RISE fördert lebendige stabile Quartiere und den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen, mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird insbesondere durch Investitionen in die soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld sowie in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen verbessert. Darüber hinaus werden Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel sowie zur Verbesserung der grünen und blauen Infrastruktur unterstützt. Das Besondere an RISE ist das integrierte, gemeinsame Planen, Handeln und Finanzieren von Projekten. Allein im Jahr 2023 wurden in allen RISE-Quartieren zusammen insgesamt rund 49,8 Millionen Euro öffentliche Mittel eingesetzt, neben rund 21,3 Millionen Euro RISE-Mitteln insbesondere weitere rund 26,6 Millionen Euro Landesmittel. Hamburg umfasst derzeit 28 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung gefördert werden. Altona-Altstadt ist seit 2006 eines davon.
Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Gemeinsam für Altona! Über unser Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung RISE unterstützen wir schon seit 2006 die unterschiedlichsten Entwicklungen in Altona-Altstadt. Wir stoßen damit ganze Quartiersentwicklungen an, ermöglichen neue Spielplätze sowie die Entstehung von Aufenthalts- und Begegnungsräumen. Dabei achten wir stets darauf, dass unsere Maßnahmen direkt den Menschen vor Ort zugutekommen. Das ist nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen, von den beteiligten Behörden, über das Bezirksamt bis zu den Menschen aus der direkten Nachbarschaft, die wir grundsätzlich an den Planungen beteiligen. Zu sehen, dass unsere Förderungen wirken und die Veränderungen von den Menschen angenommen werden, freut mich sehr.“
Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Die Neugestaltung des Straßenraums mit entsprechenden Entsiegelungsmaßnahmen, mehr Grünflächen und intelligenten Klimaanpassungsmaßnahmen ist ein zentraler Baustein, um den städtischen Raum aufzuwerten und Hamburg für die Zukunft aufzustellen. In Altona-Altstadt ist dies auf beindruckende Weise zu sehen. Die Louise-Schroeder-Straße und die Königstraße stehen nach ihrer Umgestaltung exemplarisch für mehr Komfort und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden und für mehr Lebensqualität. Diesen Weg werden wir weiter gehen.“
Dr. Stefanie von Berg, Bezirksamtsleiterin Altona: „Wir haben Tag für Tag den Anspruch, das Leben der Menschen in unserer Stadt zu verbessern. Und hier in Altona-Altstadt sieht man nun sehr deutlich, was möglich ist, wenn sich Behörden und Ämter unterhaken und die dortigen Mitarbeitenden mit viel Leidenschaft eine Vielzahl an Projekten umsetzen. In nur wenigen Jahren ist es uns gemeinsam gelungen, dem Stadtteil nicht nur ein neues Gesicht zu geben – wir begegnen hier auch den städtischen Herausforderungen unserer Zeit. Wir treiben die Mobilitätswende voran, kümmern uns um die Klimafolgenanpassung und sorgen dafür, dass in dicht besiedelten Quartieren Erholungszonen und soziale Angebote entstehen. Ich bin stolz auf das, was wir hier für die Menschen geschafft haben.“
Die Projekte in Altona-Altstadt im Einzelnen:
Umbau der Louise-Schroeder-Straße
Ein Beispiel ist der jüngst abgeschlossene Umbau der Louise-Schroeder-Straße. In einer Bauzeit von gut einem Jahr ist die mehrspurige Straße massiv zurückgebaut worden. Im Sinne des Prinzips einer Schwammstadt wurden etwa 3.700 Quadratmeter Fläche entsiegelt und als ökologisch hochwertige Grünflächen hergestellt. Dazu sind 1,3 Kilometer Radweg und 4.200 Quadratmeter Gehweg hergerichtet worden. Die Louise-Schroeder-Straße durchquert auch den Grünzug Neu-Altona. Durch den Umbau wachsen die Teile nördlich und südlich der Straße näher zusammen.
Spielplatz-Grunderneuerung im Walter-Möller-Park
Auch dank der Unterstützung der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft wurde bereits vor gut einem Jahr der Spielplatz im Walter-Möller-Park nach einer umfangreichen Beteiligungsphase, bei der vor allem Kinder ihre Ideen und Wünsche für die Neugestaltung des Spielplatzes einbringen konnten, grunderneuert. Die rund 10.000 Quadratmeter große Anlage an der Unzerstraße ist ein wichtiges Freizeitangebot für die angrenzenden, verdichteten Wohnquartiere in Altona-Altstadt. Bei der Erneuerung wurde darauf geachtet, die Grundstruktur der Anlage zu erhalten und den Spielplatz besser in den Grünzug Neu-Altona, zu dem der Walter-Möller-Park gehört, einzubinden. Gleichzeitig wurde das grüne Erscheinungsbild des Spielplatzes durch eine Blumenwiese, Sitz- und Picknick-Möglichkeiten und zusätzliche Pflanzungen hervorgehoben.
