Senatorin Dr. Leonhard besucht Standort Rahlstedt

27.500 Hamburgerinnen und Hamburger durch Jobcenter in Arbeit

26. Juni 2026 Pressemitteilung

Mehr als 27.500 Menschen im Bürgergeldbezug haben im vergangenen Jahr Arbeit aufgenommen, mehr als 30.000 Menschen wurden durch Qualifizierungen und Coachings unterstützt, und über 1.800 Beschäftigungsverhältnisse unmittelbar gefördert.

  • Wirtschaft, Arbeit und Innovation

Arbeitssenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Wir brauchen jede Kompetenz auf dem Arbeitsmarkt. Unternehmen suchen nach engagierten Mitarbeitenden – und wenn die Qualifikation noch nicht zu dem Bedarf passt, gibt es zahllose Möglichkeiten, wie wir diesen Weg gemeinsam gehen. Mit den Instrumenten des Jobcenters und des Senats geben wir alles, um für Menschen den Weg in den passenden Job zu finden. Denn statt nur Leistungen zu zahlen, geht es um viel mehr – nämlich darum, sich einbringen zu können, die eigenen Stärken auszuspielen, den Lebensunterhalt zu verdienen, soziale Absicherung zu gewährleisten, und als Teil der Arbeitswelt Anerkennung zu erfahren.“

Beitrag des Jobcenters zur Arbeits- und Fachkräftesicherung

Mit jährlich rd. 400.000 Beratungsgesprächen der Integrationsfachkräfte leistet das Hamburger Jobcenter seinen Beitrag zur Arbeits- und Fachkräftesicherung. Im ersten Halbjahr 2026 hat sich das Jobcenter an mehr als 120 Messen und Veranstaltungen beteiligt oder führte diese zum Teil selbst durch, um Arbeitgebende und potenzielle Bewerberinnen und Bewerber zusammenzubringen. Darüber hinaus ist geplant, dass die Beratung von Erziehenden früher einsetzt als bisher, um die Erwerbsquote von Frauen zu steigern und so Altersarmut zu verhindern.

2025 wurden rd. 130 Millionen Euro und bis April 2026 über 40 Millionen Euro in arbeitsmarktpolitische Förderungen investiert.

Sozialer Arbeitsmarkt

Rund 70 Prozent der Jobcenter-Kundinnen und Kunden haben keinen Berufsabschluss und suchen daher Arbeit im Helferbereich. Mangelnde Vermittlungsnähe und oft auch verfestigte Problemlagen sind die Hauptmerkmale dieser Menschen, die meist schon länger hilfebedürftig und im Leistungsbezug sind. In den allermeisten Fällen scheitert die Integration nicht am Willen, sondern an den Voraussetzungen. Integration in Arbeit braucht daher Zeit und ist ein Entwicklungsauftrag!

Zwei Erfolgsgeschichten zeigen auf, welche Chancen sich gerade langzeitarbeitslosen Frauen auf dem Arbeitsmarkt durch die Förderung „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ bieten. Durch das Förderangebot des Jobcenters hat Stephanie F. (56) am 1. Februar 2025 eine unbefristete Arbeit als Projektleiterin bei dem Unternehmen GSB Gebäudedienste GmbH aufnehmen können. Kristin C. (47) ist seit dem 1. September 2025 bei der Providens Sicherheit GmbH unbefristet als Sicherheitskraft beschäftigt.

„Diese beiden Beispiele machen aber auch deutlich, dass es für uns im Jobcenter essenziell wichtig ist, dass die Kundinnen und Kunden die Beratungstermine, zu denen wir sie einladen, wahrnehmen, damit wir sie optimal und individuell unterstützen können,“ sagt Dirk Heyden, Geschäftsführer von Jobcenter team.arbeit.hamburg. „Mit den ab dem 1. Juli geltenden neuen gesetzlichen Regelungen – insbesondere zur Termintreue und Verbesserung der Erwerbsanreize – wird ein Impuls gesetzt, dass jede und jeder erwerbsfähige Leistungsberechtigte grundsätzlich die volle Arbeitskraft im Rahmen der individuellen Leistungsfähigkeit zur Überwindung der Hilfebedürftigkeit einsetzen muss. Dieses Signal stärkt auch die gesellschaftliche Akzeptanz unseres Sozialstaates,“ so Dirk Heyden weiter: „Jobcenter team.arbeit.hamburg steht Leistungsberechtigten weiterhin zur Seite. Daran ändert sich nichts. Wer hilfebedürftig ist und Unterstützung braucht, bekommt sie. Das ist der Kern der Grundsicherung und das bleibt so. Wer zuverlässig vereinbarte Termine wahrnimmt und mitwirkt, ist auch in Zukunft von Leistungsminderungen nicht betroffen.“

Digitalisierung: Jobcenter als moderner Dienstleister

Viele Anliegen der Jobcenter-Kundinnen und -kunden können über mehrere Kanäle online erledigen werden. Dabei entscheiden die Kundinnen und Kunden selbst, wie sie mit dem Jobcenter in Kontakt treten. Per App, online über Jobcenter.digital oder das KontaktCenter, telefonisch über die Hotline oder das ServiceCenter, oder persönlich. Das Jobcenter unterstützt aktiv dabei, die digitalen Kontaktangebote zu nutzen.

„Das Hamburger Jobcenter entwickelt sich weiter vom klassischen Amt zu einem modernen Dienstleister, der jederzeit erreichbar ist. Unser Anspruch ist, uns weiter kontinuierlich zu verbessern und unseren digitalen Service weiter auszubauen,“ so Dirk Heyden.

Rückfragen der Medien:
Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation
Martin Helfrich
Telefon: 040 42841 2239
E-Mail: pressestelle@bwai.hamburg.de

Jobcenter team.arbeit.hamburg
Heike Böttger
Telefon: 040 60098 104
E-Mail: Jobcenter-team-arbeit-hamburg.Presse@jobcenter-ge.de

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