Hamburgs Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Hamburg ist über den Seehandel mit den Nachbarn rund um die Ostsee verbunden, und steht in der gegenwärtigen Lage besonders für die Unterstützung unserer europäischen Partner ein. Diese festen Verbindungen werden in den kommenden Jahren noch verstärkt: Infrastrukturprojekte wie Rail Baltica verbinden Litauen künftig mit dem europäischen Eisenbahnnetz und schaffen neue intermodale sowie grenzüberschreitende Güterverkehrskorridore. Dies stärkt nicht nur die Resilienz der Lieferketten, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für Kooperationen zwischen litauischen und westeuropäischen Unternehmen.“
Edvinas Grikšas, Wirtschaftsminister der Republik Litauen: „Deutschland ist einer der engsten Wirtschafts- und Sicherheitspartner Litauens, und Hamburg spielt in dieser Zusammenarbeit eine besondere Rolle. Neben moderner Logistik und intermodalem Transport sehen wir großes Potenzial für eine Zusammenarbeit in den Bereichen Cybersicherheit, fortschrittliche Technologien und der wachsenden Verteidigungsindustrie. Litauen bietet ein wettbewerbsfähiges Umfeld für Investitionen, qualifizierte Fachkräfte und eine moderne Infrastruktur, und wir sind bereit, die Partnerschaften mit deutschen Unternehmen in Sektoren zu vertiefen, die die Widerstandsfähigkeit Europas stärken.“
Die Wirtschaftssenatorin wurde durch eine Delegation aus Vertretern von Containerterminal- und Umschlagsbetrieben, der Hafenwirtschaft sowie der Häfen Lübeck und Kiel begleitet.
Die Reise schließt sich an vorherige Austausche u. a. mit Estland, Lettland, Dänemark und Polen an und dient der Umsetzung des Außenwirtschaftskonzepts des Senats. Neben der Vertiefung und Anbahnung von Wirtschaftskontakten standen die Themen Cybersecurity, zivile Drohnennutzung, Innovations- und Freihandelszonen sowie der Ausbau von Intermodalverkehr für Hafenhinterlandlogistik im Fokus der anschließenden Termine vor Ort.
Senatorin Dr. Leonhard: „Litauen baut seine Rolle als regionaler Logistik- und Investitionsstandort aus. Die Kombination aus strategischer Lage, EU-Unterstützung und gezielten Investitionsanreizen schafft attraktive Rahmenbedingungen für internationale Partner.“
Deutschland ist das zweitwichtigste Lieferland für Litauen und der drittgrößte Abnehmer litauischer Waren. Litauen rangiert auf Platz 45 der wichtigsten deutschen Absatzmärkte und auf Platz 50 der Bezugsmärkte (Bezugsjahr jeweils 2024).
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