Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und die Hamburger Energienetze (HNE) erneuern seit August 2025 gemeinsam die Rodigallee. Zusätzlich zu den Bauarbeiten im ersten Abschnitt von der Jüthornstraße bis zum Holstenhofweg, die noch bis Ende 2027 andauern, werden im Juni die Bauarbeiten im zweiten Abschnitt zwischen den Kreuzungen Jenfelder Allee und Öjendorfer Damm beginnen. Auch in diesem zweiten, ca. einen Kilometer langen Bauabschnitt werden die Arbeiten weiterhin eng zwischen Leitungs- und Straßenbau koordiniert, um die Gesamtbauzeit zu verkürzen.
Die Rodigallee ist als Verkehrsachse im Hamburger Osten stark sanierungsbedürftig und wird über die nächsten Jahre als Straßenraum ganzheitlich aufgewertet. Die Maßnahme umfasst eine grundlegende Sanierung der Fahrbahn, die Verbreiterung der Geh- und Radwege sowie den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen und Querungen. Gleichzeitig wird der Allee-Charakter nachhaltig gestärkt, indem rund 50 zusätzliche Bäume gepflanzt werden. Die Bauarbeiten im zweiten Abschnitt umfassen den östlichen Teil der Rodigallee zwischen Jenfelder Allee und Öjendorfer Damm, inklusive der beiden Kreuzungsbereiche und sind mit den Maßnahmen im Umfeld abgestimmt und koordiniert. Dieser zweite Bauabschnitt ist erneut in mehrere Bauphasen unterteilt, die nacheinander von Osten (beginnend an der Kreuzung Öjendorfer Damm) nach Westen (zum Abschluss die Kreuzung Jenfelder Allee) bearbeitet werden.
Detaillierte Informationen zu den Bauphasen, Umleitungen und Änderungen im ÖPNV gibt es auf der Projektwebsite des LSBG unter www.lsbg.hamburg.de/rodigallee.
Während der jeweiligen Bauphasen werden provisorische Wege für den Fuß- und Radverkehr eingerichtet. Es kann zu kurzzeitigen Sperrungen der Grundstückszufahrten kommen, über die Anliegende vorher gesondert informiert werden.
Verkehrsführung im zweiten Bauabschnitt
- An der Kreuzung Öjendorfer Damm/Barsbütteler Straße wird die Verkehrsführung so gestaltet, dass ab 1. Juni 2026 mindestens ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung stehen wird. Auch die Abbiegebeziehungen bleiben größtenteils bestehen. Für notwendige Sperrungen werden entsprechende Umleitungsstrecken ausgewiesen.
- Im Abschnitt zwischen der Kreuzung Öjendorfer Damm und der Kreuzung Jenfelder Allee werden die Verkehre ab voraussichtlich Mitte 2027 an den Arbeitsstellen über eine Fahrspur je Fahrtrichtung vorbeigeführt.
- An der Kreuzung Jenfelder Allee/Schiffbeker Weg werden ab voraussichtlich Mitte 2028 nach Abschluss der Arbeiten im mittleren Abschnitt die Verkehrsführungen so angepasst, dass mindestens ein Fahrstreifen pro Richtung bestehen bleibt. Auch Abbiegebeziehungen bleiben größtenteils erhalten. Für notwendige Sperrungen werden entsprechende Umleitungsstrecken ausgewiesen.
Radverkehr: Der Radverkehr wird aufrechterhalten und sicher am Baufeld vorbeigeführt. Falls dies nicht möglich ist, werden entsprechende Umleitungsstrecken über parallel verlaufende Straßen ausgewiesen. Die genauen Routen variieren je nach Abschnitt.
Fußverkehr: Der Fußverkehr wird jederzeit sicher am Baufeld vorbeigeführt.
Anlieger:innen/Müll/Rettungsdienste: Die Zufahrt zu den Grundstücken wird – soweit möglich – aufrechterhalten. Einzelne Sperrungen werden mit den betroffenen Anliegern direkt vorab abgestimmt.
Die Müllabfuhr und Rettungswege sind durchgängig sichergestellt.
ÖPNV: Die Bushaltestellen müssen während der Bauarbeiten zeitweise verlegt werden. An den betroffenen Haltestellen des ÖPNV wird es entsprechende Aushänge geben.
