Im Rathaus unterzeichneten der Erste Bürgermeister Olaf Scholz, Wirtschaftssenator Frank Horch und Handwerkskammerpräsident Josef Katzer die Fortschreibung 2013.
In den Aktionsfeldern Fachkräftesicherung und Qualifizierung, Flächen, Handwerksförderung und Innovation, Existenzgründung und Betriebsnachfolge, Öffentliche Vergabe, Qualitätspolitik, Umwelt und Imagekampagne des Handwerks wurden Grundvereinbarungen getroffen und gemeinsame Aufgaben festgeschrieben.
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: „Der Senat erfüllt damit die Zielsetzung aus seinem Arbeitsprogramm, den Wirtschaftszweig Handwerk mit über 15.000 Unternehmen strategisch zu stärken.“
Mit der vorliegenden zweiten Fortschreibung befinden sich die Partner mit den Aktivitäten des „Masterplan Handwerk 2020“ erneut auf gutem Weg. Sie werten es als großen Erfolg, dass auch in 2013 Maßnahmen fortgeführt und neue Vorhaben begonnen werden konnten, obwohl der finanziellen Förderung aufgrund der Konsolidierung des Landeshaushalts weiterhin enge Grenzen gesetzt sind.
Wirtschaftssenator Frank Horch hob anlässlich der Unterzeichnung des Fortschrittsberichts die Bedeutung des Handwerks für den Wirtschaftsstandort hervor: „In unserer mittelständisch geprägten Stadt Hamburg spielt das Handwerk mit seinen fast 130.000 Beschäftigten eine tragende Rolle. Seine kreativen Ideen für Produkte und Dienstleistungen und dessen qualitätsorientierte Umsetzung bilden eine Grundvoraussetzung für Fortschritt und Wachstum.“
Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg: „Der Masterplan Handwerk 2020 ist eine wertvolle Strategie für den Mittelstand. Er nützt der Stadt und ihrem Handwerk gleichermaßen. Wir danken dem Senat sehr, dass er insbesondere vor dem Hintergrund der Haushaltskonsolidierung diese Strategie gemeinsam mit dem Handwerk konsequent weiterverfolgt. Die Erfolge der bisherigen Arbeit in dieser Partnerschaft können sich sehen lassen. Dazu gehört die Errichtung eines geplanten Handwerks- und Gewerbehofes am Offakamp in Eimsbüttel ebenso wie die Fortsetzung des Landesprogramms "Qualifizierung im Handwerk" zur Förderung der beruflichen Weiterbildung und das neue ESF-Projekt "Integrierte Nachwuchsgewinnung im Handwerk". Nicht zuletzt freuen wir uns, dass wir uns künftig gemeinsam mit dem Senat für die Mobilität der Zukunft engagieren können: Die Initiative der Handwerkskammer "1.000 E-Fahrzeuge für das Handwerk" wird mit dem städtischen Leitprogramm zur E-Mobilität verknüpft."
Einige Beispiele:
- Für die weitere positive Entwicklung des Wirtschaftszweigs Handwerk ist die Sicherung des Fach-kräftebedarfs durch Ausbildung und die Fort- und Weiterbildung von entscheidender Bedeutung. Dabei sollen künftig mehr Frauen, ältere Menschen und Personen mit Migrationshintergrund für die Tätigkeit im Handwerk gewonnen werden. In der neuen Fachkräftestrategie des Senats wurden die besonderen Belange des Handwerks berücksichtigt.
- Das Landesprogramm „Qualifizierung im Handwerk“ ist am 1. Januar 2013 im Rahmen des ESF-Programms „Weiterbildungsbonus“ mit einer Laufzeit von zunächst einem Jahr gestartet. Bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres wurden mit Hilfe des Programms Weiterbildungsmaßnahmen für 74 Handwerkerinnen und Handwerker gefördert. Das Programm wird daher im kommenden Jahr fortgeführt.
- Auch im Bereich der Nachwuchsgewinnung kann durch das künftige ESF-Projekt „Integrierte Nachwuchsgewinnung im Handwerk“ ein wichtiges Modul hinzugefügt werden. Ziel ist es, in enger Kooperation mit den Innungen und der Jugendberufsagentur die Zahl der Auszubildenden im Hamburger Handwerk zu erhöhen, den Ausbildungserfolg zu sichern und den beruflichen Aufstieg von Frauen im Handwerk zu fördern.
- Die Handwerkskammer Hamburg hat im Verbund mit der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit Hamburg und Jobcenter team.arbeit.hamburg, der IKK classic und der Stiftung Berufliche Bildung das Projekt „Lüüd – Personalberatung für Handwerk und Mittelstand in Hamburg“ ins Leben gerufen. Seit Juni 2013 bietet das Projekt Beratung aus einer Hand zu allen Fragen rund um die Themen Personal und Qualifizierung. Das Serviceangebot umfasst auch das betriebliche Gesundheitsmanagement und richtet sich gleichermaßen an Unternehmen und Beschäftigte.
- Der Senat unterstützt die auf Hamburg bezogenen Aktivitäten der Handwerkskammer im Rahmen der bundesweiten Imagekampagne Handwerk. Eine aktuelle Ausstellung der Handwerkskammer in der Rathausdiele informiert über wichtige Aspekte des Hamburger Handwerks und präsentiert anschaulich die Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern des Masterplans Handwerk.
Die gemeinsamen Projekte dokumentieren die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Handwerkskammer.
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten: www.hamburg.de/bwvi und www.hwk-hamburg.de
Der Masterplan Handwerk 2020 steht zum Download bereit unter:
http://www.hamburg.de/contentblob/4111720/data/masterplan-handwerk.pdf
Rückfragen:
Ute Kretschmann
Handwerkskammer Hamburg
Tel.: 040 35905-227
E-Mail: ukretschmann@hwk-hamburg.de