Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal: „Wie prägt Schrift unsere Welt? Wie entwickeln wir Materialien von morgen? Was können wir aus den kleinsten Teilchen über unseren Kosmos und aus Schriftartefakten über unsere Geschichte lernen? Und wie lösen wir die Herausforderungen rund ums Klima? Hamburgs Exzellenzcluster zeigen, wie Wissenschaft die Zukunft gestalten kann: Sie finden Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit – und machen echten Fortschritt möglich. Diese Arbeit ist nicht abstrakt – sie verändert ganz konkret, wie wir morgen leben werden. Gerade in politisch und wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist das ein starkes Signal: Hamburg geht voran. Wir investieren in Wissen, in Innovation und in die Zukunft – und entwickeln unseren Exzellenzstandort konsequent weiter.“
Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg: „Vier Exzellenzcluster auf Weltniveau und 266 Millionen Euro für Hamburger Spitzenforschung: Das ist ein herausragendes Ergebnis für die Universität Hamburg und für den Wissenschaftsstandort Hamburg. Diesen Erfolg haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erarbeitet, die in den Clustern Außergewöhnliches leisten. Exzellenz braucht eine verlässliche Grundlage, und wir arbeiten gemeinsam mit der Stadt daran, diese zu sichern."
Prof. Dr. Andreas Timm-Giel, Präsident der Technischen Universität Hamburg: „Mit BlueMat setzt die TUHH ein starkes Zeichen für Spitzenforschung made in Hamburg. Das ehrgeizige Ziel: Materialien zu entwickeln, die im Zusammenspiel mit Wasser – der allgegenwärtigen Ressource des Planeten – neuartige Funktionalitäten entfalten. Die Forschung innerhalb dieses Exzellenzclusters markiert einen Meilenstein. Sie zeigt, wie wir echte Innovationen für Menschen und Umwelt entwickeln. Damit steht BlueMat in besonderem Maße in Einklang mit der Mission der TUHH: Engineering to Face Climate Change.“
Hintergrund
Die Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder ist eines der größten deutschen Förderprogramme für die Spitzenforschung in Deutschland. Bis 2025 standen jährlich 533 Millionen Euro zur Verfügung, ab 2026 werden es jährlich sogar 687 Millionen Euro. Davon trägt der Bund 75 Prozent und die Länder 25 Prozent. Mit den Mitteln fördern Bund und Länder interdisziplinäre Forschungsverbünde der Spitzenforschung, sogenannte Exzellenzcluster, und zeichnen besonders erfolgreiche Universitäten mit dem Titel der „Exzellenzuniversität“ aus.
Im September 2018 führte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in der ersten Förderlinie das Verfahren zur Förderung der Exzellenzcluster durch. Dabei war die Universität Hamburg außerordentlich erfolgreich. Sie konnte vier Cluster einwerben. Zudem erhielt sie 2019 den Exzellenztitel und darf sich seitdem als einzige Hochschule im Norden Exzellenzuniversität nennen. Im März 2026 wurde sie erneut mit dem Titel ausgezeichnet.
Die fünf Hamburger Exzellenzcluster im Überblick
Climate, Climatic Change and Society (CliCCS)
Dieses Exzellenzcluster untersucht Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Gesellschaft mit dem Ziel, wissenschaftliche Grundlagen für gesellschaftliche Transformationsprozesse zu schaffen. Die übergreifende Frage lautet: Welche Klimazukünfte sind möglich und welche plausibel?
CUI: Advanced Imaging of Matter
Mit modernsten Bildgebungstechniken untersucht dieses Projekt Materie auf atomarer und subatomarer Ebene. Die Erkenntnisse sind für den Alltag von großer Bedeutung, etwa mit Blick auf neue Anwendungen in der magnetischen Datenspeicherung oder der verlustfreien Leitung von Strom.
Dieses Exzellenzcluster erforscht fundamentale Fragen zum Ursprung, zur Geschichte und Zusammensetzung des Universums, insbesondere im Bereich der Teilchenphysik und Kosmologie. Über das Verhalten der elementaren Teilchen direkt nach dem Urknall wollen die Forscherteams Antworten auf aktuelle und grundlegende Fragen zum Kosmos finden.
Understanding Written Artefacts
Die Forscherinnen und Forscher dieses Exzellenzclusters untersuchen die Entstehung, Nutzung und Interpretation schriftlicher Artefakte aus verschiedenen Kulturen und Epochen. Sie leitet dabei die Frage, wie sich Funktionen von Schriftartefakten in Manuskriptkulturen weltweit entwickelt haben – von den Anfängen im alten Mesopotamien bis ins digitale Zeitalter.
BlueMat: Wassergesteuerte Materialien
Dieses Exzellenzcluster der Technischen Universität Hamburg untersucht die Entwicklung von Materialien, die durch das Zusammenspiel mit Wasser neue Eigenschaften entwickeln. Die Forschungsansätze sind inspiriert von natürlichen Prozessen.
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