Im selben Zeitraum ist der Radverkehr in Hamburg um 42 Prozent gestiegen. Verlässliche Zahlen dazu liefern heute 180 Dauerzählstellen an 110 Standorten, die die Radverkehrsinfrastruktur kontinuierlich im Blick behalten.
Mehr Aufenthaltsqualität und Sicherheit
Bedeutende städtebauliche Maßnahmen wie die Umgestaltung des Jungfernstiegs oder die noch in diesem Jahr in die Umsetzung gehende Steinstraße mit breiten Radwegen und verbesserten Flächen für Fußverkehr und Aufenthalt, setzen klare Prioritäten für Nahmobilität und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.
In allen Hamburger Bezirken wurden wegweisende Projekte realisiert, die Klimaresilienz, Aufenthaltsqualität und aktive Mobilität fördern. Die Louise-Schroeder-Straße steht für die klimagerechte Umgestaltung des Straßenraums: Rad- und Autoverkehr wurden konsequent getrennt, rund 3.700 Quadratmeter Fläche entsiegelt. Am Harvestehuder Weg zeigt sich die Nachfrage nach guter Radinfrastruktur besonders deutlich – mit bis zu 10.000 Radfahrenden pro Tag ist die Fahrradstraße Hamburgs meistbefahrene und Teil des Projekts Alster Fahrradachsen entlang der Außenalster. Innovative Lösungen wie Hamburgs erste „Protected Bike Lanes“ an der Hannoverschen Straße oder Esplanade schaffen geschützte Radfahrstreifen, entlasten die Gehwege und erhöhen somit Sicherheit und Komfort für alle Verkehrsteilnehmer.
Die Einführung von Radspuren auf der Reeperbahn haben nicht nur den Radverkehr attraktiver gemacht, sondern auch die Aufenthaltsqualität für Fußgänger deutlich verbessert und eine durchgängige Radverbindung zwischen Altona und der Innenstadt vervollständigt.
Darüber hinaus wurde die Mansteinstraße umfassend modernisiert: Verbreiterte und barrierefreie Gehwege, der Erhalt des alten Baumbestands sowie die Modernisierung von Bushaltestellen tragen zu einer integrativen und nachhaltigen Mobilitätsinfrastruktur bei.
Neben diesen Maßnahmen wurden viele weitere Straßenräume in allen Bezirken, im Hafengebiet und durch den Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer in den Vergangenen zehn Jahren aufgewertet. Darunter folgende Highlights:
- Bezirk Hamburg-Mitte: Ballindamm, Jungfernstieg, Alexandra-Stieg, Billstedter Hauptstraße, Halskestraße, Horner Weg, Jungiusstraße, Marseiller Promenade, Nord-Süd-Durchquerung Wilhelmsburg
Kurz vor Fertigstellung befindet sich die Brücke Entenwerder zwischen HafenCity und Rothenburgsort
- Bezirk Altona: Louise-Schroeder-Straße, Fahrradstraßen Chemnitz- und Thadenstraße, Eulenstraße, Reventlowstraße, Geh- und Radweg entlang der S1
- Bezirk Eimsbüttel: Rellinger Straße (Schulstraße), Langenfelder Damm, Högenstraße, Mansteinstraße, Schlüterstraße
- Bezirk Hamburg-Nord: Leinpfad, Fuhlsbüttler Damm, Uferstraße, Radweg Pergolenviertel, Hufnerstraße
- Bezirk Wandsbek: Frahmredder, Stormarner Straße Eulenkamp, Fabriciusstraße, Gustav-Seitz-Weg, Schimmelmannstraße, Am Stadtrand
- Bezirk Bergedorf: Kurt-A.-Körber-Chaussee, Ludwig-Rosenberg-Ring, Oberer Landweg, Geh- und Radwege Boberger Niederung
- Bezirk Harburg: Veritaskai (Harburger Binnenhafen), Gleisstieg, Denickestraße, Am Radeland, Hannoversche Straße
- Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer: Alster Fahrradachsen, Dammtordamm, Esplanade, Hohenfelder Bucht, Elbchaussee, Königstraße, Max-Brauer-Allee, Eppendorfer Marktplatz (kurz vor Fertigstellung), Hallerstraße, Rothenbaumchaussee
- Hamburg Port Authority: Reiherdamm, Hermann-Blohm-Straße, Argentinienbrücke
Bündnis für den Rad- und Fußverkehr
Das Bündnis aus 28 Behörden, Bezirken, Landesbetrieben und Institutionen agiert als zentraler Baustein der Mobilitätswende in Hamburg. Über dieses Bündnis werden zahlreiche Maßnahmen der Bezirke und anderer Realisierungsträger finanziert ebenso wie Personalstellen ermöglicht. Mehr Infos über das Bündnis ist hier zu finden: Radfahren in Hamburg jetzt & in Zukunft | Radkultur Hamburg
Rückfragen der Medien
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