Intensität von Sturmfluten
Mit dem Klimawandel steigt möglicherweise das Risiko stärkerer Stürme, die im von der Tide beeinflussten Hamburg zu Hochwasser, vor allem aber zu Sturmfluten führen. Hinzu kommt der Meeresspiegelanstieg, durch den die Sturmfluten höher auflaufen. Vor allem in den 1980er und 1990er Jahren kam es in der Hansestadt infolge kräftiger Winterstürme zu häufigen Überschreitungen des jeweils mittleren Tidehochwassers.
Tideverhältnisse
Die Gezeiten an der Nordsee wirken über die Elbe bis in das Hamburger Stadtgebiet hinein. Das Abschmelzen der Polkappen sowie die Erwärmung der Ozeane lassen den Meeresspiegel und damit das mittlere Tidehoch- und Tideniedrigwasser ansteigen. Dies machen Beobachtungen bei Cuxhaven an der Elbmündung deutlich. Am Pegel St. Pauli im Hamburger Hafen sind diese Entwicklungen nach wie vor stark von baulichen Maßnahmen überlagert: Der Tidehub hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen.
Sperrtiden
Um bei Sturmfluten das Vordringen von Wasser in das Hinterland zu verhindern, sind in Hamburg mehrere Sperrwerke im Betrieb. Sie schließen bei kritischen Tidehochwasserständen und riegeln damit die Nebengewässer der Elbe gegenüber Sturmfluten ab. Bei gleichzeitig steigendem Abfluss der Nebengewässer können aber Ausuferungen entstehen, weil eine Entwässerung in die Elbe nicht mehr möglich ist. Die Schließungen der Sperrwerke haben zugenommen.
Kettentiden
Die Hamburger Sperrwerke schließen bei extremen Tidehochwasserständen, sogenannten Sperrtiden, und schützen so Landwirtschaftsflächen, Gebäude und Infrastruktur vor Überflutung. Folgen mehrere Sperrtiden unmittelbar zeitlich aufeinander, spricht man von Kettentiden. Besonders lange Kettentiden können dazu führen, dass im Rückstaubereich des Sperrwerks über mehrere Tage eine Entwässerung nicht mehr möglich ist. Der Klimawandel könnte diese Problematik verstärken.
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