Es ist uns wichtig, auch dem Bund immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, welche Bedeutung die maritime Branche für das ganze Land hat.“ Die Nationale Maritime Konferenz unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel beschäftigt sich mit den Zukunftsperspektiven der Branche in Deutschland. Im Kern steht die Frage, wie wir unsere Infrastruktur so verstärken können, dass die deutschen Häfen auch zukünftig Motor unseres Außenhandels sind und wie wir seemännisches Können in unserem Land erhalten können.
Die maritime Wirtschaft ist in den Bereichen Know-How und Innovation weltweit Spitze. Viele wesentliche Punkte wie die Etablierung gleicher Wettbewerbsbedingungen im europäischen Raum, der Erhalt der Konkurrenzfähigkeit der Deutschen Flagge oder die Förderprogramme im Bereich der Zukunftstechnologien stehen auf der Tagesordnung. Hamburg hat im Vorfeld mit der erfolgreichen Bundesratsinitiative zum Lohnsteuereinbehalt in der Seeschifffahrt ein wichtiges Signal gesetzt. Wirtschaftssenator Horch wies erneut auf die hohe Bedeutung hin: „In Anbetracht des Kostendrucks als Folge der langanhaltenden Krise in der Seeschifffahrt müssen wir gemeinsam dem drohenden Verlust des seemännischen Know-hows entgegenwirken. Zukunftsorientierte und konkurrenzfähige Unternehmen benötigen erfahrene Seeleute, die in Reedereien, bei Zulieferbetrieben, im Schiffbau, bei Dienstleistern, bei Behörden und vielen weiteren Stellen ihr exzellentes Fachwissen einsetzen. Ich bin überzeugt, das wird beim Bund genauso gesehen.“
Der Fokus Hamburgs ist auch auf die dringend erforderliche Verbesserung der Hinterland Infrastruktur, wie A26, Ausbau des Schienenknotens und die Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe gerichtet. Der Senator dazu: „Ich habe zu diesen Themen intensive Gespräche mit der Bundesregierung geführt. Die Bedeutung des Hamburger Hafens ist auch in Berlin unbestritten. Gleichwohl nutzen wir auch diese Plattform für weitere Gespräche.“