Weichenstellungen am Hauptbahnhof

Wie könnten Bahnhof und Umfeld in Zukunft aussehen?

07. Januar 2016 Pressemitteilung

Der Hamburger Hauptbahnhof hat täglich rund 500.000 Fahrgäste und Besucher. Er ist damit der meistfrequentierte Bahnhof in Deutschland. Auch das Umfeld des Hauptbahnhofs wird von vielen Menschen durchquert und genutzt und hat eine hohe Bedeutung als öffentlicher Raum und Eingangstor vieler Reisender in die Stadt. Mit dieser Situation am und um den Hauptbahnhof beschäftigt sich der Senat intensiv. Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) lässt daher in diesem Jahr eine Verkehrsuntersuchung zum Umfeld des Hamburger Hauptbahnhofs erstellen. Parallel hierzu wird seitens der Deutschen Bahn (DB) eine Personenverkehrsstromanalyse für die Abläufe innerhalb des Hauptbahnhofs erarbeitet. Beide Untersuchungen werden die Grundlage für weitere Planungen sein. Senator Frank Horch sagt dazu: „Es werden dabei verschiedene Szenarien einer funktionellen Neuordnung entwickelt. Diese eröffnen uns bei der weiteren Planung unterschiedliche Optionen für Entwicklungen im Bereich des Hauptbahnhofs. Ziel ist es, Bahnhof und Umfeld zu einer für die Fahrgäste, die Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Gäste attraktiven Visitenkarte der Stadt zu entwickeln.“

  • Wirtschaft, Arbeit und Innovation

Im Arbeitskreis Hauptbahnhof werden laufend anstehende bauliche, soziale und sicherheitsrelevante Themen erörtert und gelöst. Optimierung der Beleuchtung und der Sauberkeit, die Einrichtung öffentlicher WC-Anlagen und die Schließung vermüllter Tunnelbereiche haben bereits für eine sichtbare Verbesserung der Situation gesorgt.  Auch die Flüchtlingsproblematik am Hauptbahnhof konnte so kooperativ bewältigt werden. Durch die Deutsche Bahn wurde die Hallenverglasung erneuert und es werden sukzessive Erneuerungen der Bahnsteige und der Beleuchtung vorgenommen.

Das ist ein Anfang, dem weitere Schritte in erheblichem Umfang folgen sollen.  Insbesondere der Südsteg und seine Abgänge zu den Bahnsteigen sind zeitweise überfüllt. Um diese Situation zu entspannen, untersucht die Deutsche Bahn u.a., ob zusätzliche Bahnsteigzugangsanlagen von der Steintorbrücke geschaffen werden können und eine punktuelle „Öffnung“ der bisher geschlossenen Südfassade des Bahnhofsgebäudes möglich ist.

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation befasst sich mit den Möglichkeiten einer Umgestaltung des engeren Umfeldes des Hamburger Hauptbahnhofs und lässt hierzu vom Zentrum für integrierte Verkehrssysteme (ZIV) eine Verkehrsuntersuchung erstellen. Basierend auf der Analyse und Prognose der Verkehrsströme sowie einer Analyse des Bestands und der Handlungsbedarfe werden dann Varianten der Verkehrsführung im Steintordamm und der funktionalen Neuordnung des Bahnhofsumfeldes erarbeitet werden. Die Verkehrsuntersuchung soll bis Ende 2016 abgeschlossen werden.

Dabei geht es auch um eine Neuordnung und Optimierung der Verknüpfungen mit den anderen Verkehrsmitteln. So soll u.a. geprüft werden, ob zum Beispiel die Kommunaltrasse in der Mönckebergstraße auf den Steintordamm verlängert werden. Die Untersuchungen sollen Optimierungspotenziale der Flächennutzung und der Aufenthaltsqualität im Außenbereich des Hauptbahnhofes sowie der stadträumlichen Integration des Hauptbahnhofes in das unmittelbare Umfeld aufzeigen.

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