Versickerungsanlagen: Planung und Genehmigung

Haben Sie schon einmal über eine Versickerungsanlage auf Ihrem Grundstück nachgedacht? Hier erfahren Sie, wie Sie wertvolles Regenwasser dem natürlichen Wasserkreislauf am besten zuführen können. Und damit nicht nur einen Beitrag zur Erhaltung des Grundwassers leisten, sondern auch für unser Trinkwasser und unser Stadtklima!

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft
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Versickerungsmulde mit oberirdischen Zuläufen
Versickerungsmulde mit oberirdischen Zuläufen BUKEA/W12

Wenn es regnet, versickert das Niederschlagswasser natürlicherweise in den Boden. Die Versickerung von Niederschlagswasser ist daher in vielen Fällen eine gute Alternative zur Einleitung ins öffentliche Siel oder in ein Gewässer.  Durch eine erhöhte Versickerung steht das anfallende Regenwasser vor Ort dem natürlichen Wasserkreislauf zur Verfügung und die Verdunstung und die Grundwasserneubildung werden erhöht. Durch die höhere Verdunstung der Pflanzen wird in der Folge lokal ein positiver Beitrag für das Stadtklima geleistet. Die erhöhte Neubildung von Grundwasser trägt auch zur langfristigen Sicherung des Trinkwassers bei, das in Hamburg vollständig aus Grundwasser gewonnen wird. Um eine nachteilige Beeinflussung des Grundwassers und des daraus gewonnenen Trinkwassers durch die Versickerung von Niederschlagswasser zu vermeiden, sind bei der Planung einige Punkte zu berücksichtigen. Daher bedarf eine Versickerungsanlage grundsätzlich einer wasserrechtlichen Erlaubnis oder einer Anzeige (siehe FAQs). Die zuständige Behörde ist die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), W12 Schutz und Bewirtschaftung des Grundwassers. 

Für die Beantragung einer wasserrechtlichen Erlaubnis ist ein Antragsformular der Wasserbehörde vorzulegen. Im Antragsformular befinden sich auch weitere Hinweise zu den einzureichenden Unterlagen. Sofern die Voraussetzungen der Niederschlagswasserversickerungsverordnung erfüllt werden, reicht es aus, die Versickerungsanlage über das Onlineportal anzuzeigen (Online-Dienst). Die genauen Anforderungen zum Wegfall der Erlaubnis und zur schadlosen Versickerung können dem Verordnungstext entnommen werden oder unten in den FAQs  unter „Welche Voraussetzungen muss meine Versickerungsanlage für eine Anzeige erfüllen?" nachgelesen werden.

Grundsätzlich sind oberirdische Versickerungsanlagen unterirdischen Anlagen vorzuziehen. Für die Bemessung der Versickerungsanlage legt die zuständige Behörde die Anforderungen des Arbeitsblattes DWA-A 138-1 zugrunde. Als Regendaten sind die  KOSTRA-DWD-Datensätze  zu verwenden. Für den Bau einer Versickerungsanlage ist eine fachgerechte Planung notwendig. In den FAQs erfahren Sie weitere Details, was bei Planung, Anzeige sowie wasserrechtlicher Erlaubnis zu beachten ist und welche Versickerungsanlagenarten es gibt mitsamt ihrer Charakterisierung.

FAQ - Häufig gestellte Fragen und Antworten

 

 

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Antragsformular zur Versickerung von Niederschlagswasser

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Kategorisierung von Niederschlagswasser nach DWA 138-1

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Nützliche Informationen

Das Bild stellt auf der Hamburgkarte die Bereiche mit unterschiedlichen Versickerungspotentialen dar.
BUKEA/W12
Planungshilfe

Versickerungs-Potenzialkarte

Die Versickerungspotenzialkarte gibt Auskunft über die Möglichkeiten zur Versickerung von Niederschlagswasser in Hamburg. Sie kann für die Planung von Versickerungsanlagen und Erstellung von B-Plänen herangezogen werden.

Foto einer mit Rasengittersteinen befestigten Fläche
BUKEA/W12
Regenwasserbroschüre

Dezentrale naturnahe Regenwasserbewirtschaftung

Tipps und Informationen für Planer und Bauherrn zur Bewirtschaftung des Regenwassers.

Versickerungsmulde für ein Mehrfamilienhaus
C. Staffeld
Natürlich versickern!

Förderrichtlinie für Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser

Zukünftig können Grundeigentümer:innen, Unternehmen und Organisationen Zuschüsse für die Planung und Errichtung von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser auf Grundstücken in Hamburg beantragen.

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Kontakt

Freie und Hansestadt Hamburg

Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Abteilung Wasserwirtschaft