Die Bauarbeiten an diesem weiteren Abschnitt der Alster Fahrradachsen haben bereits am 4. September begonnen. Sie unterteilen sich in zwei Phasen: Bis Ende Oktober wird der Bereich zwischen Alter Rabenstraße und Fontenay umgebaut. Noch in diesem Jahr können also Hamburgs Radfahrer von der Krugkoppelbrücke bis Fontenay durchgängig auf einer Fahrradstraße fahren. Nach dem Ende der kalten Jahreszeit und dem Wegzug des amerikanischen Generalkonsulats beginnen nach jetzigem Planungsstand im März 2018 die Bauarbeiten zwischen Fontenay und Kennedybrücke. Um den heutigen verkehrsberuhigten Zustand auch künftig beizubehalten, wird für Autos der südliche Abschnitt bis Fontenay nur von der Kennedybrücke anzufahren sein.
Mit ihrem Umbau zur Fahrradstraße wird die Straße Alsterufer auf gesamter Länge 5,50 Meter breit sein, womit das Alstervorland erweitert wird. Vor allem in dem Bereich zwischen Fontenay und dem heutigen amerikanischen Generalkonsulat wird es auf der Alsterseite mehr Raum für Grünflächen geben.
„Hier entsteht ein weiterer Abschnitt von Hamburgs Premium-Radwegen. Die Fahrradstraßen auf den Alster Fahrradachsen machen das Radfahren nicht nur attraktiver und sicherer. Sie vereinfachen auch Pendlern aus vielen Teilen der Stadt den täglichen Weg zwischen Quartier und Arbeitsplatz“, sagt Andreas Rieckhof, Staatsrat in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. „Doch nicht nur die Radfahrerenden profitieren von unserer Radverkehrsstrategie, sondern alle Hamburgerinnen und Hamburger. Indem wir den Radverkehr kontinuierlich ausbauen, entlasten wir die Straßen insgesamt von ihren Lärm-, Luft- und Stauproblemen und schaffen gleichzeitig eine klare und sichere Aufteilung des Straßenraums für alle Verkehrsteilnehmer“, so Rieckhof weiter.
Umweltsenator Jens Kerstan: „Ich freue mich sehr darüber, dass mit der neuen Fahrradstraße zusätzliche grüne Flächen für das Alstervorland gewonnen werden konnte. Es ist eine wirkliche Aufwertung. Die Radewegeführung wurde dem landschaftlichen Schwung angepasst und verneigt sich damit quasi vor der Schönheit des Ortes. Dass unter der Lindenpromenade an der Wasserseite nicht mehr geparkt werden kann, tut den Bäumen unendlich gut. Sie können jetzt frei von Bodenverdichtungen durch die Autos besser wachsen und damit auch deutlich älter werden.“
Die Alster Fahrradachsen sind Teil des Veloroutenkonzepts der Stadt Hamburg. Die zwölf sternförmig vom Rathausmarkt in die äußeren Stadtteile verlaufenden Routen verbinden die Innenstadt mit den wichtigsten Zentren der Bezirke, und zwei Ringverbindungen erschließen die Wohngebiete der inneren und äußeren Stadt. Die Velorouten verlaufen weitgehend abseits der Hauptverkehrsstraßen, wo Radfahrer auf der Fahrbahn mitfahren können, durch Tempo-30-Zonen und auf Fahrradstraßen. Auf vielen Abschnitten sind die Velorouten bereits heute gut befahrbar. Bis 2020 sollen sie mit einer Gesamtlänge von etwa 280 Kilometern kontinuierlich ausgebaut und beschildert werden, so dass sie modernen Standards entsprechen und sicher und komfortabel zu befahren sind.
Wie im Gesamtprojekt Alster Fahrradachsen werden auch auf dem Abschnitt Alsterufer nicht nur neue Radverkehrsanlagen geschaffen. Die Straße muss ohnehin repariert werden, weshalb die Fahrbahnoberflächen erneuert und Flickstellen sowie Schlaglöcher ausgeglichen werden. Zudem sind die neuen Asphaltoberflächen lärmreduzierend.