Die Sanierung der 24 Meter langen Wartenaubrücke stärkt die Tragfähigkeit, bewahrt ihre historische Substanz und stadtbildprägende Architektur und sichert ihre langfristige Nutzbarkeit. Die Lage über dem Eilbekkanal, der beengte Raum (23 Meter Breite), die statischen Anforderungen und die Vorgaben des Denkmalschutzes erfordern dabei ein komplexes Vorgehen. Ein zentraler Bestandteil der Arbeiten ist die Instandsetzung und Verstärkung der Stahlkonstruktion sowie die vollständige Erneuerung der Fahrbahnplatte und der Geh- und Radwege. Die Maßnahme erhöht die Verkehrssicherheit und sorgt dafür, dass die Wartenaubrücke langfristig eine stabile und verlässliche Verbindung für alle Verkehrsteilnehmenden bleibt.
Sichtbarer Baufortschritt
In den vergangenen Monaten hat eine Fachfirma die Stahlkonstruktion mithilfe eines speziellen Verfahrens vollständig von alten Farbschichten befreit, indem sie die Oberfläche unter hohem Druck mit feinen Partikeln gestrahlt und so Rost sowie die schwermetallhaltige Altbeschichtung gründlich entfernt hat. Anschließend wurden alle beschädigten Träger ausgetauscht, die Streben verstärkt und sämtliche Stahlbauteile neu beschichtet. Die Arbeiten werden im Februar abgeschlossen sein. Die Brückenkonstruktion ist von oben gut sichtbar, die Sanierung damit direkt nachvollziehbar. Parallel zu den letzten Arbeiten am Stahlgerüst werden die Vorbereitungen für die Betonage der neuen Überbau-Fahrbahnplatte getroffen, die ab März beginnt. Auch das Geländer wird neu beschichtet. Durch Rost beschädigte Zierelemente (Oktaeder) werden instandgesetzt oder in gleicher Form neu gefertigt und wieder an der Unterseite der Geländerpfosten befestigt.
Mit Abschluss der Arbeiten auf der Ostseite beginnt im Juli 2026 die zweite Bauphase: Die Arbeiten wechseln dann auf die Westseite der Brücke. Der Verkehr wird so umgelegt, dass weiterhin eine Fahrspur in Richtung Norden zur Verfügung steht.
Straßensanierung startet parallel
Bereits am 2. März 2026 beginnt koordiniert mit der Brückenmaßnahme die umfassende Sanierung des rund 650 Meter langen Straßenzugs Lerchenfeld – Wartenau. Damit wird die Erreichbarkeit der Hochschule für bildende Künste (HFBK) und des Gymnasiums Lerchenfeld deutlich gestärkt. Die Arbeiten sind in Ablauf und Verkehrsführung eng aufeinander abgestimmt, wodurch zusätzliche Belastungen für Verkehr und Anwohnende vermieden werden. Die Sanierung ist notwendig, da Fahrbahn sowie Geh- und Radwege auf dieser Strecke erhebliche Schäden aufweisen. Risse, Spurrinnen und Wurzelaufbrüche beeinträchtigen die Verkehrssicherheit seit Längerem und erfüllen nicht mehr die heutigen Anforderungen an eine moderne Infrastruktur.
Ziele der Straßenbaumaßnahme
Im Zuge der Planung wurden unterschiedliche Verkehrsvarianten entwickelt und intensiv untersucht, um die Anforderungen von Fuß-, Rad-, Liefer- und Kfz-Verkehr bestmöglich und gleichberechtigt in Einklang zu bringen. Um den Straßenzug zukunftsfähig zu gestalten und den öffentlichen Raum nachhaltig aufzuwerten, werden folgende Maßnahmen umgesetzt:
- Fahrbahn: Die beschädigte Asphaltoberfläche wird vollständig erneuert, um Sicherheit und Fahrkomfort dauerhaft zu verbessern.
- Geh- und Radwege: Modernisierung und stellenweise Verbreiterung; neue Radverkehrsanlagen erhalten Sicherheitsstreifen zum Parkverkehr. An Einmündungen entstehen überwiegend Gehwegüberfahrten, bei denen der Gehweg über die Nebenstraße geführt wird, um den Fuß- und Radverkehr zu stärken und den Verkehrsablauf klarer zu gestalten.
- Barrierefreiheit: An Knotenpunkten entstehen barrierefreie Querungen (z. B. taktile Elemente, abgesenkte Borde), um die Zugänglichkeit für alle Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten.
- Grünflächen und Stadtklima: Teilversiegelte Flächen werden entsiegelt, Grünflächen verbreitert und Baumstandorte saniert.
Information bei unvermeidbaren Sperrungen
Kurzfristige und unvermeidbare Sperrungen für Asphaltarbeiten oder das Versetzen großer Bauteile werden rechtzeitig angekündigt. Zufahrten zu Arztpraxen, Lieferverkehr, Müllabfuhr sowie Fuß- und Radverkehr bleiben gesichert. Rettungsdienste können die Baustelle uneingeschränkt passieren.
Parallel und effizient
Durch die parallele Umsetzung von Straßen- und Brückensanierung müssen Verkehrsführung und Baustellenlogistik nur einmal angepasst werden. Die Belastung für Anwohnende konzentriert sich auf einen Zeitraum, spätere zusätzliche Eingriffe in den Straßenraum werden vermieden.
Bildmaterial kann hier heruntergeladen werden:
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Die eingehauste Baustelle der Wartenaubrücke: Die verstärkte und neu beschichtete Stahlkonstruktion ist freigelegt, aktuell abgedeckt und für die Betonage der neuen Fahrbahnplatte vorbereitet.
Weitere Informationen
Aktuelle Informationen zur Baumaßnahme stellt der LSBG fortlaufend auf seiner Website unter www.lsbg.hamburg.de bereit.
Rückfragen der Medien
Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM)
E-Mail: pressestelle@bvm.hamburg.de
Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG)
Susanne Richter
Telefon: 040 42826 2907
E-Mail: lsbgkommunikation@lsbg.hamburg.de