Hinweis zum aktuellen Klageverfahren: Im Zusammenhang mit dem weiterhin laufenden Klageverfahren gegen den Umbau der Rodigallee hat das Verwaltungsgericht in erster Instanz den Antrag im Eilverfahren abgewiesen. Das Verfahren befindet sich derzeit in der zweiten Instanz. Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat im Rahmen einer Zwischenverfügung vom 6. Mai 2026 verfügt, die Bauarbeiten im Abschnitt zwischen der Kreuzung Jüthornstraße/Kielmannseggstraße/Rodigallee und der Einmündung der Straße Bornkamp bis zur endgültigen Entscheidung vorübergehend auszusetzen. Diese Vorgabe wird selbstverständlich umgesetzt. Alle übrigen Bauarbeiten im Projektgebiet werden planmäßig fortgeführt. Die Zwischenverfügung stellt keine Vorfestlegung hinsichtlich der Rechtmäßigkeit der Planungen dar, sondern dient der rechtlichen Absicherung bis zur abschließenden Klärung.
Über das Projekt
Autofahrer und Autofahrerinnen: Grundinstandsetzung der stark sanierungsbedürftigen Fahrbahn
Zur Stärkung der Verkehrssicherheit wird der stark sanierungsbedürftige Straßenzug im zweiten Bauabschnitt auf einer Fahrbahnfläche von ca. 23.000 m2 grundinstandgesetzt. Der gesamte Abschnitt Jüthornstraße – Rodigallee zwischen Bovestraße und Öjendorfer Damm ist in keinem guten Zustand und wird aus diesem Grund in der Liste des Programms Straßenerhaltungsmanagement der Stadt geführt. Auch der Parkraum wurde intensiv untersucht. Für die Anwohnenden wird es auch nach dem Umbau ausreichend Parkstände geben.
Fahrgäste ÖPNV: Rodigallee als wichtige Busachse in Hamburgs Osten
Die Rodigallee ist stadteinwärts eine der am stärksten genutzten Busachsen aus Jenfeld/Marienthal in Richtung Wandsbek und Innenstadt. Insgesamt verkehren dort 11 Buslinien, darunter die Xpress Bus-Linien X22, X35 und X11 sowie die HVV-Linien 10, 27, 261 und 263. In Spitzenzeiten nutzten schon vor der Einrichtung der neuen stark nachgefragten Xpress-Linien mehr Bürgerinnen und Bürger den Bus als das Auto. Die Planungen beinhalten auch, dass die künftige S4-Haltestelle Bovestraße dann von der Rodigallee aus mit HVV-Bussen gut angebunden und erreichbar sein wird. Dies wird den Weg der ÖPNV-Fahrgäste in Richtung Innenstadt deutlich beschleunigen.
Fuß- und Radverkehr: Kopenhagener Radweg und breitere Gehwege
Insgesamt entstehen im Projekt sieben Kilometer neue, komfortable und breitere Radwege. Im zweiten Bauabschnitt werden insgesamt 1,5 Kilometer Radverkehrsanlagen saniert, gut die Hälfte davon (ca. 860 Meter) werden als Protected Bikelane entstehen. Zusätzlich werden etwa 8.400 m2 Gehwege saniert.
Durch die angrenzenden Schulen Gymnasium Marienthal und Max-Schmeling-Stadtteilschule sind viele Kinder und Jugendliche in diesem Bereich unterwegs. Die klare bauliche Trennung von Fuß- und Radwegen von der Fahrbahn hilft zukünftig, Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger besser sichtbar zu machen, was die Verkehrssicherheit insgesamt erhöht.
Umwelt: Allee wird vervollständigt mit positiver Baumbilanz
Im Zuge der Umgestaltung der Rodigallee wird der Alleecharakter der Straße erhalten. Mehr noch: Die Allee wird vervollständigt und eine positive Baumbilanz im Zuge der Umgestaltung erzielt. Insgesamt werden an der Rodigallee über ca. 5.000 m2 Fläche entsiegelt, was bei Starkregenereignissen dazu führt, dass Regenwasser besser im Erdreich versickern kann. Des Weiteren wird dadurch die Vitalität der Straßenbäume gestärkt und zu starker Hitzeentwicklungen im Straßenraum vorgebeugt. Um die Allee zu erhalten und den Baumbestand zu stärken, muss die Entwässerung weiter von den Bäumen zurückversetzt und entfernt werden.
Energie: Erneuerung der Versorgungsinfrastruktur
Die Hamburger Energienetze haben in der Rodigallee bereits beidseitig der ca. 1.100 m Mittelspannungsleitung, ca. 1.100 m Fernmeldeleitung und ca. 3.500 m Niederspannungsleitung verlegt. Zusätzlich wurden zwei Verteilerschränke und 78 Hausanschlüsse erneuert. Im Kooperationsprojekt werden auf einer Länge von 1,6 km Hochspannungskabel und eine neue Leitung von der Schaltanlage zum Umspannwerk Barmbek verlegt.
Rückfragen der Medien
Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
E-Mail: pressestelle@bvm.hamburg.de
Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer
Henning Grabow
Telefon: 040 42826 2299
E-Mail: lsbgkommunikation@lsbg.hamburg.de