Hamburgs Weg zu emissionsfreiem Verkehr
Ein kurzer Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich die Stadt Hamburg seit vielen Jahren mit der Elektromobilität befasst und frühzeitig die Weichen für den Auf- und Ausbau von Ladestationen gestellt hat.
Masterplan Ladeinfrastruktur
Mit dem im August 2014 vom Hamburger Senat verabschiedeten „Masterplan Ladeinfrastruktur“ wurde die Basis für eine bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur in der Stadt Hamburg geschaffen und das sog. Hamburger Modell definiert. Die Masterplan beinhaltete die ersten Ausbauziele und eine Festlegung auf Qualitätskriterien sowie die Beauftragung eines städtischen Akteurs zur Schaffung eines Angebots von Ladestationen im öffentlichen Raum.
Zielsetzung der Stadt war bereits damals, einen Hochlauf der Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum gemeinsam mit dritten Akteuren zu gestalten und so ein initiales, flächendeckendes und bedarfsgerechtes Netz an Ladestationen entstehen zu lassen. Diesem offenen Marktzugang für alle Unternehmen stand lange Zeit der noch nicht vollständig wirtschaftliche Betrieb eines Ladestationsaufbaus und -betriebs entgegen. Der Ausbau erfolgte daher nahezu ausschließlich durch rein städtische Akteure mit finanziellen Zuschüssen der Stadt.
Auch Förderprogramme des Bundes sowie der Europäischen Union unterstützten z.B. in den Jahren 2022 und 2023 die Errichtung von 224 Ladepunkten in der Stadt Hamburg.
Den Masterplan Ladeinfrastruktur der Freien und Hansestadt Hamburg finden Sie hier.
Skalierung der Ladestationen
Auch in den darauffolgenden Jahren wurde der Ausbau stark forciert, so dass ca. 1.600 Ladepunkte bis zum Ende des Jahres 2023 an Hamburgs Straßen errichtet wurden. Für den Aufbau und Betrieb zeichnete sich die stadteigene Stromnetz Hamburg GmbH verantwortlich (seit 9/2024 Hamburger Energienetze GmbH).
Der Hochlauf der Elektromobilität ist in der Stadt Hamburg angekommen.
In den vergangenen Jahren haben Zulassungen und Bestand von Elektroautos deutlich zugenommen, wodurch sich auch der Bedarf an Ladestationen an Hamburgs Straßen erhöht hat. Mit Beginn des Jahres 2024 wurde der Betrieb der stadteigenen Ladestationen aufgrund EU-rechtlicher Vorgaben auf die Hamburger Energiewerke Mobil GmbH (HEnW Mobil) übertragen.
Der Ladeinfrastrukturausbau wird in den kommenden Jahren sowohl von der HEnW Mobil als auch von fünf weiteren privatwirtschaftlichen Akteuren getragen (vgl. den folgenden Punkt „Weiterentwicklung Hamburger Modell“).
Weiterentwicklung Hamburger Modell
Im Jahr 2024 wurde ein Konzessionsvergabeverfahren durchgeführt, um neben dem städtischen Unternehmen, der Hamburger Energiewerke Mobil GmbH, auch privaten Betreibern im öffentlichen Raum eine verlässliche Basis für den Aufbau von Ladestationen geben zu können. Im Rahmen der geschlossenen Konzessionsverträge werden seit dem Jahr 2025 bis Mitte des Jahres 2027 insgesamt 2.500 Ladepunkte von privaten Betreibern errichtet werden. Zusätzlich wird das städtische Unternehmen weitere 1.200 Ladepunkte errichten.
Ziel der Stadt Hamburg ist es, angesichts einer absehbar steigenden Nachfrage nach Ladestationen im Stadtgebiet hierdurch ein adäquates Angebot zu schaffen. Dabei wird ein flächendeckendes und nutzergerechtes Angebot geschaffen, welches nicht nur an besonders lukrativen Standorten entsteht. Die Ladestationen aller Betreiber gemeinsam bilden eine einheitlich zugängliche Infrastruktur und sind anbieterübergreifend nutzbar.
Folgende Betreiber sind im Rahmen des o.g. Konzessionsverfahrens ausgewählt worden:
Enercity AG (https://www.enercity.de/konzern)
Eze.network GmbH (www.eze.network)
Hamburger Energiewerke Mobil (HEnW Mobil - Hamburger Energiewerke)
Qwello GmbH (www.qwello.de )
Ubitricity – Gesellschaft für verteilte Energiesysteme mbH (https://ubitricity.de )
Vattenfall Smarter Living GmbH (Elektromobilität für Geschäftskunden | Vattenfall InCharge )