Checkliste

Frühzeitige Betrachtung von wasser- und abwasserwirtschaftlichen Belangen in der Bebauungsplanung

Die Checkliste hilft Themen wie Starkregenvorsorge, Regenwasserbewirtschaftung und Binnenhochwasserschutz frühzeitig in Bebauungsplänen und städtebaulichen Planungen zu berücksichtigen.

  • Umwelt, Klima, Energie, Agrarwirtschaft

Bedeutung der Wasserbelange für die Stadtplanung

Mit der Ersten Fortschreibung des Hamburger Klimaplans hat sich die Stadt Hamburg zum Ziel gesetzt, eine naturnahe und dezentrale Regenwasserbewirtschaftung umzusetzen. Das anfallende Regenwasser verdunstet oder versickert möglichst vor Ort, um den lokalen Wasserhaushalt zu stärken und gleichzeitig die Gewässer und Siele zu entlasten (s. Grafik „Grundsätze der Regenwasserbewirtschaftung“). Auch nach § 1a Abs. 5 BauGB soll der Anpassung an die Folgen des Klimawandels Rechnung getragen und diese in der Abwägung berücksichtigt werden. Nach Bundes-Klimaanpassungsgesetz haben Träger öffentlicher Aufgaben zudem das Ziel der Klimaanpassung fachübergreifend und integriert bei ihren Planungen und Entscheidungen zu berücksichtigen (§ 8 KAnG).

Grundsätze Regenwasserbewirtschaftung
Grundsätze der Regenwasserbewirtschaftung Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft

Vorteile der Checkliste

Eine frühzeitige Betrachtung der wasser- und abwasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist wichtig und notwendig. Flächenbedarfe für Versickerungsanlagen, die Gewässerentwicklung, den Hochwasserschutz oder andere Belange können so rechtzeitig identifiziert und in der Planung gesichert werden, zum Beispiel als verbindliche Vorgabe in der Verordnung. Mögliche Konflikte, beispielsweise aufgrund konkurrierender geplanter Flächennutzungen, können vermieden und Chancen für eine multifunktionale Nutzung erkannt werden. Mit der Checkliste können Themen und Fragestellungen, die auch bisher schon bei Bebauungsplanverfahren oder städtebaulichen Planungen relevant waren, frühzeitiger betrachtet.

Die Anwendung

Die vorliegende Checkliste enthält Leitfragen zu den Themen

(1) Starkregenvorsorge,
(2) Regenwasserbewirtschaftung,
(3) Grundwasserschutz und Trinkwasserressourcen,
(4) Oberflächengewässerschutz,
(5) Schmutzwasser,
(6) Binnenhochwasserschutz und
(7) Küstenhochwasserschutz.

Diese Fragen dienen als Grundlage für sich anschließende Fachgutachten, wie dem Entwässerungsgutachten, in denen diese Themen dann vertieft betrachtet werden. Um den größtmöglichen Mehrwert zu erzielen, wird empfohlen, dass die zuständige, plangebende Stelle oder das mit der Erstellung des Vorentwurfs beauftragte Planungsbüro die Checkliste bereits im Zusammenhang mit den ersten Planungsüberlegungen, also vor der Grobabstimmung, ausfüllt. Die Checkliste ist eine Unterstützung für die plangebenden Stellen. Sie kann der Behörde für Umwelt, Klima,  Energie und Agrarwirtschaft und/oder dem mit der Erstellung des Entwässerungsgutachtens beauftragten Büro nach dem Ausfüllen auch übersandt werden. Davon kann die spätere Zusammenarbeit bei der Detailplanung profitieren.

Zur Checkliste

Die Checkliste steht Ihnen als Onlineservice oder als PDF zur Verfügung.

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Zum Weiterlesen

Ausschnitt aus der Starkregengefahrenkarte mit Legende
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Auswirkungen für Hamburg

Starkregengefahrenkarte

Die Starkregengefahrenkarte zeigt, welche Bereiche in Hamburg durch Starkregen besonders gefährdet sind. Dargestellt sind die potenziell zu erwartenden maximalen Wasserstände und Fließgeschwindigkeiten für vier unterschiedliche Starkregenszenarien.

Foto eines schmalen Entwässerungsgrabens mit viel seitlichem Grünbewuchs
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Merkblatt

Offene Oberflächenentwässerung

Hinweise und Beispiele für die Planung von offenen Systemen für die Oberflächenentwässerung.

Überschwemmte Flussaue
FHH

Überschwemmungsgebiete

Raum für Gewässer - Schutz für Menschen und Güter

Kontakt

Schutz und Bewirtschaftung der Oberflächengewässer

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Abteilung Wasserwirtschaft