Ding“ vom Hamburger Landschaftsarchitekturbüro Rabe Landschaften und dem schwedischen Architekturbüro White Arkitekter ausgewählt. Im Mittelpunkt des Konzepts steht die Umsetzung der „Wunschproduktion“ des Park Fiction Komitees, das zwischen 2020 und 2023 über 700 Ideen aus der Nachbarschaft für den neuen Freiraum an der Elbe gesammelt hat. Die entwickelte Planung kommt dem großen Wunsch nach Grün und Erholung am Wasser nach, indem Flächen entsiegelt und schattige Orte durch zahlreiche Baumpflanzungen geschaffen werden. Mit Skateanlagen, Fuß- und Basketballplätzen sowie weiten, offenen Flächen lädt der Entwurf insbesondere Kinder und Jugendliche zu Sport und Spiel ein. Darüber hinaus ermöglichen geschickte Anbindungen und Verknüpfungen zum Stadtteil St. Pauli sowie zu den übergeordneten Landschaftsachsen Elbe und Volkspark, die auf der St. Pauli Hafenkante aufeinandertreffen, eine verbesserte Anbindung. Gleichzeitig können traditionsreiche Veranstaltungen wie der Fischmarkt und der Hafengeburtstag weiter vor Ort stattfinden. Hier ist insbesondere das Fischmarktsofa hervorzuheben – ein neuer Aufenthaltsort, der Ruhe inmitten des trubeligen Marktgeschehens ermöglicht. Die zentrale Funktion des Hochwasserschutzes wird nach wie vor gewährleistet, sodass ein zukunftsfähiger und klimaangepasster Freiraum entsteht.

Der Prozess

Der Prozess wird bei der Entwicklung der St. Pauli Hafenkante besonders großgeschrieben. Stück für Stück sammeln wir neue Erkenntnisse und versuchen damit nicht nur das Verfahren zielgerichtet und teilhabeorientiert zu gestalten, sondern auch erste Verbesserungen auf der Fläche zu erzielen: Vor Ort finden sich bereits jetzt zwei große blaue Bänke zum Verweilen, ein Basketballkorb zum sportlichen Austoben und eine Schranke, die das private Parken auf der Hafenkante unterbindet. So ist es schon heute möglich, die Weite vor Ort zum ausgiebigen Schlendern und die Ruhe zum entspannten Wellenrauschen-Lauschen zu nutzen.

Prozess Phasen
Zweifel

Den Startschuss für das Projekt lieferten der Koalitionsvertrag von 2020, der die Erweiterung des Antoni-Parks ans Elbufer politisch festgesetzt hat sowie die Wunschproduktion des Park Fiction Komitees, das gemeinsam mit der Nachbarschaft über 700 Ideen für die Neugestaltung der Hafenkante sammelte. Die Umweltbehörde hat währenddessen (ab 2023) die Grundlagen für die Freiraumentwicklung an der Hafenkante geschaffen: Gemeinsam mit den Prozess- und Planungsbüros von uvm und projektbüro haben wir in der ersten Phase die aktuelle Situation, Bedürfnisse vor Ort sowie beispielhafte Projekte und Prozesse analysiert und darauf aufbauend Entwicklungsleitlinien und Projektziele definiert.

In der zweiten Phase haben wir diese Leitlinien und Projektziele mit einem Begleitgremium aus Zivilgesellschaft, Fachbehörden und Bezirksämtern abgestimmt, um die nächsten Schritte und Ziele für die Hafenkante festzulegen. Dieses „Commitment-Papier“ bildete die Grundlage für die zukünftige Freiraumentwicklung.

In der dritten Phase haben wir vor Ort an der St. Pauli Hafenkante mit 1:1-Aktionen, Anlaufstellen und Veranstaltungen mögliche Nutzungen der Hafenkante mit der breiten Öffentlichkeit getestet und diskutiert.

Von September 2025 bis Februar 2026 fand das freiraumplanerische Werkstattverfahren statt, in dem drei Planungsteams die Zukunft der St. Pauli Hafenkante gemeinsam mit der Zivilgesellschaft, Fachexpert:innen, Politik und Verwaltung weitergedacht haben und die gesammelten Erkenntnisse aus den vorangegangenen Planungsphasen in räumliche Entwürfe übersetzten. Ein breit aufgestelltes Entscheidungsgremium hat schließlich den Entwurf von Rabe Landschaften und White Arktitekter ausgewählt. Der Startschuss für die nächste Phase.

