Im Projekt SmaLa (Smarten Liefer- und Ladezonen) konnten KEP-Dienstleister und andere gewerbliche Lieferanten bis Ende 2024 das Reservieren von insgesamt 20 Lieferzonen über eine SmaLa-App mittels eines cloudbasierten Buchungssystems ausprobieren. Ziel war es, den Parksuchverkehr und das Parken in zweiter Reihe zu reduzieren. Damit sollte die Verkehrssicherheit erhöht und die Umweltbelastungen reduziert werden.
Gebucht werden konnten die Zonen werktags in der Zeit von 08:00 – 19:00 Uhr und zwar für eine Dauer von 15 - 60 Minuten. Um keine Dauerbuchungen zuzulassen, konnte eine Lieferzone maximal 60 Stunden im Voraus gebucht werden. Nach 19 Uhr und an Sonn- und Feiertagen standen die Zonen auch allen übrigen Nutzern als normaler Parkraum zur Verfügung.
Smarte Liefer- und Ladezonen
Das Projekt SmaLa wurde vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert und als ein Gewinnerprojekt im BMWi Wettbewerb Reallabor ausgezeichnet. Als Reallabor testete es einen konzeptionellen Ansatz unter realen Bedingungen.
Die ersten vier SmaLa-Zonen entstanden im Bezirk Hamburg-Mitte und wurden im Oktober 2021 von Wirtschaftsstaatsrat Andreas Rieckhof eröffnet. Pressebericht
Insgesamt wurden im Projektzeitraum 20 SmaLa-Zonen in den Bezirken Hamburg-Mitte, Eimsbüttel und Altona realisiert und anschließend evaluiert.
© BMWi
Projektziele und Nutzen
Das Projekt „Smarte Liefer- und Ladezonen“ (SmaLa) soll bei der Entlastung des innerstädtischen Verkehrs und des stetig steigenden CO²-Ausstoß helfen, sowie als Steuerungsverfahren die hohe derzeitige Flächenkonkurrenz reduzieren. Tagsüber wird die Fläche der Ladezonen zum Be- und Entladen genutzt und ab den frühen Abendstunden sowie über die Nacht soll die Liefer- und Ladezone als zusätzliche Parkfläche für Bewohner oder Gäste der örtlichen Gastronomie dienen. Dazu wird auf bereits bestehende Konzepte zum Ladezonenmanagement aufgebaut.
Die Liefer- und Ladezonen können je nach Bedarf vorab oder von unterwegs gebucht werden. So können die Lieferanten und KEP-Dienstleister - bei der Routenplanung die Ladezonen zum gewünschten Zeitraum reservieren, wodurch der jetzige Park-Such-Verkehr und das Parken in zweiter Reihe minimiert werden kann. Damit die Lieferanten und KEP-Dienstleister möglichst früh Bescheid wissen, wenn Liefer- und Ladezonen bereits besetzt sind, sollen deren Verfügbarkeit im virtuellen Buchungssystem sichtbar sein. Damit eine solche Funktion möglich ist, werden die Liefer- und Ladezonen mit entsprechenden Sensoren ausgestattet. Diese Sensoren sorgen dafür, dass das virtuelle Buchungssystem Echtzeitdaten erhält und weiterverarbeiten kann. Die Nutzung der SmaLa wird durch ein Zeitlimit begrenzt, damit diese von mehreren Lieferanten und KEP-Dienstleister genutzt werden können. Das Zeitlimit zur Nutzung der Smarten Liefer- und Ladezonen wird aus dem Pilotprojekt hervorgehen. Geplant ist es in der Pilotphase ein Zeitlimit von max. 60 Minuten zu testen.
Die smarten Liefer- und Ladezonen werden teilweise mit einem interaktiven Schild ausgestattet, welches u. a. auf die Besonderheit der Zone hinweist. Derzeit gibt die Straßenverkehrsordnung (StVO) nicht die Möglichkeit einer Priorisierung bestimmter Personengruppen oder die Option der Reservierung von Lieferzonen. Daher beruht die Modellphase auf einer Ausnahmegenehmigung von der StVO
Das Projekt ist im Januar 2020 gestartet und läuft bis Ende Dezember 2024. Dabei durchläuft „SmaLa“ vier verschiedene Projektabschnitte, Konzepterstellung und Projektsteuerung, Softwarephase, Hardwarephase und Betrieb. In der ersten Phase werden die Anforderungen an die Liefer- und Ladezonen definiert. In der Softwareentwicklung wird das virtuelle Buchungssystem gestaltet und geschrieben. Bei der Phase der Hardwareentwicklung geht es darum, die passende Hardware zur geschriebenen Software zu finden. In der letzten Phase, dem Betrieb, wird das finale Produkt über einen längeren Zeitraum getestet und eingeführt. Ebenso ist das Projekt „SmaLa“ in zwei große Projektphasen gegliedert. In der ersten Phase des Projektes wird entworfen und innerhalb Hamburg-Mitte getestet. In dieser Modellphase werden ab Spätsommer 2021 vier Smarten Liefer- und Ladezonen den KEP-Dienstleistern und Lieferanten zum Testen bereitstehen. Hierbei gilt es in erster Linie herauszufinden, wie das Konzept im Alltagsverkehr genutzt werden kann und wo noch Anpassungen vorgenommen werden müssen. In der zweiten Projektphase sollen an den smarten Liefer- und Ladezonen anhand der in dem Pilotprojekt gesammelten Erfahrungen Verbesserungen vorgenommen und um Zusatzfunktionen ergänzt werden.
Sonderzeichen und Namen können fälschlicherweise übersetzt werden