Trockenheitsbedingte Baumfällungen

Der Klimawandel führt in Hamburg zu häufigeren und intensiveren Trockenperioden. Unter dem Wassermangel leidet die Vitalität der Stadtbäume und es kann zu trockenheitsbedingten Schäden an den Pflanzen kommen. Um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten, ist die Stadtverwaltung gezwungen, stark geschädigte oder abgestorbene Bäume zu fällen. Der Indikator zeigt die jährliche Anzahl trockenheitsbedingter Fällungen von Hamburger Straßenbäumen.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft

Bedeutung von Straßenbäumen für die Stadt

Als zentrales Element des städtischen Grüns verschönern Straßenbäume nicht nur das Stadtbild, sondern sie erfüllen ein breites Spektrum weiterer Funktionen. Insbesondere erhöhen sie die Lebensqualität für die Hamburger Bevölkerung: Die Bäume filtern Schadstoffe und Feinstaub aus der Luft, schützen vor Wind und Regen und reduzieren Lärm durch Schallabsorption. Durch die Verdunstung von Wasser und die Beschattung durch das Kronendach kühlen sie ihre Umgebung und können dem Wärmeinseleffekt entgegenwirken (s. Indikator Sommerlicher Wärmeinseleffekt). Vor allem an heißen Tagen profitieren die Menschen so von einem verbesserten Mikroklima. Zudem dienen Straßenbäume zahlreichen Tierarten, vor allem Vögeln und Insekten, als wertvolle Habitate und Elemente des Biotopverbundsystems im urbanen Raum, wo naturnahe Strukturen durch die zunehmende Versiegelung immer seltener werden.

Herausforderungen für Straßenbäume im Klimawandel

Infolge des Klimawandels geraten die Straßenbäume, die ohnehin im urbanen Umfeld aufgrund der hohen Nutzungsintensität auf den verfügbaren Flächen mit erschwerten Wachstumsbedingungen konfrontiert sind, zunehmend unter Druck. Steigende Temperaturen und Veränderungen in der Niederschlagsverteilung führen auch in Hamburg trotz aller Schutz- und Pflegemaßnahmen zu Trockenstress bei den Bäumen. Insbesondere häufigere und längere Trockenperioden im Sommer (s. Indikator Trockenperioden) können durch die Erhöhung des Wasserbedarfs bei gleichzeitigem Mangel an pflanzenverfügbarem Wasser zu Schäden führen. Werden die Bäume aufgrund der Trockenheit zu massiv geschädigt oder kommt es sogar zum Absterben, werden Fällungen erforderlich, um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten.

Erfassung von Trockenschäden in Hamburg

Im digitalen Baumkataster der Stadt Hamburg sind alle Straßenbäume verortet und mit zusätzlichen Informationen zum Alter, zur Größe und zum Zustand dokumentiert. Kommt es zu Fällungen, werden diese mit einem entsprechenden Fällgrund im Kataster vermerkt. Trockenschäden werden seit 2022 als Fällgrund erfasst. Der Indikator zeigt die jährliche Anzahl der seither aufgrund von Trockenschäden erforderlichen Fällungen von Straßenbäumen in Hamburg. Aussagen zur langfristigen Entwicklung und Trendanalysen sind aufgrund der Kürze der Zeitreihe noch nicht möglich.

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Trockenheitsbedingte-Baumfaellungen_Hamburg_Indikator-Kennblatt

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