In den kommenden Monaten muss der Entwurf des Planungsteams vertieft und vereinzelt auch überarbeitet werden, ehe eine überarbeitete Form durch einen politischen Beschluss in der Hamburger Politik verankert wird. Darauf aufbauend werden ab 2027 die im Planungsablauf erforderlichen Weiterbearbeitungen und Anpassungen des Entwurfs im Austausch mit der Zivilgesellschaft erfolgen.

Wer plant mit?

Die Neugestaltung der St. Pauli Hafenkante ist ein Projekt unterschiedlicher Akteur:innen aus Verwaltung, Planung, Politik und Zivilgesellschaft. Die Federführung liegt bei der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, die das Projekt strategisch begleitet und koordiniert. Eine zentrale Rolle übernehmen zudem die Bezirke, Hamburg-Mitte und Altona, die die öffentlichen Flächen künftig unterhalten und pflegen werden.

Im Auftrag der Umweltbehörde organisieren die Beteiligungs- und Prozessbüros projektbüro und uvm den weiteren Teilhabeprozess und entwickeln unterschiedliche Formate, die einen kontinuierlichen Austausch mit Stadtgesellschaft und Nutzer:innen ermögliche.

Das Park Fiction Komitee bringt als Vertretung der Urheber:innen der „Wunschproduktion“ eine besondere Perspektive ein: Die Gruppe achtet darauf, dass die lokal entwickelten Ideen und Wünsche auch im weiteren Prozess erhalten bleiben. Ihre Erfahrungen aus der Realisierung des Antoniparks liefern zudem wichtige Impulse für eine gelebte und langfristige Beteiligungskultur.

Darüber hinaus ist das Projekt eng mit zahlreichen weiteren Akteur:innen aus Verwaltung und Zivilgesellschaft verknüpft. Unterschiedliche Fachbehörden und öffentliche Institutionen stehen in kontinuierlichem Austausch, beispielsweise der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer mit seiner Verantwortung für den Hochwasserschutz, die Behörde für Wirtschaft und Innovation als zuständige Behörde für den Hafengeburtstag, die Kulturbehörde, der Immobilienmanagements-Landesbetrieb, die Verkehrsbehörde oder die BSW, als Stadtentwicklungsbehörde.

Gleichzeitig wird der Dialog mit lokalen Initiativen, Einrichtungen und Vereinen aktiv fortgeführt. Neben dem Park Fiction Komitee bringen unter anderem die Schule St. Pauli, der Buttclub, SOS St. Pauli, die GWA St. Pauli, die St. Pauli Kirche sowie der Elbmeile e.V. ihre Perspektiven und Erfahrungen in den Prozess ein.

Dieser fortlaufende Austausch ist ein zentraler Bestandteil der Projektentwicklung und trägt dazu bei, die unterschiedlichen Anforderungen und Nutzungsansprüche an die St. Pauli Hafenkante zusammenzuführen.

Projektarchiv

Werkstattverfahren 2025

Gemeinsam mit drei Planungsteams und einer breiten Öffentlichkeit haben wir den Herbst 2025 genutzt, um die Zukunft der St. Pauli Hafenkante in einem freiraumplanerischen Werkstattverfahren weiterzudenken. Nach der Auftaktwerkstatt Ende September 2025, bei der die Planungsteams viel Input erhielten und so die St. Pauli Hafenkante kennenlernten, folgte Anfang November 2025 eine große offene Werkstatt: Im Stadtteilzentrum Kölibri stellten die Planungsteams ihre ersten Ideen vor und entwickelten sie gemeinsam mit den zahlreichen interessierten Nachbar:innen und verschiedenen Fachexpert:innen weiter.

Mitte Februar 2026 stellten die drei Planungsteams schließlich ihre finalen Entwürfe im Stadtteilzentrum Kölibri vor. Über 150 Menschen kamen in die Räumlichkeiten der GWA St. Pauli, um den Präsentationen zu lauschen und eigene Perspektiven und Anregungen einzubringen. Am darauffolgenden Tag kam ein vielfältig besetztes Gremium – mit Vertreter:innen aus dem Stadtteil und aus den zuständigen städtischen Institutionen sowie mit externen Fachexpert:innen – zusammen, um ein Planungsteam auszuwählen. In die Diskussion der drei Entwürfe floss auch das öffentliche Feedback vom Vorabend ein. Schließlich einigte sich das Gremium auf den Entwurf des Planungsteams von Rabe Landschaften und White Arkitekter.

In der Dokumentation können Sie sich nochmals vertieft mit dem Prozess des Werkstattverfahrens auseinandersetzen und auch in die verschiedenen Entwurfsansätze der drei Planungsteams eintauchen.

