Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal: „Was Wissenschaft für unsere Gesellschaft leisten kann, das zeigt die Arbeit von Professor Hartmut Graßl geradezu vorbildhaft. Durch den Aufbau des Max-Planck-Instituts für Meteorologie und seine aktive Mitgliedschaft in der Akademie der Wissenschaften hat er unsere Wissenschaftslandschaft und insbesondere die herausragende Klimaforschung in Hamburg entscheidend mitgestaltet. Und er ist stets mit ganzem Herzen dabei, wenn es darum geht, das Wissen um den Klimawandel und seine Folgen in die Öffentlichkeit und die Politik zu tragen. Es ist mir daher eine besondere Ehre, Hartmut Graßl anlässlich seines 85. Geburtstages die Medaille für Kunst und Wissenschaft zu überreichen.“
Prof. Dr. Dr. h.c. Hartmut Graßl: „Im demokratischen Deutschland kann jeder Mensch erfolgreich sein, wenn die Bildungseinrichtungen das engagierte Talent fördern. Die Wissenschaftssenatorin als Flüchtlingskind und der heutige Preisträger für Wissenschaft und Kunst als Hüterbub auf der Alm stehen dafür. Ich freue mich, die global koordinierte Forschung als Direktor des „World Climate Research Programme“ der Vereinten Nationen vorangebracht und bis zum Ende meiner aktiven Zeit im Jahre 2005 an der Uni Hamburg sowie am MPI für Meteorologie zur Basis des ersten Exzellenzklusters CliSAP der Uni Hamburg beigetragen zu haben.“
Hartmut Graßl ist ein international renommierter Klimaforscher, ehemaliger Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) und ehemaliger Professor an der Universität Hamburg. Nach seinem Studium der Physik und der Promotion in Meteorologie in München führten den gebürtigen Berchtesgadener verschiedene berufliche Stationen nach Hamburg. Dort engagierte er sich in seiner Zeit als Direktor des MPI-M in verschiedenen Beratungsgremien, wie beispielsweise in Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestages und im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen. In der Zeit von 1994 bis 1999 war er Direktor des Weltklimaforschungsprogramms in Genf. Hartmut Graßl erhielt viele Ehrungen, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, den Max-Planck-Preis der Humboldt-Stiftung und den Deutschen Umweltpreis.
Die Medaille für Kunst und Wissenschaft wird seit 1956 vom Hamburger Senat an herausragende Persönlichkeiten aus Forschung, Wissenschaft und Kunst verliehen.
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