Stadtgrün, Wald, Naturschutz, Bodenschutz, Landwirtschaft

Unser Stadtgrün reduziert Gefahren durch den Klimawandel, indem es beispielsweise für ein gesundes Stadtklima sorgt, zur Lebensqualität und Erholung beiträgt oder Regen zurückhält, verdunstet, versickert und zeitverzögert abgibt. Schon heute steht das Stadtgrün durch die Auswirkungen des Klimawandels unter Druck: Insbesondere Hitze- und Dürreperioden, Starkregenereignisse und Stürme während der Vegetationsperiode richten mehr und mehr deutlich sichtbare Schäden an. Auch für die Landwirtschaft bringt zum Beispiel die Verlängerung der Vegetationsperiode Chancen und Risiken mit sich.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft

Inhaltsverzeichnis

Phänologische Jahreszeiten

Die klimatischen Bedingungen beeinflussen das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen. So verändern sich mit dem Klimawandel die Eintrittszeiten der phänologischen Jahreszeiten: Ein früherer Anstieg der mittleren Tagestemperaturen führt zu einem früheren Austrieb und verlängert dabei die Vegetationsperiode. Dies ist mit einer höheren Spätfrostgefahr verbunden. Anhand der phänologischen Uhr lassen sich die jährlich wiederkehrenden Entwicklungsphasen und deren Verschiebung zwischen den beiden Zeiträumen 1961-1990 und 1991-2020 ablesen.

Phänologischen Jahreszeiten
BUKEA. Datenquelle: DWD

Trockenheitsbedingte Baumfällungen

Der Klimawandel führt in Hamburg zu häufigeren und intensiveren Trockenperioden. Unter dem Wassermangel leidet die Vitalität der Stadtbäume und es kann zu trockenheitsbedingten Schäden an den Pflanzen kommen. Um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten, ist die Stadtverwaltung gezwungen, stark geschädigte oder abgestorbene Bäume zu fällen. Der Indikator zeigt die jährliche Anzahl trockenheitsbedingter Fällungen von Hamburger Straßenbäumen. 

Straßenbaumkataster

Hamburgs Straßenbäume leisten mit ihrem hohen Grünvolumen einen besonderen Beitrag für das Stadtklima: Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, entfalten kühlende Wirkung durch Verdunstung und Schattenspende, produzieren Sauerstoff und binden dabei gleichzeitig CO2. Allerdings führte die andauernde Stresssituation der zurückliegenden Trockenjahre beim Straßenbaumbestand zu Ausfällen. Der aktuelle Bestand von Straßenbäumen ist im Straßenbaumkataster - hamburg.de dargestellt.

LGV

Öffentliche Grünanlagen

Verglichen mit vielen anderen Großstädten hat Hamburg einen hohen Grünanteil. Im Digitalen Grünplan wird dieser dargestellt und fortlaufend beobachtet. Erfasst werden u.a. die Lage und Fläche aller öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen (Parkanlagen, Spielplätze, der öffentliche Grünanteil an Kleingartenanlagen und Schutzgrün) sowie Kleingartenpachtflächen und Friedhöfe.

LGV

Gebäudegrün

Begrünte Dächer und Fassaden leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung: Sie kühlen die Luft ab, feuchten sie an und schaffen so ein angenehmes und kühleres Lokalklima. Der Anteil der begrünten Dachfläche an der Gesamtdachfläche pro Stadtteil zeigt die Verbreitung der Gebäudebegrünung im Hamburger Stadtgebiet. In 2022 waren im Untersuchungsgebiet ca. 5 % der geeigneten Dächer begrünt. Mit Stand 24.2.2023 entspricht dies ca. 176 ha Gründachfläche. Die Fläche soll zukünftig deutlich ansteigen.

BUKEA

Ertragsschwankungen beim Baumobst

Klima und Witterung bestimmen wesentlich die landwirtschaftliche Produktion, das heißt die Wahl der Fruchtarten und Sorten, die Fruchtfolgen und die Bewirtschaftungsphasen. Veränderungen im Niederschlagsregime, der Temperaturanstieg und Extremwetterereignisse als Konsequenz des Klimawandels können sowohl Chancen als auch Risiken für die Landwirtschaft bedeuten. Die Erträge des Hamburger Baumobstanbaus sind zunehmend durch Spätfröste gefährdet. 

Vegetationsperiode und Apfelblüte

Im Laufe der letzten rund 70 Jahre setzten der Beginn der Vegetationsperiode und der Apfelblüte in Hamburg immer früher im Jahr ein. Mit einem späteren Vegetationsende dauert die Vegetationsperiode zudem insgesamt länger. Diese Entwicklungen wirken sich maßgeblich auf die Land- und Forstwirtschaft, den Obstbau, aber auch auf Ökosysteme aus: In Verbindung mit einer Verschiebung phänologischer Phasen kann sich die Artenzusammensetzung verändern. 

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Weitere Handlungsfelder

Adobe Stock / Csák István

Bauwesen und Gebäude

Häufigere und stärkere witterungsbedingte Extremereignisse können Schäden an Gebäuden anrichten.

Luftaufnahme Hamburg
www.mediaserver.hamburg.de, B. Kuhn

Stadt- und Landschaftsplanung

Die Stadt- und Landschaftsplanung muss die Anpassung an den Klimawandel mit gestalten und voranbringen.

Palmaille in Altona
hamburg.de

Stadtgrün, Wald, Naturschutz, Bodenschutz, Landwirtschaft

Unser Grün reduziert die Gefahren des Klimawandels für die Stadt, es ist aber auch selbst durch den Klimawandel...

Alster zwischen Meenkwiese und Deelböge
Marek Santen

Wasserwirtschaft, RISA und Binnenhochwasserschutz

Die Wasserwirtschaft ist zunehmend mit zwei Herausforderungen konfrontiert: Zu viel und zu wenig Wasser.

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Eine funktionierende, widerstandsfähige Ver- und Entsorgungsinfrastruktur ist für die Stadt von großer Bedeutung.

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Verkehrsinfrastruktur und Mobilität

Schäden an der Verkehrsinfrastruktur sind für die Gewährleistung der Mobilität ein großes Risiko.

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Küstenhochwasserschutz

Mit dem Meeresspiegelanstieg steigen die Wasserstände, so dass künftig mit höheren Sturmfluten zu rechnen ist.

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Gesundheit und Soziales

Der Klimawandel bringt gesundheitliche Gefahren und Beeinträchtigungen für die Menschen mit sich.

Stadtentwicklungsparameter

Stadtentwicklungsparameter
BUKEA

Wie verändert sich die Stadt?

Wie viele Menschen leben in der Stadt? Wird die Stadt gefährdeter gegenüber Hitzewellen, weil die Bevölkerung älter wird? Wie hoch ist der Versiegelungsgrad der Stadt? Inwieweit die Anpassung an die Folgen des Klimawandels erfolgreich ist, bemisst sich nicht allein an den Klimaparametern.