Wir probieren aus: Die Testphase auf der Hafenkante im Sommer 2024

Um Potenziale wie Schwierigkeiten bei der Entwicklung der St. Pauli Hafenkante kennenzulernen, haben wir Sommer 2024 10 % der Fläche - also einen 60 Meter langen Abschnitt der Hafenkante - in einen Testraum verwandelt. Von Anfang August bis Ende September 2024 haben wir gemeinsam mit der Nachbarschaft einen temporären Wald, ein schattenspendendes Gewitterdach, kühlenden Sprühnebel, einen freien Elbblick und eine bunte Bühne sowie einen frei nutzbaren Teegarten getestet. Mit jeder Woche kamen neue 1:1-Aktionen, inspiriert aus der Wunschproduktion von Park Fiction, dazu.

Wissen teilen, Zukünfte gestalten

Im Rahmen unserer Testphase haben wir zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten wie Hochwasser, Botanik, alternative Betriebsstrukturen für den öffentlichen Raum und Stadtklima eingeladen. In diesen Veranstaltungen haben Spaziergänge, Diskussionen und Gespräche stattgefunden, um Wissenslücken gemeinsam mit Expert:innen zu schließen. So wurde viel wertvolles Wissen gesammelt, das in den weiteren Prozess zur Umgestaltung der Hafenkante eingeflossen ist.

Entwicklungsleitlinien und Projektziele formulieren

Im Anschluss an die Testphase haben wir die gewonnenen Erkenntnisse gebündelt und die zentralen Ergebnisse klar formuliert. Gemeinsam mit der Umweltbehörde hat das Team von projektbüro und UVM die Beobachtungen aus dem 60-Meter-Testabschnitt an der St. Pauli Hafenkante, die Eindrücke aus den Rundgängen mit Expert:innen sowie die Ergebnisse der Workshops mit dem Begleitgremium sorgfältig ausgewertet und in einem Ergebnisbericht zusammengeführt.

Ein wichtiger Bestandteil des Berichts ist das Commitment-Papier. Darin verständigten sich die zahlreichen beteiligten Akteur:innen darauf, wie ein Freiraum für alle an der St. Pauli Hafenkante Wirklichkeit werden kann. Als gemeinsame Grundlage für die weitere Arbeit wurden hier Entwicklungsleitlinien und konkrete Projektziele formuliert, die die Basis für die Aufgabenstellung im Werkstattverfahren wurden.

Laden Sie sich hier unseren Ergebnisbericht herunter

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Downloads

Das Bild zeigt das Cover der Dokumentation des Werkstattverfahrens
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Drei Entwürfe für die St. Pauli Hafenkante Dokumentation Werkstattverfahren 2025 - 2026

Von September 2025 bis Februar 2026 arbeiteten drei Planungsteams an einem Entwurf für die St. Pauli Hafenkante. Dieser Bericht dokumentiert die Ergebisse des freiraumplanerischen Werkstattverfahrens.

Das Bild zeigt das Cover des Ergebnisberichts
BUKEA

Erkenntnisse aus der Testphase Ergebnisse der Projektphase 2024 - Wünsche testen, Zukünfte gestalten

In diesem Ergebnisbericht sind das Commitment-Papier, die Entwicklungsleitlinien sowie die Projektziele zusammengefasst.

Das Bild zeigt das grüne Cover des Buches der Wunschproduktion.
Park Fiction Kommitee

Die partizipative Grundlage der St. Pauli Hafenkante Wunschproduktion - Das grüne Buch vom Park Fiction Kommitee

Das Park Fiction Kommitee hat von 2020 - 2023 in der Nachbarschaft von St. Pauli über 700 Ideen für die Neugestaltung der St. Pauli Hafenkante gesammelt. In dem Grünen Buch sind die Ergebnisse dieser Wunschproduktion zusammenfassend dargestellt.

Pressemeldungen

Die Grafik gibt einen Einblick in die zukünftige Atmosphäre der St. Pauli Hafenkante.
Rabe Landschaften und White Arkitekter

Siegerentwurf für die Hafenkante steht fest Hamburg bekommt sein „Grünes Ding“

Die Entscheidung ist gefallen: Das Elbufer zwischen Fischmarkt und Landungsbrücken wird grün, sportlich und lebendig. Ein breit besetztes Gremium aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft hat den Siegerentwurf für die Neugestaltung der St. Pauli Hafenkante gekürt.

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Naturschutz und Grünplanung, N1 - Landschaftsplanung und Stadtgrün