Biotopschutz

Biotopkartierung

Die Biotopkartierung wird seit 1979 in ausgewählten Gebieten Hamburgs und seit den 1990er-Jahren in ganz Hamburg flächendeckend durchgeführt. Dabei werden regelmäßig alle Lebensräume Hamburgs erfasst.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft
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Ingo Brandt

Seit dem Jahr 2020 ist der Turnus der Wiederholungen der landesweiten Biotopkartierung von acht auf fünf Jahre reduziert. Über eine Bewertung der erfassten Biotope und unter Berücksichtigung ihrer Nutzungen sowie Gefährdungen werden Entwicklungsziele und Pflegemaßnahmen für sie abgeleitet und festgelegt. Die landesweite Biotopkartierung ist Grundlage sowohl für naturschutzfachliche Aufgaben als auch für Planungen der Stadtentwicklung.

Im Rahmen der Biotopkartierung werden die Lebensräume durch Geländebegehungen, unter Zuhilfenahme von Luftbildern, entsprechend der Kartieranleitung und Biotopbewertung erfasst. Kartiert wird in einem Maßstab von 1:5.000.

Bei der Biotopkartierung wird zwischen Biotopen und Biotoptypen unterschieden. Alle für den Naturschutz bedeutenden Bereiche werden als Biotop sehr detailliert beschrieben und bewertet, zum Beispiel wird eine Pflanzenartenliste erstellt. Zu den bedeutenden Flächen gehören alle Biotope ab einer Wertstufe von sechs (wertvoll), die gesetzlich geschützten Biotope, die Lebensraumtypen nach der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (FFH-RL) sowie weiteren Flächen mit einem besonderen Entwicklungspotenzial. Die übrigen Flächen, die meist nicht im Detail „kartierwürdig“ sind, werden lediglich einem Biotoptypen zugeordnet und mit einer Wertstufe ausgewiesen.

Insgesamt gibt es neun Wertstufen, von eins (weitgehend unbelebt) bis neun (herausragend, von nationaler Bedeutung). So werden Aussagen über wertvolle und schutzbedürftige, über extrem verarmte und über entwicklungsfähige Flächen gewonnen.

Darstellung der Biotopkartierung im Geoportal
BUKEA

Alle Sachdaten zu den kartierten Lebensräumen werden in das Biotopkataster Hamburg eingetragen und im Falle der Biotope in Biotopbögen zusammengefasst dargestellt. (Hier ein Beispiel eines Biotopbogens.) Jeder Biotopdatensatz ist mit den entsprechenden Geometrien verknüpft.

Im Biotopkataster sind auch die Daten der nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in Verbindung mit § 14 Hamburgisches Ausführungsgesetz zum BNatSchG (HmbBNatSchAG) geschützten Biotope sowie seit 2007 die Lebensraumtypen nach der FFH-Richtlinie enthalten.

Daten der Biotopkartierung

Darstellung der Biotopkartierung im Geoportal
Darstellung der Biotopkartierung im Geoportal BUKEA

Alle Biotopbögen, seit Beginn der Biotopkartierung im Jahr 1979, können über das Transparenzportal Hamburgs heruntergeladen werden. Gleiches gilt für die wichtigsten Informationen und räumlichen Abgrenzungen, die als GML-Datei zur Verfügung gestellt und in ein Geographisches Informationssystem (GIS) eingebunden werden können.

Die für die Flächen jeweils aktuelle Kartierung können Sie zudem über den GeoAtlas (Menü „Themen hinzufügen -> Umwelt -> Biotopkataster Hamburg“) aufrufen. Mit einem Klick auf ein Objekt öffnet sich ein Fenster mit Informationen zur Kartierung sowie einem Link zu einem Biotopbogen, sofern für die Fläche ein Biotopbogen hinterlegt wurde. 

In besonderen Fällen können Daten durch die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft aufbereitet zur Verfügung gestellt werden. 

 

Download

Kartieranleitung und Biotoptypenschlüssel

PDF herunterladen [PDF, 2,9 MB]

Biotopbewertung

PDF herunterladen [PDF, 2,6 MB]

Biotoptypenschlüssel der Küstenbiotope

PDF herunterladen [PDF, 1,2 MB]

Beispiel Biotopbogen

PDF herunterladen [PDF, 1,2 MB]

Benutzerdokumentation für das Biotopkataster Hamburg (Juni 2015)

PDF herunterladen [PDF, 6,2 MB]

Kontakt

Samuel Heisterkamp

Biotopkataster

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft