Was ist der Sektor Industrie?
Der Sektor Industrie umfasst die CO2-Emissionen, die durch den Energieverbrauch von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes entstehen, also Industriebetriebe, die Rohstoffe und Zwischenprodukte weiterverarbeiten und dabei auch Endprodukte erzeugen. In Hamburg ist besonders die Grundstoffindustrie (insbesondere Kupfer-, Aluminium- und Stahlindustrie) von Bedeutung. Insbesondere der Energieverbrauch der Industrieprozesse stehen in diesem Sektor im Vordergrund.
Welches Ziel hat der Sektor Industrie bis 2030?
Derzeit entspricht der Anteil der CO2-Emissionen aus dem Sektor dem höchsten Anteil an den Gesamtemissionen der Stadt mit 25 Prozent. Bis zum Jahr 2030 sollen die CO2-Emissionen des Sektors Industrie gegenüber dem Basisjahr 1990 um 73 Prozent reduziert werden. Bis 2030 ergibt sich dadurch gegenüber 2021 ein Reduktionsbedarf von 2,424 Mio. Tonnen CO2-Emissionen. Das Minderungsziel bis 2040 für den Sektor Industrie wird durch die 3. Fortschreibung des Hamburger Klimaplans bis Ende 2027 festgelegt.
Wie erreichen wir diese Ziele?
Hamburg ist einer der wichtigsten Industrie- und Hafenstandorte in Europa. Um den Klimaschutz in dem Sektor Industrie voranzubringen, soll auf nachhaltige Energieträger und Energieversorgungskonzepte umgestiegen werden. Ein entscheidender Hebel soll die Versorgung der Industrieunternehmen mit grünem Wasserstoff sein. Gleichzeitig soll der Energieverbrauch gesenkt werden, indem beispielsweise Abwärme besser genutzt oder Materialien und Ressourcen effizienter eingesetzt werden. Darüber hinaus sollen verschiedenste Technologien eingesetzt werden, um bereits ausgestoßene Treibhausgase wieder einzufangen, dauerhaft zu speichern oder sogar weiterzuverwenden.