Gesundheit und Soziales

Der Klimawandel bringt gesundheitliche Gefahren und Beeinträchtigungen für die Menschen mit sich. Neben einer Zunahme von Allergien und Infektionskrankheiten ist die Hitzebelastung – insbesondere für gesundheitlich vorbelastete Menschen und Kleinkinder – gesundheitsgefährdend. Angesichts längerer Trockenperioden im Sommer ist die Gewährleistung der Wasserqualität der Badegewässer eine Herausforderung.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft

Inhaltsverzeichnis

Hitzewarnungen

Der Klimawandel bringt steigende Temperaturen und immer wieder neue Hitzerekorde. Hohe Lufttemperaturen, hohe Luftfeuchte und starke Sonneneinstrahlung beeinträchtigen den menschlichen Organismus. Vor allem für anfällige Bevölkerungsgruppen wie ältere oder gesundheitlich vorbelastete Menschen bedeutet extreme Hitze ein Gesundheitsrisiko. Für den Warnkreis Hamburg spricht der Deutsche Wetterdienst bei Bedarf Hitzewarnungen aus, um die Bevölkerung vor hitzebedingten Beeinträchtigungen zu schützen. 

Hitzewellen

Mehrtägig anhaltende, extreme Hitze ist ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Die hohen Temperaturen wirken sich auf den Kreislauf aus und können körperliche Einschränkungen hervorrufen. Vor allem seit den 1990er Jahren treten in Hamburg vermehrt auch länger anhaltende Hitzewellen auf. 

Übersterblichkeit während Hitzeperioden

Hohe Lufttemperaturen belasten den menschlichen Körper und erhöhen insbesondere für vulnerable Personengruppen das Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen. In schweren Fällen kann extreme Hitze zum Tod führen. Modellergebnisse des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass Extremtemperaturen während Hitzeperioden auch in Hamburg immer wieder ursächlich für Sterbefälle sind. 

Ozonbelastung

Photochemische Prozesse führen vor allem bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung zur Bildung von bodennahem Ozon. Hohe Konzentrationen dieses Luftschadstoffs erhöhen das Risiko für gesundheitliche Auswirkungen wie Atemwegsbeschwerden. In Hamburg wird diesbezüglich die Luftqualität insbesondere in den heißen Sommermonaten und in Jahren mit extremer Hitze beeinträchtigt.

Temperatur von Badegewässern

Die Hamburger Gewässerlandschaft bietet der Bevölkerung vor allem im Sommer beliebte Badestellen. Mit steigenden Lufttemperaturen erhöhen sich auch die Temperaturen der Badegewässer. Auf der einen Seite steigert die Erwärmung das Badevergnügen. Auf der anderen Seite kann die Gewässerqualität beeinträchtigt werden und es können gesundheitliche Risiken entstehen. 

Cyanobakterien in Badegewässern

Grundsätzlich bieten die Badegewässer in Hamburg eine hohe Wasserqualität. Trotzdem kommt es immer wieder zu Sperrungen von Badestellen, weil das Baden dort zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Ein besonderes Risiko für Badende geht dabei von Cyanobakterien aus, die sich in wärmerem Wasser leichter und schneller vermehren. 

Cyanobakterien in der Alster

Die Alster ist – inmitten des Zentrums von Hamburg gelegen – ein beliebtes Ausflugsziel. Cyanobakterienbelastungen, die vor allem bei den klimawandelbedingt höheren Wassertemperaturen vermehrt auftreten, sind potenziell für Menschen gesundheitsgefährdend, die mit dem Wasser in Kontakt kommen. Insbesondere in den Jahren von 2018 bis 2020 kam es in der Binnen- und Außen-Alster zu kritischen Cyanobakterien-Konzentrationen. 

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