Neubau Bauspielplatz Hexenberg
Ebenfalls im Walter-Möller-Park wurde im vergangenen Jahr der Neubau des Bauspielplatzes Hexenberg am neuen Standort nördlich der Königstraße fertiggestellt. Der zentrale Standort für die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein Schlüsselprojekt der Integrierten Stadtteilentwicklung in Altona-Altstadt. Er wertet als Teil des Grünzugs Neu-Altona nicht nur den öffentlichen Grün- und Freiraum auf, er verbessert auch die soziale Infrastruktur vor Ort. Auch hier wurden Kinder an den Planungen beteiligt.
Entwicklung des Trinitatis-Quartiers
Deutlich sichtbar entsteht derzeit rund um die Hauptkirche St. Trinitatis an der Königstraße ein neues, vielfältiges und inklusives Quartier der Begegnung. Neben öffentlich gefördertem Wohnungsbau entstehen auf dem Areal eine Kindertagesstätte sowie ein Café als Treff- und Begegnungsstätte. Dafür wurde unter anderem von der Finanzbehörde eine Millionenförderung bereitgestellt.
Grunderneuerung des Grünzugs Neu-Altona
Prägend für den Stadtteil ist die Grunderneuerung des Grünzugs Neu-Altona, der vom Bahnhof Holstenstraße bis zum Fischmarkt reicht und aus mehreren Parks und Grünanlagen besteht. Während der nördliche Teil des Grünzugs bereits grunderneuert war, wurden in den vergangenen beiden Jahren Arbeiten im Kapitän Schröder Park, an den Grünflächen im Walter-Möller-Park sowie der Neubau der Veranstaltungsfläche am Eingang Schomburgstraße abgeschlossen. Durch die Umsiedlung des Bauspielplatzes Hexenberg kann auf dem Gebiet des ehemaligen Standorts an der Königstraße 11a nun der letzte Teil des Grünzugs weiter aufgewertet und als Erholungsfläche im Quartier hergerichtet werden.
Umbau der Königstraße
Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) hat im Auftrag der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende in Altona die Königstraße zur „Straße der Zukunft“ umgebaut – mit geschützten Radfahrstreifen, barrierefreien Bushaltestellen, Grünstreifen, neuen Baumpflanzungen sowie einem System, dass das Regenwasser effizient nutzt. Der Umbau umfasst die Grundinstandsetzung der Fahrbahn und der Nebenflächen bzw. Gehwege, die Sanierung von Straßenabläufen und Anschlussleitungen sowie die Neugestaltung von Grünflächen. Damit entsteht eine so genannte „blau-grüne Infrastruktur“ (blue-green Infrastructure), die das Stadtklima verbessert, die Aufenthaltsqualität erhöht und den Komfort sowie die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden gleichermaßen berücksichtigt.
Einrichtung eines Quartier-Hubs
Mobilitätsangebote, Logistikzentrum und soziale Projekte – das alles kompakt an einem Ort. So lautet die Idee des Quartiers-Hubs an der Holstenstraße. In einem zuvor leerstehenden Gebäude der SAGA ist nach einer Umbauphase ein multifunktionaler Hub mit kommerziellen und gemeinwohlorientierten Projekten entstanden, von dem die Menschen im Quartier auf ganz unterschiedliche Art und Weise profitieren.
Pflanzung von Klimawäldchen
Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, sind bereits Anfang 2023 auf zwei Flächen zwischen der Louise-Schroeder-Straße und der Schomburgstraße kleine Klimawäldchen gepflanzt worden – um das Mikroklima zu verbessern. Auf den Flächen wurde zunächst der Boden aufbereitet, ehe etwa 1.100 Sträucher und Bäume gepflanzt wurden. Daraus sollen in den kommenden Jahren kompakte Mini-Wälder entstehen, die nicht nur Kohlendioxid binden sondern auch Staub filtern, Wasser im Boden halten und vor allem vielen Tierarten und Insekten ein neues Zuhause bieten.
Bilder zu den Projekten stehen zum Download bereit unter: https://share.skyfish.com/sh/yv3tmdqi/1ace0393/2451892.
Rückfragen der Medien
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
André Stark
Tel: 040 42840 2051
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de
Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
Dennis Krämer
Telefon: 040 42841 1685
E-Mail: pressestelle@bvm.hamburg.de
Bezirksamt Altona
Mike Schlink
Tel.: 040 42811 1512
E-Mail: pressestelle@altona.hamburg.de