Kunsthochschule

Senat bestellt Prof. Martin Köttering erneut als Präsidenten der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK)

21. April 2026 Pressemitteilung

Der Hamburger Senat hat in seiner heutigen Sitzung Prof. Martin Köttering erneut zum Präsidenten der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) bestellt. Die bereits fünfte Amtszeit beginnt am 1. Juni 2026 und umfasst sechs Jahre.

  • Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal: „Unter der Präsidentschaft von Martin Köttering hat sich die HFBK zu einer Hochschule entwickelt, die weit über Hamburg und Deutschland hinaus Maßstäbe setzt – durch die Förderung internationaler Perspektiven, einen lebendigen Austausch zwischen künstlerischer Praxis und Forschung und eine Diskursbereitschaft, die die großen Debatten unserer Zeit nicht nur aufgreift, sondern mitprägt. Seit seinem Amtsantritt vor 24 Jahren hat sie sich zu einem Zuhause für hervorragende Künstlerinnen und Künstler mit unterschiedlichsten Hintergründen und Perspektiven aus Hamburg, Deutschland und der ganzen Welt entwickelt. Zugleich hat die HFBK eine nahezu paritätische Besetzung der Professuren erreicht. Das alles macht die HFBK zu einer Hochschule, die die Vielstimmigkeit unserer Gesellschaft zeigt und fördert. Ich freue mich sehr, dass Martin Köttering die Hochschule für weitere sechs Jahre führen wird.“

Prof. Martin Köttering, Präsident der HFBK: „Das langjährige und nun erneuerte Vertrauen in meine Arbeit ehrt mich sehr. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, die HFBK als international anerkannte Kunsthochschule zu positionieren und eine künstlerische Praxis zu befördern, die experimentelle Formen, theoretische Reflexion und Verantwortung für die drängenden Fragen der Gegenwart mittels einer prägnanten ästhetischen Sprache produktiv vereint. Dafür steht aktuell die Gestaltung des Deutschen Pavillons auf der diesjährigen Kunstbiennale in Venedig durch die designierte HFBK-Professorin Henrike Naumann und die HFBK-Absolventin Sung Tieu.“ 

Hintergrund
Der Hochschulsenat der HFBK hatte Köttering bereits am 23. Oktober 2025 erneut zum Präsidenten gewählt; der Hochschulrat bestätigte die Wahl in seiner Sitzung am 24. November 2025. Mit dem heutigen Senatsbeschluss erfolgt nun die formelle Wiederbestellung und Ernennung in das Beamtenverhältnis auf Zeit. Kötterings bisherige Amtszeit endet zum 31. Mai 2026. 

Zur Person
Prof. Martin Köttering (geboren 1964 in Lingen/Ems) studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim und Bildende Kunst in Bath, England. Anschließend war er als Assistent des künstlerischen Leiters der documenta 9 Jan Hoet tätig. 1995 übernahm er die Leitung der Städtischen Galerie in Nordhorn und war Initiator, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des offenen Museums kunstwegen. Im Rahmen dieser Tätigkeiten konzipierte und realisierte er zahlreiche Ausstellungen, Publikationen und Projekte im öffentlichen Raum mit international renommierten Künstlerinnen und Künstlern. Seit 2002 ist Martin Köttering Präsident der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

Zu den zentralen Entwicklungen während seiner Amtszeiten zählen die Einführung eines konsekutiven Bachelor- und Master-Studiengangs „Bildende Künste“ als eine der ersten Kunsthochschulen in Deutschland sowie die Einführung der künstlerisch-wissenschaftlichen Promotion. Weitere Meilensteine waren die Gründung und kontinuierliche Erweiterung der Art School Alliance, der Neubau des Atelierhauses sowie die Gründung des Institute for Contemporary Art & Transfer. 2025 wurde an der HFBK der bundesweit erste rein künstlerische Promotionsstudiengang PhD in Art Practice eingeführt und eine nahezu paritätische Besetzung der Professuren nach Gleichstellungsgesichtspunkten erreicht. Über die Hochschule hinaus engagiert sich Köttering mit außerordentlichem Einsatz für die Künste, die Kultur und die kulturelle Verständigung – in Hamburg und in der gesamten Bundesrepublik.

Die Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) ist eine der renommiertesten Kunsthochschulen im nationalen und internationalen Raum. Sie bietet künstlerische und künstlerisch-wissenschaftliche Studiengänge auf Bachelor-, Master- und Promotionsebene an und verbindet künstlerische Praxis mit gesellschaftlichem Diskurs.

Rückfragen der Medien
Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Pressestelle
Telefon: 040 42863 2322
E-Mail: pressestelle@bwfg.hamburg.de

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