Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

Hamburger Professorin Cornelia Zumbusch erhält den bedeutendsten Forschungsförderpreis Deutschlands

11. Dezember 2025 Pressemitteilung

Für ihre bahnbrechenden Arbeiten im Bereich der Germanistik und daran angrenzenden Disziplinen erhält die in Hamburg lehrende Professorin Dr. Cornelia Zumbusch den hochrenommierten und mit 2,5 Millionen Euro dotierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Cornelia Zumbusch ist Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Hamburg (UHH) und Co-Direktorin des Warburg-Hauses. Weit über die Grenzen ihres Faches hinaus zählt sie zu den international renommiertesten Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftlern ihrer Generation. Die 2,5 Millionen Euro können von der Preisträgerin flexibel für ihre Forschung eingesetzt werden.

  • Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ist eine gläserne Skulptur, die das Profil eines Mannes darstellt.
DFG / Jenny Otto

Ob Germanistik, Kunst, Kulturwissenschaft oder intellectual history – die Forschung von Cornelia Zumbusch untersucht Denkfiguren, Formen und Konzepte durch die Disziplinen und über die Epochen hinweg. Zudem engagiert sich die 1972 in Kabul (Afghanistan) geborene Literaturwissenschaftlerin in der Förderung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Beginn ihrer Karrieren. Mit innovativen Lehrmaterialien und Forschungsinitiativen hat sie die Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Hamburg nachhaltig gestärkt.

Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal: „Man nennt den Leibniz-Preis nicht ohne Grund den deutschen Nobelpreis: Er steht für wissenschaftliche Exzellenz und die Gestaltungskraft der Wissenschaft für unsere Zukunft. Die Auszeichnung für Prof. Dr. Cornelia Zumbusch ist ein eindrucksvoller Beleg für ihre außerordentliche Forschungsleistung – und sendet zugleich ein starkes Signal für die Strahlkraft der interdisziplinären Literaturwissenschaft in Hamburg. Ich gratuliere der Preisträgerin sehr herzlich zu diesem großen Erfolg und freue mich auf die Ergebnisse ihrer weiteren Arbeit!“

Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg: „Ich gratuliere Frau Professor Zumbusch sehr herzlich zu dieser herausragenden Auszeichnung. Der Leibniz-Preis würdigt ihre exzellente Forschung, die weit in die Geistes- und Kulturwissenschaften ausstrahlt. Ihre Arbeiten stehen beispielhaft für die intellektuelle Stärke und die internationale Sichtbarkeit der Geisteswissenschaften an der Universität Hamburg.“

Hintergrund
Cornelia Zumbusch ist Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Hamburg. Ihre Dissertation Wissenschaft in Bildern wurde 2006 mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung ausgezeichnet. Nach Stationen an der FU Berlin, der LMU München (Habilitation 2009) und der Universität Konstanz nahm sie 2012 den Ruf nach Hamburg an. Seit 2015 ist sie Ko-Direktorin des Warburg-Hauses, seit 2019 Direktorin der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Imaginarien der Kraft“. Gastprofessuren führten sie u. a. an die Harvard University (2020) und die University of California, Berkeley (2023).

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ist der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland. Ziel des 1985 eingerichteten Leibniz-Programms ist es, herausragende Spitzenforscherinnen und -forscher zu ehren, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen zu erleichtern.

Rückfragen der Medien
Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Pressestelle
Telefon: 040 42863 2322
E-Mail: pressestelle@bwfg.hamburg.de

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