Bereits zum 11. Mal richteten der Landesbetrieb Verkehr (LBV) und der hessische IT-Dienstleister ekom21 – KGRZ Hessen den Hamburger Verkehrstag gemeinsam aus. Nach einer verkürzten eintägigen Ausgabe im Vorjahr kehrte die Fachtagung auf vielfachen Wunsch zu ihrem zweitägigen Format zurück.
Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr unterschiedliche Facetten derselben Frage: Wie wird die Verkehrsverwaltung digitaler und effizienter?
Eine Möglichkeit ist die digitale Parkraumkontrolle mit Hilfe von Scan-Fahrzeugen. Die deutschlandweiten Vorreiter in diesem Bereich, Hamburg und Baden-Württemberg, stellten ihre Systeme anschaulich vor, verglichen dabei ihre Erfahrungen, Ansätze und Herausforderungen.
Auch der Bund plant eine effizientere Digitalisierung in der internetbasierten Fahrzeugzulassung: Zwar können Fahrzeuge seit 2023 bundesweit vollständig online zugelassen werden, dafür betreiben Länder und Kommunen bislang aber eine Vielzahl unterschiedlicher Portale. Der Bund plant, diese bis Mitte 2027 in einem einheitlichen Portal zusammenzuführen. Der i-Kfz-Projektleiter des Bundesministeriums für Verkehr erläuterte auf dem Hamburger Verkehrstag die Ziele, die Auswirkungen auf die Zulassungsbehörden und die nächsten Schritte im Umsetzungsprozess. Im Anschluss wurde auf dem Podium und mit dem Publikum angeregt diskutiert.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf nutzt seit einiger Zeit erfolgreich einen KI-Voicebot in der Zulassungsstelle. Beim Hamburger Verkehrstag veranschaulichte Düsseldorf, wie die Stadt im Projekt vorgegangen ist: von der Auswahl des Anwendungsfalls „Zulassung“ über die technische Umsetzung bis hin zu den Herausforderungen bei der Wissensaufbereitung und dem Anlernen der KI.
Ein gemeinsames Projekt des LBV und der Hamburger Energienetze zeigte, wie Ladepunkt- und Parkplatzdaten Fehlbelegungen an E-Ladesäulen erkennbar machen können. Zum Abschluss stellte New Mobility Solutions Hamburg im Rahmen der Strategie STRATO Leitlinien für autonome On-Demand-Flotten vor.
Alexandra Lott, Geschäftsführerin Landesbetrieb Verkehr: „Der Hamburger Verkehrstag ist bundesweit für alle, die sich mit Verkehrsgestaltung beschäftigen, zu einem festen und wichtigen Termin geworden. Wer hier dabei ist, nimmt Impulse aus anderen Verwaltungen und Unternehmen mit, lernt aus deren Erfahrungen, knüpft Kontakte und weiß, an wen er sich bei konkreten Fragen wenden kann. In diesem Jahr wurde wieder einmal deutlich, wie wandelbar und vernetzt Verwaltung heutzutage sein muss: Vom KI-Einsatz über die bundesweite Neuorganisation bei i-Kfz bis zu autonomen Fahrzeugflotten verändert die Digitalisierung unsere Arbeit gerade grundlegend.“
Martin Bill, Staatsrat für Verkehr und Mobilitätswende: „Der Hamburger Verkehrstag hat eindrucksvoll gezeigt, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz unsere Verkehrsverwaltung und Mobilität verändern können. Entscheidend ist der Austausch zwischen Verwaltung, Politik und Wirtschaft, um datenbasierte Lösungen, modernen Bürgerservice und innovative Mobilitätsangebote gemeinsam voranzubringen. So schaffen wir eine leistungsfähige Verwaltung, eine moderne Infrastruktur und machen Hamburg fit für die Zukunft.“
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